ITZEbasket 2017 - ein Erfolg

 „Nächster Korb entscheidet!“ Mehr Drama ging nicht als im großen Finale des Streetball-Turniers ITZEbasket. Bei den Erwachsenen in der Kategorie Ü18 gingen das Itzehoer Team „WeCameToWin W.C.T.W.“ und die Basketball-AG aus Hamburg in die Verlängerung, und die Entscheidung übernahm Leon Hutter: Der 18-Jährige aus dem Zweitliga-Team der veranstaltenden Itzehoe Eagles zog zum Korb und traf den schwierigen Wurf. Sieg für die Lokalmatadoren und Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Hamburg. Eigentlich: Weil der Termin nicht passt, trat W.C.T.W. den Startplatz an den Finalgegner ab.

In dieser Altersklasse ging es am härtesten zur Sache, und mittendrin waren die „Squad Streetball Ladies“, eigens angereist aus Nordrhein-Westfalen. Sie boten den Männern nicht nur Paroli, sondern zogen ins Viertelfinale ein – „beeindruckend“, fand Thiess Johannssen, Marketingleiter der Itzehoer Versicherungen, die ITZEbasket zum zweiten Mal gemeinsam mit den Eagles ausrichteten. „Es ist toll, dass es da auch solche Begegnungen gibt.“ Die bunte Mischung mache ITZEbasket aus.

Auf allen vier, teils dicht umlagerten, Feldern – Itzehoer Versicherungen Court, Nordakademie Court, CineMotion Court sowie Novitas BKK Court – wurde hart um den Sieg gerungen. „Aber vor allem geht es um den Spaß am Basketball, und das mitten in der Fußgängerzone“, sagte Pat Elzie, Cheftrainer der Eagles und Hauptorganisator. Dieses Mal habe nach der verregneten Premiere im vergangenen Jahr zum Glück das Wetter mitgespielt, nur eine Regenunterbrechung wurde fällig. Johannssen stellte fest: „Wie sich das Wetter gesteigert hat, so hat auch ITZEbasket in diesem Jahr nochmal einen deutlichen Sprung gemacht.“ Itzehoe habe seine jugendliche Seite gezeigt: „Es ist wieder gelungen, an einem Samstag in der Innenstadt richtig Stimmung zu machen.“ Dazu trugen in der Mittagspause die Hip-Hopper Blizz und Chin sowie Whiteslang aus Itzehoe ebenso bei wie die Showtanzgruppe Eagles Fighters, für die Verpflegung sorgten unter anderem Frische Zeiten und der aus Stuttgart angereiste Barbecue Boss. Der Verein Projuki war mit Kinderschminken sowie alkoholfreien Cocktails dabei und betreute die Hüpfburg, für die flotten Sprüche bei der Moderation war „Jumping“ Joe Asberry zuständig und für die Technik die Firma Nordflair Events.

34 Teams hatten sich angemeldet, 32 traten schließlich an. Auch in der Kategorie U18 ging es um das Ticket zur Deutschen Meisterschaft, das sich das Team LX City aus Lübeck/Bad Segeberg sicherte. Erstmals wurde ein Wanderpokal verliehen, und zwar im neu geschaffenen Company Cup: Den Wettstreit der Firmenteams gewannen „Die PROKONesen“ vor „D + S Alltagshelden“ und den Teams der Novitas BKK sowie der Summary AG. Vergeben wurde zudem erneut der Nordakademie-Fairnesspokal: Er ging an die Streetball Ladies aus Nordrhein-Westfalen wegen ihres sympathischen sportlichen Auftritts und ihrer großen Hilfsbereitschaft während des gesamten Turniers.

