Eagles siegen in Cuxhaven

Die Itzehoe Eagles waren gefordert – und sie haben geliefert. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB holten sie einen wichtigen Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten Cuxhaven Baskets: 96:84 (27:21, 22:19, 30:25, 17:19).

Die Niederlage vom Wochenende zuvor hatte einigen Gesprächsbedarf ausgelöst: „Gegen Rostock hätten wir nicht unbedingt verlieren müssen“, sagte Eagles-Coach Pat Elzie. „Manchmal ist eine Ansprache nötig, um die Jungs ein bisschen wachzumachen.“ Die richtige Reaktion gab es auf dem Feld, zum Beispiel von Frederik Henningsen, der seine aus der Vorsaison gewohnte Wurfstärke wieder zeigte. Drei Dreier im ersten Viertel brachten die Führung für die Eagles, nachdem zunächst Cuxhaven Vorteile gehabt hatte. Der Gegner sei sehr heiß ins Spiel gegangen und habe anfangs gut getroffen, während die Itzehoer Chancen vergeben hätten, sagte Elzie. Doch die eigene Verteidigung habe die zentralen Akteure der Gastgeber gut in den Griff bekommen. Beispiele: Moritz Hübner kam zwar auf 19 Punkte, die aber habe er sich hart erarbeiten müssen. Lamar Roberson, im Dezember kurzfristig ein Itzehoer, kam nur auf neun Würfe und elf Punkte. Und dem anderen Amerikaner Terence Smith stand Johannes Konradt auf den Füßen. „Es war eines unserer besten Spiele“, stellte Elzie zufrieden fest. Jeder habe seinen Beitrag geleistet, ob nun Josh Wilcher mit „super Regie“ oder Fabio Galiano oder Henningsen mit starker Trefferquote. Im zweiten Viertel pendelte der Vorsprung zwischen fünf und zehn Punkten, zur Halbzeit führten die Eagles 49:40.

Das dritte Viertel begann mit einem Offensivfeuerwerk, beide Teams punkteten stark, die Eagles aber besser. Das lag an Henningsen und Kaimyn Pruitt, der allein in diesem Abschnitt 13 Zähler markierte. Hinzu kamen spektakuläre Aktionen der Gäste, die mehrfach per Dunk abschlossen und trotz etwas ruhigerer Schlussphase des Viertels bis auf 79:65 davonzogen.

Bei diesem Vorsprung blieb es lange in einem zunächst punktearmen Schlussabschnitt. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten“, sagte Elzie. Das Team habe gut zusammengehalten und immer die richtige Antwort gefunden – ebenso erfreulich wie die starke Freiwurfquote mit nur drei Fehlversuchen bei 24 Würfen. Dennoch, Cuxhaven kam noch einmal heran bis auf 82:90. Da waren keine 90 Sekunden mehr zu spielen, Pruitt und Joachim Feimann besiegelten den Sieg. Der ist natürlich wertvoll im Kampf um die Playoffs, aber die Qualifikation sei längst noch nicht sicher, so Elzie. Die Ausgangsposition sei wieder gut: „Wir müssen dranbleiben und auf uns schauen, nicht auf die anderen Mannschaften.“ Kommenden Sonnabend geht es für die Eagles zum Schlusslicht nach Stahnsdorf, das gerade einen Auswärtssieg in Essen landen konnte.

Eagles: Kaimyn Pruitt (23, 1 Dreier, 11 Rebounds, 3 Ballgewinne), Frederik Henningsen (18, 4 Dreier), Josh Wilcher (14, 7 Assists), Fabio Galiano (14, 6 Rebounds), Nick Tienarend (8), Nelson Kahler (7, 7 Rebounds), Lars Kröger (5), Daniel Boahene (3), Johannes Konradt (2), Joachim Feimann (2), Erik Nyberg, Scotty Liedtke.