Comeback in Bernau

Drei Heimspiele, drei Siege – das ist die bisherige Bilanz des SSV Lok Bernau in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Für den ersten Fleck auf der weißen Weste in eigener Halle wollen die Itzehoe Eagles sorgen: Sonntag um 17 Uhr sind sie am Berliner Rand zu Gast.

Bernau ist enorm heimstark“, sagt Eagles-Coach Patrick Elzie. „Aber wir haben dort schon gewonnen und wollen das wieder schaffen.“ In der Tabelle sind beide Teams Nachbarn, die Eagles als Sechster, Bernau einen Rang dahinter. Sie gehören zu insgesamt fünf punktgleichen Teams, die am Spitzenduo BSW Sixers und Schwelm dran bleiben wollen. Mit dem Sieg gegen Oldenburg am vergangenen Wochenende haben sich die Eagles nach unten etwas Luft verschafft und vier Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Playoffplatz. „Das kann sich aber ganz schnell wieder ändern“, sagt Elzie. „Wir müssen weiter voll fokussiert in die Partien gehen.“

Das gilt in Bernau erst recht, nachdem das Team sich noch prominent verstärkt hat: Aus der Oldenburger Erstliga-Mannschaft kam Till Isemann zu den Brandenburgern. „Auf ihn müssen wir unter dem Korb auf jeden Fall aufpassen“, sagt Elzie. Doch die Gastgeber seien eine starke Mannschaft mit vielen Optionen: „Wir brauchen wieder eine gute Verteidigung und einen geschlossenen Auftritt als Team, um dort zu bestehen.“ Sehr froh ist der Coach, dass der am vergangenen Wochenende umgeknickte Flavio Stückemann sich nicht schwer verletzt hat und nach kurzer Pause wieder einsatzbereit ist. Und noch eine gute Nachricht: Aufbauspieler Erik Nyberg steht nach Bänderverletzung am Knöchel vor dem Comeback.

Dreiershow zum Heimsieg

Es war eigentlich ein richtig schöner Basketball-Abend für die Itzehoe Eagles. Ihren Gegner, die Baskets Juniors Oldenburg, hatten sie gut im Griff und holten sich vor sehr gut gefüllten Rängen einen sicheren Heimsieg: 87:72 (19:15, 31:18, 19:19, 18:20). Doch diese Szene zweieinhalb Minuten vor Schluss trübte die Party: Bei einer Aktion unter dem eigenen Korb knickte Eagles-Kapitän Flavio Stückemann um und musste direkt ins Krankenhaus. Von dort sorgte er bald darauf allerdings für kollektives Aufatmen im Eagles-Lager: keine schlimme Verletzung, voraussichtlich nur wenige Tage Pause.

Im ersten Angriff für die Eagles traf direkt Chris Hooper trotz Foulspiels und versenkte auch den Freiwurf. Viel mehr Körbe sahen die Zuschauer in der Anfangsphase nicht, nach vier Minuten stand es gerade mal 4:4. Die Itzehoer verteidigten auch in diesem Spiel stark, nur gelegentlich musste sich ihr Coach Patrick Elzie ärgern, weil die Oldenburger doch zum Korb durchkamen. Von außen trafen sie während der gesamten Partie schlecht und schwächelten auch von der Freiwurflinie. Die Offensive der Eagles kam ebenfalls nur langsam in Schwung, von acht Dreierversuchen saß nur einer. Hooper trug sie mit neun Punkten und sechs Rebounds durch das erste Viertel.

Im zweiten Abschnitt entschieden die Eagles die Partie. Ballgewinne führten zu einfachen Punkten, zudem saßen jetzt vier von sieben Dreiern. Chaed Wellian erzielte mit dem 30:19 die erste zweistellige Führung, Flavio Stückemann sorgte mit zwei Freiwürfen zwei Minuten vor der Halbzeit für das 46:25. Als Elzie einige Spieler von der Bank brachte, geriet das Eagles-Spiel in leichte Unordnung. Dennoch war die Pausenführung deutlich mit 50:33.

Es war wichtig, dass wir diesen großen Vorsprung zur Halbzeit hatten“, sagte Elzie. Dass Oldenburg eine starke Mannschaft sei, habe das Team bewiesen in einem ausgeglichenen dritten und knapp gewonnenen vierten Viertel. Aber die Niedersachsen spielten längst nicht stark genug, um die Eagles noch in Gefahr zu bringen. Dafür sorgte auch die Treffsicherheit der Gastgeber: Neun Dreier versenkten Johannes Konradt, Marko Boksic, Thorben Haake und Flavio Stückemann in der zweiten Hälfte, immer wieder auch zum richtigen Zeitpunkt, um Oldenburger Hoffnungen auf eine Aufholjagd schon im Keim zu ersticken.

