Heise verletzt, Spiel verloren

Ein Basketballspiel dauert mindestens 40 Minuten, doch zwischen der Eagles Basketball Academy und den Piraten Hamburg fiel die Entscheidung in der 18. Minute. Academy-Spieler Robert Heise versuchte, einen Dreier des Gegners zu verhindern. Dabei knickte er um – Bänderriss. Ohne ihn stand das Team in der zweiten Hälfte auf verlorenem Posten und unterlag in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL den Piraten mit 52:73 (20:15, 16:19, 8:17, 8:22).

Mit einer Zonenverteidigung starteten die Itzehoer in die Partie. Was schon oft zum Erfolg geführt hatte, funktionierte dieses Mal nicht: Weil auch die Offensive nicht in Schwung kam, gingen die Hamburger mit 15:5 in Führung. Academy-Coach Timo Völkerink stellte um auf Manndeckung, das zeigte Wirkung. Und wie: Bis zum Viertelende legte sein Team einen 15:0-Lauf hin. Der zweite Abschnitt wurde dann wieder zäher, während die Piraten mehrfach von außen trafen, punkteten die Gastgeber nur wenig. Dennoch waren sie beim 32:33 dran, als Heise umknickte. „Noch ein Grund, wofür es sich zu kämpfen lohnt“, sagte Völkerink in einer Auszeit. Zur Halbzeit führte die Academy 36:34.

Sehr punktearm verlief der Start in das dritte Viertel, in der 36. Minute lagen die Itzehoer immer noch mit 43:40 vorn. So lange habe die Mannschaft Heises Ausfall kompensieren können, sagte Völkerink. Doch ohne ihn sowie die von vornherein fehlenden Arved Böhm und Scotty Liedtke fehle viel Qualität in der Offensive, „das hat man dann auch gesehen“. Die Piraten bekamen Oberwasser, ließen nur noch selten gute Würfe der Gastgeber zu und starteten im Angriff einen Lauf. Die Gäste hätten die Academy-Schwachstellen konsequent attackiert und sein Team förmlich überrannt, stellte Völkerink fest. So sei es unter diesen Umständen eine verdiente Niederlage, aber: „Ich kann den Jungs nach diesem Spiel keinen Vorwurf machen. Wir waren lange dran, haben gekämpft und alles versucht.“ Natürlich sei die Enttäuschung groß – „wir wissen aber auch, dass es noch eine lange Saison wird“.

Academy: Tim Lang (17, 1 Dreier, 5 Assists, 4 Ballgewinne), Ole Friedrichs (13, 7 Rebounds), Robert Heise (10), Fabian Giebel (5), Bennet Glimm (4), Benjamin Herbst (2, 6 Assists, 4 Ballgewinne), Joshua Adomat (1), Dimitri Syskin, Ben Paulsen, Frederik Brinkmann, David Ahrens, Moritz Bahlmann.

 

 

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