75:74 - ein Riesen-Fight!

Die Playoff-Hoffnungen der Itzehoe Eagles leben weiter. Es brauchte einen leidenschaftlichen Kampf und ein großes Drama gegen die Depant Gießen 46ers Rackelos, dann stand in der BARMER 2. Basketball Bundesliga der Sieg fest: 75:74 (22:15, 15:21, 17:14, 21:24).

In Schwelm hatten die Eagles zuvor die dritte Niederlage in Folge kassiert, jetzt stand ein „Charakterspiel“ an, wie Coach Patrick Elzie sagte. Sein Team musste gewinnen, und das zeigte es auch. Großer Einsatz und gute Hilfen in der Defensive ließen den Gästen wenig Raum, lautstark feuerten die Ersatzspieler an, in der Offensive funktionierte vieles gut. Über 15:8 mit sieben Punkten von Erik Nyberg ging es zum 20:11 nach dem zweiten Dreier von Niclas Sperber. Am Ende eines überzeugenden ersten Viertels hatten die Itzehoer ein Polster von sieben Punkten. „Ich bin sehr glücklich, wie wir gekämpft haben und wie Jungs wie Erik oder Niclas zurückgekommen sind nach einem schlechten Spiel in Schwelm“, sagte Elzie.

Der Vorsprung war schnell weg, weil Gießen einige Male zum Korb durchkam. Mit einem 10:0-Lauf gingen die Rackelos in Führung, ehe Johannes Konradt per Dreier sein Team wieder in die Spur brachte. Gelungene Aktionen wechselten sich auf beiden Seiten ab mit Fehlern, das harte Ringen führte zu einem logischen Halbzeitergebnis: Beim 37:36 für die Eagles war alles offen.

Hälfte zwei verlief noch intensiver, Flavio Stückemann (Foto) und Erik Nyberg gaben dabei für ihr Team mit aufopferungsvoller Verteidigung die Richtung vor. In der Offensive ging der Ball unter den Korb des Gegners, und das für einige Minuten erfolgreich: Die Eagles setzten sich wieder ab, schickten den Gegner allerdings mit einigen Fouls an die Freiwurflinie. 54:50 vor dem letzten Viertel.

Mit zwei schnellen Dreiern glich Gießen aus, wieder hielten die Itzehoer dagegen. Mit dem athletischen Donte Nicholas (18 Punkte) hatten die müder werdenden Gastgeber in der Verteidigung ebenso Probleme wie mit Ex-Nationalspieler Johannes Lischka (22 Punkte), aber die wichtigen Aktionen passten – zum Beispiel als Sperber mit ablaufender Angriffszeit zum 72:66 traf. Oder als Chris Hooper nach einem vergebenen Freiwurf den Offensivrebound holte und Stückemann nervenstark einen schweren Wurf zum 75:71 versenkte.

Der Playoff-Fight ging weiter, „das war schon guter Basketball“, sagte Elzie. Die letzten drei Angriffe. Gießens Tim Uhlemann traf einen Dreier, auf der anderen Seite ging Hooper für die Eagles zum Korb, bekam aber wieder einmal die gute Verteidigung der Gäste am Brett zu spüren: Sein Wurf wurde von Lischka geblockt. Sekunden später stahl Stückemann dem Gegner den Ball, aber er konnte nicht gesichert werden. Noch knapp sechs Sekunden, Chance auf den Sieg für Gießen. Nicholas ging wieder Richtung Korb, die Eagles stoppten ihn. Pass nach außen, Wurf, daneben, erfolgreicher Kampf um den Rebound, Schluss – und Jubel. Dieses Glück hatten sich die Itzehoer 40 Minuten lang in einem faszinierenden Spiel verdient.

Eigentlich sind nur zwei Wünsche offen. Erstens: Der Einzug in die zweite Runde mit einem Sieg am kommenden Wochenende gegen die Koblenzer, die ebenfalls mit einem Punkt Differenz gegen Schwelm gewannen. Und zweitens: solche Spiele endlich wieder vor Zuschauern.

Eagles: Niclas Sperber (15, 3 Dreier, 7 Rebounds, 3 Ballgewinne), Johannes Konradt (14, 3 Dreier), Yasin Kolo (13, 8 Rebounds), Chris Hooper (12, 8 Rebounds, 6 Assists), Erik Nyberg (11, 1 Dreier), Flavio Stückemann (5, 1 Dreier, 6 Assists), Marko Boksic (5) Alieu Ceesay, Thorben Haake, Tobias Möller, Ole Friedrichs.

 


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