Die Jungs waren heute sehr fokussiert“, stellte Elzie auch mit Blick auf die klar gewonnene Rebound-Statistik (43:27) fest. 23 Vorlagen waren ein Beleg für das teilweise schöne Zusammenspiel seines Teams. Gästetrainer Artur Gacaev brachte es auf den Punkt: „Itzehoe war die bessere Mannschaft.“ Diese hat nun wie gewünscht die Heimbilanz ausgeglichen und die Gesamtbilanz erstmals positiv gestaltet. Kommenden Sonntag geht es für die Eagles zum Tabellennachbarn Bernau.

Eagles: Chris Hooper (18, 13 Rebounds), Marko Boksic (16 (4 Dreier), Johannes Konradt (15, 4 Dreier), Thorben Haake (11, 3 Dreier), Flavio Stückemann (10, 2 Dreier, 8 Assists), Chaed Wellian (9, 1 Dreier), Lars Kröger (5), Stefan Schmidt (3), Alieu Ceesay, Joachim Feimann, Niko Tsokos, Ole Friedrichs.

Zu Hause gegen Oldenburg

Es wäre schön, wenn wir zu Hause gewinnen könnten.“ Bei diesem Satz kann Patrick Elzie sogar ein wenig lachen – dem wichtigen Auswärtssieg in Iserlohn am vergangenen Wochenende sei Dank. Doch der Coach der Itzehoe Eagles weiß nach zwei Niederlagen bei drei Partien in eigener Halle natürlich auch: „Bisher ist unsere Heimbilanz nicht berauschend. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir unsere Heimspiele gewinnen.“ Deshalb zählt nur ein Sieg gegen die Baskets Juniors Oldenburg: Sonnabend um 19.30 Uhr beginnt die Partie im Sportzentrum am Lehmwohld.

Die Eagles sind Siebter, ihre Gegner mit einem Sieg weniger Zehnter. Die Aufgabe gegen Oldenburg sei immer schwierig, sagt Elzie. Gegenüber der vergangenen Saison hat das Team einige zentrale Akteure verloren, doch wie es beim Unterbau eines Topteams der ersten Liga zu erwarten sei, seien junge Spieler aus Deutschland und Europa hinzugekommen. Der Schlüsselspieler der Gäste, Robert Drijencic, spiele bisher eine sehr starke Saison, doch insgesamt hätten sie sechs Akteure, die bisher im Schnitt zweistellig punkten: „Das spricht für die Qualität, die sie haben“, sagt Elzie. „Wir müssen auch auf viele andere aufpassen.“

Das mahnende Beispiel ist das vorangegangene Heimspiel gegen Wedel. In puncto Schnelligkeit und Spritzigkeit konnten die Eagles an diesem Tag nicht mithalten, mit Oldenburg komme nun wieder eine junge Mannschaft mit viel Energie. „Wir dürfen nicht das wiederholen, was wir gegen Wedel gemacht haben“, sagt der Coach.

Ob der am Knöchel verletzte Erik Nyberg sein Comeback geben kann, steht noch nicht fest. Ins Training ist er wieder eingestiegen, aber noch mit 100 Prozent, so Elzie. Bei den anderen Spielern gebe es hier und da Blessuren, doch auflaufen könnten sie alle, auch der angeschlagene Flavio Stückemann. Der Trainer hofft auf ein anderes Auftreten der Mannschaft in eigener Halle: „Ich erwarte, dass wir die Hemmungen zu Hause ablegen. Wir müssten doch eigentlich beflügelt sein von unseren tollen Zuschauern.“

Für den Vorverkauf gibt es eine neue Anlaufstelle: Nach der Schließung der Central-Apotheke sind Tickets jetzt erhältlich in der Altstädter Apotheke in der Breiten Straße sowie weiterhin bei Jens Köhler (Itzehoer Versicherungen), Alte Landstraße 36 (nur Freitag), im Reformhaus Schulze in der oberen Feldschmiede und bei Lemsky in Hohenlockstedt.

