Willkommen, Alieu Ceesay!

Über manche Verpflichtung denken Trainer länger nach. Über manche dagegen nicht. Solch ein „No-brainer“ war Alieu Ceesay für Patrick Elzie, Coach der Itzehoe Eagles. Deshalb verstärkt der 22-Jährige aus Bremen die Eagles in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Alieu Ceesays Vater stammt aus Gambia, der Name wird englisch ausgesprochen. Geboren und aufgewachsen ist Ceesay in Bremen, dort kam er mit zwölf Jahren zum Basketball. Als 15-Jähriger wechselte er in das Nachwuchsprogramm des Bundesligisten Oldenburg, spielte dort auch beim Zweitliga-Konkurrenten der Eagles. In der vergangenen Saison war Ceesay wieder in Bremen aktiv und traf in der 2. Regionalliga auf die Eagles-Zweite. Mit den Weser Baskets wurde er Meister und legte dabei sehr gute Statistiken auf: im Schnitt 14,5 Punkte, gut sechs Vorlagen, fast fünf Rebounds und drei Ballgewinne.

Doch diese Spielklasse reichte ihm nicht: „Ich wollte wieder höher spielen“, sagt der 22-jährige Flügelspieler. Zudem habe er mal etwas anderes als seine Heimatstadt sehen wollen. Die Eagles zeigten Interesse, Ceesay kam zum Probetraining. Dort habe er sich gleich wohl gefühlt und mit den anderen Spielern gut verstanden, sagt der Neuzugang. Er wisse, was in Itzehoe auf ihn zukomme: „Ich will jeden Tag im Training von den Besseren lernen.“

So stellt es sich auch sein neuer Coach vor. Mit 1,96 Metern habe der 22-Jährige eine gute Größe für einen Flügel, er sei sehr athletisch, auf mehreren Positionen einsetzbar und sehr hungrig, sagt Elzie. Ceesay sei als Basketballer „nicht fertig, aber mit so einem Spieler muss man arbeiten“. Denn: „Er will zeigen, was er kann – und ich bin überzeugt, dass er viel kann.“

Spielerisch werde er das tun, was von ihm gefordert werde, sagt der 22-Jährige. Als Stärke nennt er die Fähigkeit, Energie, Kampf und gute Stimmung beizusteuern – so wolle er versuchen, die Mitspieler mitzureißen. Auf gute Verteidigung legt er großen Wert, als Team wie auch persönlich: „Ich mag es, gegen den besten Spieler auf dem Feld zu spielen.“ So hole er sich das Selbstbewusstsein für die Offensive, sagt Ceesay. Am Einsatz wird es nicht scheitern: „Ich liebe es, wenn ich abends fertig bin, weil ich viel gelaufen bin.“

Mit den Eagles will der 22-Jährige an deren bisher bestem Saisonergebnis ansetzen und es weiter ausbauen. Ebenso klar ist sein persönliches Ziel: „Es ist eine Saison, in der ich mir beweisen möchte, dass ich auf ProB-Niveau sehr gute Leistungen bringen kann.“ Und das nicht unbedingt nur auf dem Feld: Ceesay sieht sich als möglicher „glue guy“ bei den Eagles – als Akteur also, der im Spiel und abseits davon mit kleinen, aber wichtigen Beiträgen etwas zum Erfolg des Teams beisteuert. Welche Rolle ihm auch gegeben werde, er werde sie annehmen und versuchen, sich seinen Platz zu erkämpfen, sagt der Neuzugang: „Ich bin gut genug, um mich in die Rotation zu spielen und ein wichtiger Teil des Teams zu werden.“ Und ein wichtiger Teil des Vereins noch dazu: Ceesay war bisher schon als Coach im Jugendbereich engagiert, das wolle er in Itzehoe gern weiterführen.

 

 

 

 

 

Konradt hat "richtig Bock"

Mehr als 30 Minuten pro Spiel auf dem Feld und in dieser Zeit 15 Punkte im Schnitt – das sind die Zahlen eines Leistungsträgers. Genau diese wichtige Rolle soll Johannes Konradt für die Itzehoe Eagles auch in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga spielen.

