Das virtuelle Finale

Das Finale steht bevor! Als Nordmeister der BARMER 2. Basketball Bundesliga wären die Itzehoe Eagles ein heißer Kandidat für die Endspielteilnahme gewesen – es sollte nicht sein, die Saison wurde abgebrochen. Aber beendet ist sie für die Eagles noch nicht: Sie haben eine Crowdfunding-Aktion rund um die potenziellen Finaltermine gestartet.

Denn der ProB-Meister wäre am 1. und 3. Mai ermittelt worden. „Für uns ist es das virtuelle Finale“, sagt Kim Lebowski. Die Nachwuchstrainerin und Social-Media-Beauftragte der Eagles initiierte das Crowdfunding und stieß auf große Zustimmung im Eagles-Vorstand. „Die fehlenden Einnahmen durch Playoff-Spiele – und wir gehen davon aus, dass es mehrere Runden geworden wären – tun uns weh“, sagt Vereinsvorsitzender Volker Hambrock.

Das Crowdfunding solle nicht etwa ein Baustein für einen möglichen ProA-Aufstieg sein, sondern dabei helfen, die entstandene Lücke zu füllen. Der Verein habe viel vor gerade im Nachwuchsbereich, so Hambrock. „Wir wollen nach der Krise gestärkt durchstarten, und dafür brauchen wir Unterstützung.“

Das Crowdfunding läuft auf der von Toyota unterstützten Plattform Fairplaid.org zwei Wochen lang. Eine Zielsumme muss festgelegt werden – wird sie erreicht oder überschritten, war die Aktion erfolgreich, ansonsten geht das Geld zurück an die Teilnehmer. Das Ziel der Eagles ist es, 15.000 Euro zu erreichen. „Das ist zweifellos ambitioniert, aber machbar“, sagt Hambrock. Denn für Fans und auch Unternehmen gebe es viele tolle Angebote.

Die erste Idee war dabei das Ticket für das virtuelle Finale, das für Einzelkäufer oder Familien personalisiert und hochwertig gedruckt wird. Doch die Liste wurde immer länger: Essen mit Coach oder Spieler, Online-Spiele gegen Eagles-Akteure, Bowling oder auch Barbecue mit dem Team, Eagles-Masken für Mund und Nase, persönliche Trainingseinheiten mit und ohne Ball, persönliche Grußbotschaften, ein eigenes Foto mit der Mannschaft oder auch ein Platz auf der Mannschaftsbank bei einem Vorbereitungsspiel. Speziell für Firmen gibt es die Möglichkeit, ein Training für Mitarbeiter mit Eagles-Chefcoach Patrick Elzie zu buchen – oder auch ein Image-Video mit den Eagles, professionell erstellt von der Unem-Filmproduktion aus Itzehoe.

Vieles davon könne natürlich erst nach der Krise umgesetzt werden, sagt Hambrock. „Aber irgendwann wird sie zu Ende sein – und wir freuen uns darauf, die erworbenen Gutscheine dann auch einzulösen.“

Zum Crowdfunding geht es hier.

PS: Wenn ihr 10 Euro spendet, legt Toyota als Partner der Crowdfunding-Plattform fairplaid noch einmal 10 Euro drauf!

Lizenz für ProA beantragt

Der 15. April ist erreicht – und damit die Frist für den Lizenzantrag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Der Vorstand der Itzehoe Eagles hat sich entschieden, zweigleisig zu fahren: Der Antrag wird sowohl für die ProA als auch für die ProB gestellt.

Durch den Abbruch der Saison wegen der Corona-Krise haben die Eagles als Meister der Nordgruppe der ProB die Chance zum Aufstieg in die ProA. Die Situation sei dieselbe wie vor einigen Wochen, sagt Vereinsvorsitzender Volker Hambrock: „Wir versuchen alles, um diese Chance zu nutzen. Aber nach wie vor ist es eine Herkules-Aufgabe für uns, die Hürden zu bewältigen.“ Immerhin gibt es inzwischen mehr Zeit dafür: Der Antrag musste zwar bis zum 15. April gestellt werden, viele geforderte Nachweise müssen aber nach einer Abstimmung zwischen den Vereinen und der Liga erst zum 1. Juni vorgelegt werden.