 

Neue Stelle für Vorverkauf

Es ist einfach praktisch: Wer sich sein Ticket im Vorverkauf holt, hat seinen Platz bei den Heimspielen der Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sicher. Und an der Kasse geht es auch rasant und problemlos. Zwar hat gerade mit der Central-Apotheke ein Anlaufpunkt in der Itzehoer Innenstadt geschlossen, doch nun gibt es eine neue Anlaufstelle: Die Altstädter Apotheke in der Breiten Straße 19 bietet diesen Service ab sofort an. Zur Einführung gibt es ein Gewinnspiel: Unter allen, die in der Apotheke ihre Karte für das Spiel gegen Oldenburg am Sonnabend kaufen, wird einer der neuen Eagles-Beutel (Foto) mit gesunder Füllung verlost.

Die Wende geschafft!

Mit 15 Punkten lagen sie zurück – doch nach 40 Minuten triumphierten die Itzehoe Eagles. Durch ein überragendes letztes Viertel sicherten sie sich in der BARMER 2. Basketball Bundesliga bei den Iserlohn Kangaroos den zweiten Auswärtssieg: 73:67 (15:18, 13:16, 15:21, 30:12).

Es war lange eine zähe Partie, in der die heimstarken Kangaroos leichte Vorteile hatten. So ging es auch gleich los: Früh stand es 9:3, beim 11:11 glichen die Eagles aus, die weiter ohne den verletzten Erik Nyberg antreten mussten. Nach Fehlern gerieten sie aber sofort wieder in Rückstand. Daran änderte sich auch im zweiten Viertel nichts, beim 27:26 für Iserlohn hatten die Gäste die Chance zur ersten Führung, doch erneut gehörten die nächsten Punkte dem Gegner. Mit 34:28 für die Kangaroos bei nahezu ausgeglichenen Statistiken ging es in die Halbzeitpause.

Erste Aufgabe nach dem Wechsel: nicht weiter zurückfallen. Das gelang, durch Chris Hooper und Stefan Schmidt schafften die Eagles den 36:36-Ausgleich. Und wieder: Statt in Führung zu gehen, produzierten die Gäste Ballverluste, niemand traf gegen die harte Iserlohner Verteidigung mehr den Korb. Über den ersten zweistelligen Vorsprung beim 47:37 zogen die Kangaroos bis auf 55:40 davon. Doch die letzte Aktion des Viertels gehörte den Eagles: Lars Kröger punktete trotz Fouls und traf auch den Freiwurf.

Eine Initialzündung“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie. Und der Auftakt für eine ganze Reihe wichtiger Beiträge verschiedener Spieler: Mit zwei Dreiern holte Chaed Wellian sein Team endgültig in die Partie zurück, dann kamen die Minuten von Alieu Ceesay. „Er hat ein sehr gutes letztes Viertel gespielt“, lobte Elzie den Flügelspieler, der nicht nur Ballgewinne verzeichnete und den Ausgleich zum 59:59 erzielte, sondern auch mit einem Drei-Punkte-Spiel – Korberfolg trotz Foulspiels plus erfolgreicher Freiwurf – die Eagles erstmals in Führung brachte.

Anderthalb Minuten vor dem Ende verkürzten die Gastgeber auf 64:63, doch Flavio Stückemann verwandelte erst nervenstark zwei Freiwürfe und traf nach erneutem Korberfolg der Kangaroos 43 Sekunden vor Schluss den Dreier zum 69:65. Wieder punktete Iserlohn, jetzt war es Chris Hooper, der für die Vorentscheidung sorgte, bevor Stefan Schmidt von der Linie den Sieg klar machte.

Es war wirklich eine Teamleistung“, freute sich Elzie. Mit „richtig gutem Kampf“ habe die Mannschaft im letzten Viertel die Partie gedreht. Was ihm besonders gefiel: eine völlig andere Körpersprache als bei der Niederlage gegen Wedel. „Wenn wir zusammenhalten, sind wir nur schwer zu schlagen.“ Nun gilt es, im Heimspiel gegen Oldenburg am kommenden Sonnabend erstmals in der Saison ein positives Punktekonto herzustellen. Ticketinfos unter www.eagles-basketball.de.

Eagles: Stefan Schmidt (16), Chris Hooper (15, 10 Rebounds), Flavio Stückemann (10, 2 Dreier, 10 Assists), Chaed Wellian (10, 2 Dreier), Marko Boksic (8, 2 Dreier), Lars Kröger (7), Alieu Ceesay (5), Johannes Konradt (2), Thorben Haake, Niko Tsokos, Joachim Feimann.

 

 

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