Seine starken Zahlen in der Vorsaison erzielte Konradt in nur zwölf Spielen für die Eagles, die zweite Hälfte der Spielzeit verpasste er nach seiner fünfmonatigen Sperre durch die Anti-Doping-Kommission des Deutschen Basketball-Bundes. Jetzt ist er wieder am Ball, und der 24-Jährige, der immer mit 100 Prozent zur Sache geht, sagt: „Ich war vor keiner Saison so motiviert wie vor dieser. Ich habe richtig Bock, so Einiges wieder gut zu machen, vor allem bei den Fans, aber auch beim Verein.“ Nicht eine Sekunde habe er darüber nachdenken müssen, ob er wieder für die Eagles auflaufe: „Der Zusammenhalt und die Unterstützung, die ich in der für mich wirklich nicht ganz einfachen Zeit erfahren habe, sind mit Geld nicht zu bezahlen.“ Er habe Freude daran, in diesem Umfeld richtig Gas zu geben und erfolgreich zu sein.

Freude auch bei seinem Coach Patrick Elzie – immerhin sei Konradt „einer der Top-Flügelspieler in der ProB“. Das Itzehoer Eigengewächs habe einen guten Sprung nach vorn gemacht und sei nicht nur mit seiner aggressiven Verteidigung gesetzt, sondern auch offensiv eine Waffe mit seinem Zug zum Korb und seinem Wurf.

Auf den ersten Sieg in einem Playoffspiel könne man stolz sein und darauf aufbauen, sagt Konradt. „Wir wollen dieses Jahr wieder einen Schritt nach vorn machen und besser sein als im vergangenen Jahr.“ Es werde Zeit, eine Playoffrunde zu gewinnen. Dabei freue er sich darüber, dass der Kern an deutschen Spielern bei den Eagles zusammenbleibe, sagt der 24-Jährige. Es habe eine sehr gute Stimmung im Team geherrscht, und Konradt sieht keinen Grund, warum sich das ändern sollte: „Wir haben super Charaktere im Team und verstehen uns sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon extrem gut. Das ist neben der Qualität, die wir mitbringen, ein weiterer wichtiger Baustein, der uns eine erfolgreiche Saison bescheren soll.“

Feimann weiter ein Eagle

Viele Minuten stand er bisher nicht auf dem Feld. Doch Joachim Feimann klagt nicht, trainiert hart und ist zur Stelle, wenn er gebraucht wird. „Ich bin froh, dass er da ist“, sagt Patrick Elzie, Coach der Itzehoe Eagles. Und dabei bleibt es: Der 25-Jährige geht in sein drittes Jahr mit den Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Warum? Weil er „Bock darauf hat“. Die Mannschaft habe sich von Jahr zu Jahr gesteigert und tolle Fans, die sie zu Hause wie auch auswärts unterstützten, sagt Feimann. „Auch das Umfeld gefällt mir sehr gut, ich fühle mich hier richtig wohl.“ Die Nähe zu Hamburg ist ein Grund dafür, dort hat der 2,04 Meter große Modellathlet einen Vollzeitjob mit viel Verantwortung. Dennoch zeige er im Training immer vollen Einsatz, lobt sein Trainer. „Hut ab vor ihm, dass er das alles macht.“

Feimann will mit den Eagles besser abschneiden als in der Vorsaison, möglichst unter die ersten Vier kommen, damit das Heimrecht für die Playoffs sichern – und dort dann „so weit kommen, wie es geht“. Persönlich wolle er sich weiterentwickeln, sein Spiel verbessern, mehr Einsätze erreichen und wieder ein guter Mitspieler sein, sagt der 25-Jährige.

Der Power Forward sei ein „super Mannschaftskamerad“, bescheinigt ihm Elzie. Wenn Feimann in der vergangenen Saison aufs Feld kam, dann lieferte er meist – die Gelegenheit bekam er auch in engen Situationen, insgesamt allerdings nicht oft. Seine Minuten auf dem Feld müsse er sich weiterhin erarbeiten, sagt der Trainer und hofft auch aus diesem Grund auf deutliche Siege. Dann fällt es leichter, die Spieler einzusetzen, die wie Feimann nicht zur festen Rotation gehören. „Verdient hat er es auf jeden Fall.“

 