 

Die Ergebnisse:

 

Kategorie 10-12 Jahre

  1. Platz: Ball is Life (Hamburg/Itzehoe)

  2. Platz: Eagles Junior (Itzehoe)

  3. Platz: Eagirls (Itzehoe)

 

Kategorie 13-15 Jahre

  1. Platz: Gummibärenbande (Vechta)

  2. Platz: Big Baller (Wrist)

  3. Platz: The Exposiors (Kaltenkirchen)

 

Kategorie U18

  1. Platz: LX-City (Bad Segeberg/Lübeck)

  2. Platz: Einhorn Squad (Itzehoe)

  3. Platz: Freilos (Itzehoe)

 

Kategorie Ü18

  1. Platz: WeCameToWin (Itzehoe)

  2. Platz: Basketball-AG (Hamburg)

  3. Platz: Raptoren (Itzehoe)

  4. Platz: The Menzels (Itzehoe) – 3. Platz nicht ausgespielt

 

Fun Cup

  1. Platz: Underdøgz (Kaltenkirchen)

  2. Platz: Ferret Baskets (Hamburg)

  3. Platz: Langenhorner Krabben (Langenhorn)

 

Company Cup

  1. Platz: Die PROKONesen (Itzehoe)

  2. Platz: D + S Alltagshelden (Itzehoe)

  3. Platz: Novitas BKK (Itzehoe)

 

Zwei für die Landesauswahl

Der Mädchen-Basketball bei den Itzehoe Eagles ist im Kommen. Den nächsten Beleg dafür liefern Madita Prüß und Wiebke Weihausen: Die beiden 14-Jährigen fuhren zum Lehrgang der Landesauswahl der Jahrgänge 2003 und 2004 und überzeugten Trainer Johannes Dörband. Nun geht es für die beiden jungen Basketballerinnen mit der schleswig-holsteinischen Auswahl nach Berlin, wo vom 23. bis 25. Juni das Landesverbandsturnier ausgetragen wird. Fünf weitere Mädchen aus Itzehoe waren ebenfalls beim Lehrgang: Vivien, Lea Sophie, Enna, Marie und Nelly. Alle sind sie noch jünger – nächste Chance im kommenden Jahr.

 

NBBL-Qualifikation verpasst

Es hat nicht gereicht für das U19-Team der Eagles-Basketball-Academy: Der Kooperationspartner der Itzehoe Eagles hat die Qualifikation für die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL verpasst. In der zweiten Runde der Qualifikation kam das Aus.

Die Academy fuhr mit der Hypothek nach Recklinghausen, aus der ersten Runde keine Punkte mitnehmen zu können. Dennoch war Coach Bernardo Velarde enttäuscht: „Das Ziel waren drei Siege in drei Spielen – und das war machbar.“ Doch am Ende behielten drei Mal die ebenfalls starken Gegner die Oberhand.

In der ersten Partie gegen die Giants aus Düsseldorf verteidigten die Itzehoer gut, punkteten aber beim 52:64 zu wenig. „Wir haben in der Offensive nichts umsetzen können“, sagte Velarde.  „Da war es eigentlich schon gelaufen.“ Denn nach dieser Niederlage und dem Auftakterfolg der Eisbären Bremerhaven gegen Gotha nach Verlängerung war Platz drei, der zum Einzug in die dritte Runde berechtigt hätte, faktisch unerreichbar.

Dennoch, die Itzehoer U19 ließ nicht nach. „Die Jungs waren total fokussiert“, lobte Velarde. In der nächsten Begegnung wartete der ungeschlagene Gastgeber  Metropol Baskets Ruhr, gegen den die Itezhoer in der Vorbereitung noch hoch verloren hatten. „Da haben wir unser bestes Spiel abgerufen“, sagte Velarde. Die Academy führte schnell 14:4, lag zwei Minuten vor Schluss immer noch mit sieben Punkten vorn. Nach einer Auszeit setzte der Gegner von der Drei-Punkte-Linie alles auf eine Karte – und verkürzte. Bei einer Ein-Punkt-Führung verloren die Itzehoer vor lautstarker Kulisse und gegen nun begeistert aufspielende Metropol Baskets den Ball und schließlich das Spiel mit 63:66. Das habe weh getan, sagte der Coach, fügte aber hinzu: „Man hat gesehen, wie gut wir wirklich sind.“ Im letzten Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven habe dann die Spannung gefehlt, und Velarde  verteilte die Spielzeit bei der 46:59-Niederlage.

