Wieder eine Heimpleite

 

Es bleibt dabei: Die Itzehoe Eagles und ihre Heimspiele, das ist in dieser Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga eine gestörte Beziehung. Am Pohl-Gruppe-Heimspieltag unterlagen die Eagles den WWU Baskets Münster mit 64:73 (15:20, 10:13, 29:23, 10:17).

Ein hoch intensives Spiel, das von den Defensiven dominiert wurde – mit dieser Analyse traf Gästecoach Philipp Kappenstein den Nagel auf den Kopf. Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts, den besseren Start erwischten über 9:3 und 11:5 die Eagles. Nach zwei Dreiern der Münsteraner wendete sich das Blatt, sie holten sich die Führung und sollten sie für den Rest der Partie auch nicht mehr abgeben. Die Itzehoer taten sich schwer, zu guten Würfen zu kommen und hatten vor allem im harten Kampf in der gegnerischen Zone kaum ein Erfolgserlebnis. Noch einmal Kappenstein: „Der Schlüssel war, dass wir unter dem Korb gegengehalten haben.“

Das entscheidende Problem der Eagles hatte Coach Patrick Elzie schnell gefunden: die Wurfquote. Nur 19 Körbe machten sie aus dem Spiel heraus, magere 29 Prozent betrug die Trefferquote – Münster kam auf 43 Prozent. Auch 65 Prozent von der Freiwurflinie (17 Treffer bei 26 Versuchen) bei den Eagles waren zu wenig. „Insgesamt war die Leistung in der Offensive nicht gut genug, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Elzie.

Ihrer engagierten Defensive hatten es die Gastgeber zu verdanken, dass sich der Rückstand zunächst in Grenzen hielt. Im zweiten Viertel gelang ihnen nur sehr wenig, doch beim 25:33 zur Halbzeit war der Schaden noch überschaubar. Das dritte Viertel begann, wie es nicht beginnen durfte, sofort bauten die Gäste ihren Vorsprung in den zweistelligen Bereich aus. Die Eagles brauchten irgendeine Initialzündung – und diese kam von Flavio Stückemann. Mit zwei Dreiern zum 35:40 brachte er die Zuschauer in der vollen Halle zurück ins Spiel, etwas glücklich trafen danach erst Stückemann, dann Kevin Mickle weitere Dreier. 43:46, doch die Gastgeber schafften die Wende nicht. Während sie in der Offensive patzten, schlug Münster zu. Und zwar immer wieder durch andere Spieler: Beide Coaches hoben die Ausgeglichenheit der Baskets hervor, die Elzie „ziemlich beeindruckend“ fand. Das fehlte den Eagles, die Last lag wieder einmal auf zu wenigen Schultern.

Stückemann war es zu verdanken, dass die Hoffnung am Leben blieb. Im dritten Viertel traf er noch seine Dreier vier bis sechs, sodass es nur mit einem 54:56 in den letzten Abschnitt ging. Doch wieder war Ebbe in der Eagles-Offensive, in sechs Minuten gelangen nur drei Punkte durch Freiwürfe von Tim Lang. Münster traf die entscheidenden Dreier, ein weiteres Comeback war nicht mehr drin für die Itzehoer.

Der Heimfluch müsse irgendwann ein Ende finden, sagte Elzie. Jetzt gilt es zunächst, auswärts zu punkten: Die Partie in Wolfenbüttel am kommenden Wochenende ist durch die Niederlage noch wichtiger geworden.

Eagles: Flavio Stückemann (19, 6 Dreier), Milen Zahariev (15, 1 Dreier, 7 Rebounds), Kevin Mickle (14, 1 Dreier, 12 Rebounds), Erik Nyberg (7), Tim Lang (3), Thorben Haake (3, 1 Dreier), Stefan Schmidt (2, 7 Rebounds), Justinas Zirlys (1), Fabio Galiano, Lars Kröger, Joachim Feimann, Lucas Wilke.

 

 

 

"Wir sind bereit"

Sonntag statt Sonnabend. Zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem vierten Advent sind die Itzehoe Eagles in eigener Halle zu ungewohnter Zeit gefordert. Sonntag um 17 Uhr empfangen sie am Pohl-Gruppe-Heimspieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga die WWU Baskets Münster.