Krögers siebtes Jahr

Itzehoe Eagles ohne Lars Kröger – das kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Muss man auch nicht: Der Center geht in sein siebtes Jahr beim Team aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Diese Vereinstreue sei schon fast vergleichbar mit Dirk Nowitzki, sagt Eagles-Coach Patrick Elzie nur halb im Scherz. „Lars gehört zum Team, er gehört zu den Itzehoe Eagles. Ein super Typ – ich freue mich, dass er wieder da ist.“ Der „richtig gute Zusammenhalt“ in der Mannschaft, die hinsichtlich der deutschen Spieler fast komplett zusammenbleibe, war einer der Gründe für die Entscheidung des 28-Jährigen. „Außerdem macht mir der Basketball in Itzehoe noch viel zu viel Spaß, um ans Aufhören zu denken.“

Sein Ziel für die neue Saison: den Erfolg der vorigen Spielzeit übertreffen und die eigene Rolle bestmöglich ausfüllen. Die da wäre: „Rebounds, Defense und Energie von der Bank.“ Diese Aufgaben erledige Kröger gut, sagt sein Trainer. Er habe sich verbessert und wolle das weiterhin tun – deshalb arbeite er trotz Vollzeitjob an sich. Kröger habe eine klare Rolle, in der er vor allem in der Defensive gefragt sei, sagt Elzie. „Alles, was in der Offensive hinzukommt, ist dann noch das Sahnehäubchen.“

Neuer Guard: Niko Tsokos

Per Mail meldete sich Niko Tsokos bei Patrick Elzie, Coach der Itzehoe Eagles: Ob die Möglichkeit für ein Probetraining bestehe, fragte der 20-jährige Hannoveraner. Er wurde eingeladen – nun gehört der 1,86 Meter große Aufbauspieler in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga zum Kader der Eagles.

Elzie kannte Tsokos nicht und fand auch bei seiner Recherche wenig heraus. Doch beim Tryout habe der Guard dann als Einziger unter den Kandidaten herausgestochen: „Man hat sofort gesehen, dass er ein guter Spieler ist.“ Jetzt müsse er zeigen, ob er auf diesem Niveau Bundesliga spielen könne – „ich glaube schon“. Ein gutes Auge, gute Ballbehandlung und ein guter Wurf zeichneten den Aufbauspieler aus, stellt der Coach fest. Im Training könne er damit auf der Aufbauposition Druck ausüben auf Erik Nyberg und Flavio Stückemann.

Genau das hat sich Tsokos vorgenommen: Er wolle im Training sein Können zeigen und sich so Spielzeit verdienen. In seiner Geburtsstadt Hannover kam der Deutsche mit griechischen Wurzeln im Alter von sechs Jahren zum Basketball, ging als Jugendlicher nach Neustadt und spielte dort Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, 2. Regionalliga und nach dem Aufstieg der Temps Shooters 1. Regionalliga. Auch in der vergangenen Saison war Tsokos in der 1. Regionalliga aktiv, nun wieder in seiner Heimatstadt für Langenhagen.

Der 20-Jährige strebt eine Profikarriere an: „Das Ziel ist, es in die erste Bundesliga zu schaffen.“ Auf diesem Weg sei die BARMER 2. Basketball Bundesliga eine gute nächste Stufe: Bei den Eagles finde er gute Trainingsmöglichkeiten vor, „hier kann ich mich sehr gut weiterentwickeln für den nächsten Schritt in meiner Karriere“, sagt Tsokos. Seine Stärken beschreibt er ebenso wie sein neuer Coach: Ballbehandlung, Zug zum Korb und damit seine Mitspieler in Position bringen, aber auch ein guter Wurf.

Spielzeit wird Tsokos bei den Eagles in jedem Fall bekommen, da er auch noch für die zweite Herren in der 2. Regionalliga auflaufen kann. In der ersten Mannschaft müsse sich der Neuzugang einerseits entwickeln und beweisen, andererseits aber auch bodenständig bleiben, sagt Elzie. Tsokos will alles geben, um individuell und mit dem Team so viel wie möglich zu erreichen. Die Playoffs müssten das Ziel sein, sagt der 20-Jährige. „Und dann sehen, wie weit man gehen kann.“

 

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