Für Andreas Spengler, Vorsitzender der Academy, ist das Ausscheiden der Teams für NBBL und zuvor auch JBBL (Jugend-Basketball-Bundesliga, U16) kein Beinbruch, er ist im Gegenteil stolz auf das Gezeigte: Die erst im Februar gegründete Academy habe schon viel erreicht und sich als konkurrenzfähig erwiesen. „Beide Teams sind in der kurzen Zeit beeindruckend schnell zusammengewachsen.“ Sie hätten hart trainiert und seien voll motiviert für den nächsten Schritt.

Dafür geht nach den Ferien die Arbeit direkt weiter. Sowohl in der NBBL von Bernardo Velarde als auch in der JBBL von Timo Völkerink werden die Teams für die Saison 2018/19 geformt – die bei der Gründung der Academy ohnehin das Ziel war. „Es wird ganz normal weitertrainiert“, so Velarde. Bei den Qualifikationsrunden im kommenden Jahr will die Academy wieder angreifen.

NBBL-Team in Runde 2

Die erste Runde ist geschafft – doch es ist noch ein weiter Weg für die Eagles-Basketball-Academy in die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL. Das Team der Altersklasse U19 startet am kommenden Wochenende in die zweite Qualifikationsrunde. Für die Mannschaft der Altersklasse U16 kam erwartungsgemäß das Aus in der ersten Runde der Qualifikation für die Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL.

Erst seit wenigen Monaten gibt es den Verein Eagles-Basketball-Academy, der mit den Itzehoe Eagles kooperiert und Teams für die höchsten deutschen Jugend-Spielklassen stellen will. „Auf das, was die Academy in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt hat, kann man stolz sein“, sagt Bernardo Velarde, Coach des NBBL-Teams in der Altersklasse U19. Nach knapp acht Wochen hatte das Team einen Kader mit 22 Spielern aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Zwölf von ihnen musste er auswählen für das Turnier in Hamburg, bei dem es gleich zum Auftakt gegen die gastgebenden Sharks ging, in der vergangenen Saison noch Kooperationspartner der Eagles. Die Academy erwischte keinen guten Tag, vergab viele Würfe und Korbleger – anders als der Gegner, der zudem von vielen Nachlässigkeiten der Itzehoer Verteidigung profitierte. „Es ist ärgerlich, dass wir nicht das abgerufen haben, was wir geübt hatten“, sagte Velarde. Nach ausgeglichenem Start fiel sein Team zurück, bemühte sich vergebens um eine Aufholjagd und verlor am Ende 64:72.

Am zweiten Tag wartete mit den Rockets Gotha ein harter Brocken – insbesondere wegen des herausragenden Aufbauspielers Kristian Kullamäe aus Estland. Die Academy lag deutlich zurück, kam aber stark auf, als Kullamäe auf der Bank war. Dann kehrte er zurück: „Der war leider nicht zu stoppen“, sagte Velarde über die 55:66-Niederlage. Sein Team habe zu lange gebraucht, um den Respekt abzulegen und voll im Spiel zu sein. Doch diesen Schwung wollten die Itzehoer mitnehmen.

Das gelang. Gegen TK Hannover ging es um alles, der Verlierer musste ausscheiden. Diesem Druck habe sich die Mannschaft gestellt, den Rhythmus gefunden, stark verteidigt und die Würfe getroffen, sagte der Coach. Der Lohn war ein 59:46 und der Einzug in die zweite Runde. Dort wird eine Sechsergruppe gebildet, wieder warten drei Spiele gegen die qualifizierten Teams aus Gruppe B: Metropol Baskets Ruhr, ART Giants Düsseldorf und Eisbären Bremerhaven. Punkte gegen ebenfalls qualifizierte Teams der eigenen Gruppe werden mitgenommen – die Academy steht deshalb mit leeren Händen da. Doch auch die anderen brächten nicht viele Punkte mit, sagt Velarde. „Es geht um den dritten Platz, und das ist komplett offen.“