Der Aufsteiger sei eine Topmannschaft, die in allen Bereichen ausgeglichen und sehr gut besetzt sei, sagt Eagles-Coach Patrick Elzie. Münster stehe zu Recht oben, derzeit ist das Flaggschiff des Universitäts-Basketball-Clubs Dritter. In der Studentenstadt boomt der Basketball: Mehr als 2700 Zuschauer verfolgten am vergangenen Wochenende den Sieg in letzter Sekunde gegen die Iserlohn Kangaroos. „Die wissen, wie man knappe Spiele gewinnt“, sagt Elzie. Allerdings gelang das dem Gegner nicht immer: Im Hinspiel in Münster siegten die Eagles durch einen Korb von Kapitän Stefan Schmidt Sekunden vor Schluss mit 77:76. Dennoch: Mit acht Siegen aus den vergangenen zehn Partien seien die Baskets das heißeste Team der Liga.

Gegen die Eagles kassierten die Münsteraner ihre einzige Heimniederlage, die Auswärtsbilanz ist mit zwei Siegen und fünf Niederlagen bisher weniger berauschend. In dieser Hinsicht stehen die Eagles besser da, dafür machen die Heimspiele Sorgen: Eine Negativbilanz hat außer ihnen nur das Schlusslicht Essen. Das müsse sich ändern, so der Coach. Mit einem Sieg wollen die Itzehoer am Sonntag die Statistik ausgleichen und nach dem wichtigen 78:72 zum Jahresauftakt bei den BSW Sixers den nächsten Schritt Richtung Playoffs machen. „Ich hoffe, dass wir uns jetzt zu Hause so gut präsentieren können wie auswärts“, sagt Elzie.

Seine Zuversicht ist groß: Auch in den vorigen Heimspielen habe das Team meist gut gespielt, aber in entscheidenden Phasen Fehler gemacht. Was er im Training sah, gefiel dem Trainer: „Wir sind bereit.“ Das gilt endlich auch wieder für den Litauer Justinas Zirlys, der nach langer Pause wegen Knieproblemen auflaufen soll. Er bringe nicht nur Energie und große Athletik unter dem Korb mit, sondern sei nach den frustrierenden Wochen an der Seite besonders heiß auf das Spiel, sagt Elzie: „Justinas wird Gas geben.“

Im Rahmenprogramm geht es in der Halbzeitpause hoch hinaus: Zu Gast sind die Trampolinturner aus dem Sport-Club Itzehoe. Erneut wird die Partie im Livestream auf www.sportdeutschland.tv übertragen. Die Tageskasse öffnet um 15.30 Uhr.

 

 

"Heimbilanz verbessern"

Thorben Haake begann im Alter von sieben Jahren mit dem Basketball und hielt sich in der Off-Season mit Beachvolleyball sowie Tennis fit. Diese beiden Sportarten faszinieren ihn, da man mental und taktisch sehr stark sein muss und sich nicht zurücknehmen kann. Als 18-Jähriger kam Haake nach Itzehoe, war eine tragende Säule des Teams in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga und fester Bestandteil der 1. Herren, damals noch in der 1. Regionalliga. Nach drei Jahren in Itzehoe ging Haake zum Studium an die Sporthochschule Köln (Sportmanagement und Kommunikation). Sportliche Stationen waren Schwelm, Sechtem Toros, ASC Düsseldorf und BBC Rendsburg Twisters. Gern trinkt Haake Kaffee an der Kieler Förde. Vor den Spielen hat er keine besonderen Rituale, entspannt aber nach Siegen gerne bei einem Kaltgetränk auf der Tribüne und im Anschluss mit seiner Freundin als auch seinen Freunden. Der 27-Jährige sieht sich als erfahrener Energizer im Team, der auch bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Mit ihm sprach Marie Bansemer.

 

Thorben, wie wichtig war der 78:72 Erfolg bei den heimstarken Sixers aus Sandersdorf?

Sehr wichtig, wenn man sich anschaut, wie ausgeglichen die Liga ist. Für das Team und die Moral war es zudem sehr gut, nach der unnötigen Heimniederlage gegen Bochum mit einem Erfolg ins neue Jahr zu starten.

 

Auch wenn die Sixers am Ende nochmal auf zwei Punkte rankamen, war es doch ein souveränes Spiel von eurer Seite, oder?

Wir haben jetzt seit einigen Spielen eine grundsolide Defense, die es uns erlaubt, in den Spielen auch kleine Schwächephasen unbeschadet zu überstehen. Diesmal war der Vorsprung so groß, dass man letztendlich von einem souveränen Erfolg sprechen kann. Es war auch enorm wichtig, dass wir trotz der hitzigen Atmosphäre zum Ende des Spiels die Oberhand behalten haben.

 

Was war neben der starken Defense der Schlüssel zum Erfolg?

Die Defense war auf jeden Fall schon einmal der Grundstein für den Erfolg. Wir haben viele Kleinigkeiten umgesetzt, wie zum Beispiel das Timing in den Abläufen unserer Systeme und die Geduld beim Korbabschluss. Außerdem war in diesem Spiel Erik ein Schlüssel zum Erfolg, der durch seine Topleistung und seine 16 Punkte ein wichtiger Baustein des Erfolgs war.

 

Ihr seid neben Schwelm das beste Auswärtsteam der Liga. Warum tut ihr euch auswärts leichter als daheim?

Ich würde nicht sagen, dass wir uns auswärts leichter tun, sondern für mich kommt es eher durch die Ausgeglichenheit der Liga zustande, und vielleicht machen wir uns selbst mehr Druck vor Heimspielen, bei denen wir uns besonders gut präsentieren wollen. Die Geschlossenheit der Mannschaft wächst natürlich auch, wenn man zu Auswärtsspielen am Tag vorher anreist. Man ist dann 48 Stunden zusammen, hat noch eine gemeinsame Wurfeinheit und verbringt viel Zeit abseits des Spielfelds. Dann will man sich umso mehr für den Aufwand belohnen. Aber jetzt wollen wir unbedingt unsere Heimbilanz verbessern.

 

Auch an diesem Spieltag gab es wieder zwei ganz enge Spiele. Wie wichtig wird der direkte Vergleich sein?

Das wird man am Ende der Saison sehen. Wir sind sehr gespannt, wie sich die Tabelle noch verändern wird, ob es so eng beieinander bleibt und wie und gegen wen man nachher im direkten Vergleich steht. Für uns ist es natürlich gut und wichtig, dass wir bis jetzt alle direkten Vergleiche für uns entscheiden konnten, und daran wollen wir weiter anknüpfen.

 

Wie kam der Kontakt nach Itzehoe zustande?

Der Kontakt zu Stefan Flocken, Johannes Konradt und anderen Leuten im Verein ist nie abgerissen, denn ich hatte ja schon vor einigen Jahren für Itzehoe gespielt. Dann war ich vor zwei Jahren hier beim Spiel um die Play-Offs gegen Wedel, sprach natürlich auch mit Stefan über meine Situation, und wir blieben in Kontakt. Zu Saisonbeginn hatte ich dann mein Studium beendet sowie meine Verletzung auskuriert und fragte nach, wie die Kaderplanung für die Saison aussehe. Daraufhin wurde ich zum Training eingeladen und konnte Coach Pat überzeugen. Danach wurde mir ein Angebot gemacht, und ich bin dann gerne von Kiel nach Itzehoe gezogen.

 

Du läufst nach sechs Jahren ein zweites Mal für die Eagles auf. Was hat sich seit deinem ersten Engagement hier verändert?

Es ist einfach alles professioneller geworden und ein stetiger Prozess der Weiterentwicklung zu beobachten. Nur ein Beispiel ist das morgendliche Einwerfen vor den Heimspielen. Bereits zu der frühen Uhrzeit ist die Halle voll mit ehrenamtlichen Helfern, die alles für den Spieltag vorbereiten. Außerdem konnte sich erneut ein Team für die NBBL qualifizieren. Das erste Mal war noch zu meiner Zeit, als die Eagles eine Sparte im SC Itzehoe waren. Das zeigt, dass unwahrscheinlich viel in den Nachwuchs investiert und gute Arbeit geleistet wird. Dazu gehört auch, dass es zwei hauptamtliche Jugendtrainer gibt. Die Eagles sind mittlerweile nicht nur für die Stadt, sondern für die ganze Region zum Aushängeschild geworden, und daran haben viele ihren Anteil. Ich sehe viele neue Gesichter, aber auch viele, die ich von früher kenne, die den Basketball und den Verein seit vielen Jahren treu unterstützen. Diese Unterstützung verdient großen Respekt.