In der JBBL-Qualifikation stand das Itzehoer Team gegen ältere, größere und basketballerisch erfahrenere Gegner auf verlorenem Posten. Gegen das Basketball-Leistungszentrum Berlin, Lübeck Lynx, Baltic Sea Lions und Bramfelder SV gab es klare Niederlagen, doch gerade in der letzten Partie gegen Bramfeld habe die Mannschaft sich gut verkauft, so Coach Timo Völkerink. Das habe auch am „sehr sympathischen Verhalten“ der Gegner gelegen, die nicht alles daran setzten, die Academy mit ihren Spielern aus Itzehoe, Kisdorf-Kaltenkirchen und Lübeck zu demontieren. Die Mannschaft habe sich trotz der Niederlagen nie hängen lassen und immer zusammengearbeitet, lobte Völkerink. In diesem Turnier habe sie wertvolle Erfahrungen gesammelt: „Wir wissen jetzt, was auf uns zukommt in der Qualifikation im kommenden Jahr. Und darauf werden wir hinarbeiten.“

 

 

 

Qualis für JBBL und NBBL

Anfang Februar wurde der neue Verein Eagles-Basketball-Academy gegründet. Zwei Monate nahmen die Teams für die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) und Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) das Training auf. Jetzt wird es ernst: Für beide Mannschaften steht die erste Runde in der Qualifikation an.

Auf das, was die Academy in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt hat, kann man stolz sein“, sagt Bernardo Velarde, Coach des NBBL-Teams in der Altersklasse U19. In knapp acht Wochen sei ein Kader mit 22 Spielern aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen zusammengestellt worden. Aus diesen Akteuren, die nie zusammengespielt hätten, bei zwei Mal Training in der Woche eine homogene Mannschaft zu formen, sei eine große Herausforderung. Doch er habe „großartige Unterstützung“ von seinem Co-Trainer Flavio Stückemann, so Velarde.

Beide hoffen zunächst auf den Einzug in die zweite Runde der Qualifikation. Dazu muss die Eagles-Academy mindestens Dritter werden in einer Vierergruppe mit den Sharks Hamburg, TK Hannover und Rockets Gotha. Gespielt wird an zwei Tagen in der Halle am Steinwiesenweg in Hamburg-Eidelstedt. In jedem Spiel gehe es um viel, entsprechend hart werde verteidigt werden, so Velarde. Schon der Auftakt am Sonnabend um 16.15 Uhr gegen die Sharks Hamburg sei ein „Kracher“, Sonntag um 10.45 Uhr geht es gegen Gotha und um 15.15 Uhr gegen Hannover. „Das Ziel ist klar definiert: ein Platz unter den ersten beiden“, sagt Velarde. 16 Teams treten deutschlandweit an, um in maximal drei Qualifikationsrunden einen der fünf freien Plätze in der NBBL zu ergattern.

In der JBBL in der Alterklasse U16 konkurrieren 19 Teams um 14 Plätze. Die Eagles-Academy spielt in der Rendsburger Herderschule gegen das Basketball-Leistungszentrum Berlin (Sonnabend, 10.45 Uhr), die Lübeck Lynx (Sonnabend, 18 Uhr), die gastgebenden Baltic Sea Lions (Sonntag, 12.30 Uhr) und den Bramfelder SV (Sonntag, 16 Uhr). Coach Timo Völkerink schraubt die Erwartungen nicht allzu hoch: Sicher stelle die Academy eines der jüngsten Teams, kein Spieler habe JBBL-Erfahrung. „Wir werden mit sehr viel Respekt an die Qualifikation herangehen und uns dieser großen Herausforderung stellen.“ Woche für Woche sei zu spüren, wie die Mannschaft enger zusammenwachse. „Wir werden von unserem Zusammenhalt und einem ausgeprägten Teamspirit leben“, sagt Völkerink. „Es gilt, die Nervosität unter Kontrolle zu haben, Erfahrungen zu sammeln und jede sich uns bietende Chance zu ergreifen.“

 

 

 

 

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