 

Am Wochenende kommt mit Münster ein Team zum Lehmwohld, das nach der knappen Hinspiel-Niederlage noch eine Rechnung begleichen wollen wird. Worauf werdet ihr euch einstellen?

Münster ist ein sehr homogenes Team mit vielen guten, erfahrenen deutschen Spielern, die auch schon höherklassig gespielt haben und seit längerer Zeit zusammen sind. Zudem haben sie einen energiegeladenen, amerikanischen Point Guard, der das ganze Team mitreißen kann. In Münster herrscht Basketballeuphorie, sie tragen ihre Spiele vor 1600 Zuschauern aus. Die Stimmung dort ist fantastisch, das konnte ich schon in der Regionalliga miterleben. Wir können uns auf ein spannendes Spiel gefasst machen, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns.

 

Noch ein Wort an die Fans!

Kommt bitte trotz Livestream weiterhin in die Halle und unterstützt uns vor Ort. Denn die tolle Stimmung kann man nur direkt in der Halle am Lehmwohld erleben. Ihr macht einen tollen Job, und wir werden Euch mit Siegen belohnen und eine gute Saison spielen.

 

Vielen Dank, Thorben, und viel Erfolg am Samstag!

Let's fly, Eagles!!

 

 

78:72 bei den Sixers!

Auswärtssieg! Das war der Start in das Jahr 2019, den die Itzehoe Eagles brauchten. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga siegten sie bei den BSW Sixers mit 78:72 (20:12, 16:14, 20:15, 22:31).

Bereits am Tag vor dem Spiel waren die Itzehoer nach Sachsen-Anhalt gereist, und das zahlte sich aus: Von Beginn an waren die Gäste hellwach und machten dem fünftplatzierten Aufsteiger mit starker Defensive das Leben schwer. Nur einmal beim 3:2 führten die Sixers, dann übernahmen die Eagles das Kommando. Kevin Mickle führte sie mit neun Punkten durch das erste Viertel, doch schon früh in der Partie war die Last auf mehrere Schultern verteilt. „Wir wollten als Kollektiv gut stehen“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie und freute sich darüber, dass der Plan aufging: „Jeder, der kam, hat sich gut eingebracht.“ Das galt besonders für Erik Nyberg, dem der Trainer ein „super Spiel“ bescheinigte. Mit zwei Dreiern und zehn Punkten war der Aufbauspieler in der ersten Hälfte der Topscorer seines Teams. Kontinuierlich bauten die Eagles ihren Vorsprung aus bis zum 36:21 kurz vor der Halbzeit. Die letzten fünf Punkte machten allerdings die Gastgeber, so stand zur Pause eine Zehn-Punkte-Führung für die Itzehoer.

Eine sehr starke Teamleistung besonders in der Verteidigung hatte Elzie gesehen und hob dabei einen hervor: Milen Zahariev habe sehr gut agiert gegen den Litauer Eimantas Stankevicius, einen der entscheidenden Spieler beim 75:74-Hinspielsieg der Sixers in Itzehoe. Nach dem Wechsel machten die Eagles nahtlos weiter: Sie hielten den zweistelligen Vorsprung, der sogar beim 53:36 (28. Minute) bis auf 17 Punkte anwuchs. Nach dem dritten Viertel stand es 56:41.

Vier schnelle Punkte der Gastgeber zu Beginn des letzten Abschnitts veranlassten Elzie zu einer Auszeit, Thorben Haake per Dreier beruhigte danach die Nerven. Aber nur kurz: Plötzlich hätten die Sixers trotz weiter guter Verteidigung schwierige Dreier getroffen und auch, angefeuert vom leidenschaftlichen bis aggressiven Publikum, die Intensität in der Defensive hochgeschraubt, so der Eagles-Coach. Sein Team habe keine großen Fehler gemacht, doch schnell schmolz der Vorsprung erst auf vier, dann auf zwei Punkte. „Hoffentlich nicht schon wieder“, dieser Gedanke sei ihm durch den Kopf gegangen, gab Elzie zu. Doch dieses Mal gab seine Mannschaft den Sieg nicht aus der Hand: „Die Jungs haben Charakter gezeigt und sind cool geblieben“, lobte der Coach. Flavio Stückemann, Thorben Haake und Erik Nyberg bewahrten an der Freiwurflinie die Nerven, hinzu kamen wichtige Ballgewinne durch Stefan Schmidt und Stückemann. So stand am Ende ein „sehr wichtiger Sieg für uns“. Das Sahnehäubchen dabei: Auch der direkte Vergleich ging an die Eagles, das kann angesichts der Enge in der Liga noch bedeutsam werden.

Mit diesem Sieg gehören die Itzehoer zu den besten Auswärtsteams der Liga. Für das Ziel Playoffs müssen aber auch Erfolge in eigener Halle her: Kommenden Sonntag um 17 Uhr geht es im Sportzentrum am Lehmwohld gegen die WWU Baskets Münster. Tickets gibt es im Büro Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen) in der Alten Landstraße 36, bei Vision in der oberen Feldschmiede, in der Central-Apotheke im Oelmühlengang und auf www.ticketflair.de.

Eagles: Kevin Mickle (19, 6 Rebounds), Erik Nyberg (16, 2 Dreier, 5 Assists), Stefan Schmidt (15, 10 Rebounds, 5 Ballgewinne), Flavio Stückemann (12, 1 Dreier, 6 Rebounds, 5 Assists, 3 Ballgewinne), Milen Zahariev (8), Thorben Haake (6, 1 Dreier), Lars Kröger (2), Fabio Galiano, Lucas Wilke, Joachim Feimann, Tim Lang.

 

 

Auf nach Sachsen-Anhalt

Acht Spiele noch – dann wollen die Itzehoe Eagles in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga stehen. Der erste Schritt dahin ist ein schwerer: Sonnabend um 18 Uhr treten die Eagles beim starken Aufsteiger BSW Sixers an.

Aktuell sind die Itzehoer Neunter, einen Platz hinter den Playoff-Rängen. Der erste Gegner des Jahres 2019 steht auf Platz fünf, hat aber auch nur zwei Siege mehr. Deshalb sagt Eagles-Coach Patrick Elzie das, was schon für die gesamte Saison gilt: „Es ist immer noch alles eng beieinander.“ Allerdings braucht sein Team Siege, um gut im Rennen um die begehrten Plätze zu bleiben. Die schmerzhafte 76:79-Heimniederlage gegen Bochum einen Tag vor Heiligabend ist analysiert. Die Mannschaft habe nicht so schlecht gespielt, so Elzie. Aber in einer vorentscheidenden Phase im dritten Viertel habe nur einer von elf Wurfversuchen gesessen, „das hat uns das Genick gebrochen“. Deutlich sei auch geworden, dass in diesem Spiel die Last auf zu wenigen Schultern gelegen habe: „Wir müssen als Kollektiv mehr bringen“, sagt der Coach.

Die Festtagspause war nur kurz, gleich nach Weihnachten ging es wieder in die Halle, auch an Neujahr mussten die Eagles schwitzen. Das Team habe gut trainiert, so Elzie. „Ich hoffe, dass sie das dann am Sonnabend auch umsetzen können.“ Erst vor einem Monat waren die Sixers in der Lehmwohldhalle zu Gast, eine umkämpfte Partie endete bitter für die Gastgeber, die drei Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb zum 74:75 kassierten. In eigener Halle waren die Sixers ungeschlagen bis zur Partie gegen Oldenburg, die eine Woche vor Weihnachten verloren ging – allerdings ersatzgeschwächt. „Zu Hause sind die eine Macht“, sagt Elzie. Für eine optimale Vorbereitung reisen die Eagles bereits am Freitag nach Sachsen-Anhalt, auf der Rücktour wollen sie die Punkte im Gepäck haben. „Es wird ein sehr schwieriges Unterfangen für uns“, sagt der Coach. „Aber auch ein machbares.“

 

 

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