Aktuell konzentrieren sich die Eagles auf zwei Themen: Die Heimspiele müssen in einer Halle mit mindestens 1500 Sitzplätzen ausgetragen werden. An einer möglichen Lösung werde im Hintergrund gearbeitet, sagt Hambrock. Und auch im Bereich Finanzen gebe es viel zu tun, denn in der ProA sei ein deutlicher höherer Etat nötig. „Wir wissen, wie schwierig die Lage im Moment ist“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Dennoch ist gerade jetzt jede Unterstützung wichtig für uns – diese Riesen-Gelegenheit für die ganze Region kommt vielleicht so schnell nicht wieder.“

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Aufstieg? Die Arbeit läuft

Endet eine immens erfolgreiche Saison für die Itzehoe Eagles mit dem Aufstieg? Die Möglichkeit ist da, nachdem die Spielzeit der BARMER 2. Basketball Bundesliga beendet und gleichzeitig beschlossen wurde, die Eagles als Nordmeister nach der Hauptrunde zum sportlichen Aufsteiger zu erklären. „Darauf hätten wir sehr gern verzichtet, wenn es dafür das Coronavirus nicht gegeben hätte“, sagt Eagles-Vorsitzender Volker Hambrock. „Aber nun ist die Chance des Aufstiegs in die ProA da, und wir werden alles daran setzen, sie zu nutzen.“

Sportlich keine Sorgen

Am wenigsten Sorgen macht den Eagles-Verantwortlichen dabei die sportliche Situation. „Unsere Mannschaft hat gezeigt, wozu sie fähig ist“, sagt Teammanager Stefan Flocken. Das Ziel sei, dieses Team zusammenzuhalten und gegebenenfalls punktuell noch zu verstärken. „Wir strecken unsere Fühler, wie immer in dieser Phase des Jahres, in alle Richtungen aus“, sagt Flocken. „Klar ist aber auch, dass im Moment nur Absichtserklärungen möglich sind – Verträge können in der aktuellen Situation nicht abgeschlossen werden.“

Denn niemand wisse, wie lange die Krise anhalten werde, unterstreicht Hambrock. Gut möglich, dass nicht wie gewohnt im September die neue Saison startet. „Dennoch müssen wir alle unsere Planungen, so gut es geht, darauf ausrichten, zumal die Frist für den Lizenzantrag bislang noch am 15. April abläuft.“ Die Standards in der ProA sind allerdings deutlich höher als bisher in der ProB, im Zentrum stehen dabei zwei Punkte: die Spielhalle und die Finanzen.

Wo würde gespielt?

In der bisherigen Heimhalle im Sportzentrum am Lehmwohld können die Eagles nicht ProA spielen: „Gefordert ist eine Halle mit mindestens 1500 Plätzen, Holzboden und Standkorbanlagen“, erläutert Hambrock. Mit diesem Thema befasse sich der Verein seit Jahren, begleitet von viel Unterstützung aus verschiedenen Richtungen. Spruchreif sei allerdings noch lange nichts, betont der Vorsitzende. „Und jetzt brauchen wir eine schnelle Lösung.“ Immerhin, ganz aussichtslos sei die Lage nicht: „Aktuell verfolgen wir verschiedene Ansätze, wieder mit sehr viel Unterstützung. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir dies derzeit nicht öffentlich diskutieren können.“

Was ist mit dem Geld?

Beim Thema Finanzen ist klar: Der bisherige Etat wird bei weitem nicht reichen. „Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich die aktuelle Lage auch auf die Gehälter auswirkt, wie es in anderen Profi-Bereichen ebenfalls zu erwarten ist, werden wir deutlich mehr Geld brauchen“, sagt Teammanager Flocken. Denn nicht nur Kosten für die Spieler werden steigen, sondern auch die für Auswärtsfahrten: Die ProA umfasst mehr Teams – die genaue Zahl ist noch unklar – und ist bundesweit organisiert, also nicht wie die ProB in Nord- und Südstaffel aufgeteilt.

"Gelegenheit für etwas Großes"

Auf der anderen Seite biete dies für Sponsoren eine ganz neue Plattform, sagt Hambrock. „Natürlich haben unsere aktuellen und auch potenziellen Partner im Moment ganz andere Sorgen“, so der Eagles-Vorsitzende. Völlig verständlich sei es auch, dass bestehende Sponsoren erklärt hätten, sie müssten zunächst die weitere Entwicklung abwarten. „Das waren aber nur wenige, und zum Glück haben wir immer darauf geachtet, breit aufgestellt zu sein.“ Zudem habe es positive Signale gegeben, dass sich Partner eine Erweiterung ihres Engagements vorstellen könnten, freut sich Hambrock. Selbst zu möglichen neuen Partnern gebe es Kontakt. Die Möglichkeit zum Aufstieg komme eventuell so schnell nicht wieder: „Es ist die Gelegenheit, etwas Großes, vielleicht sogar Historisches für die Region, die Stadt und den Verein zu erreichen“, sagt Hambrock. „Der Zeitpunkt könnte dafür kaum komplizierter sein – aber es wird eine Zeit nach der Corona-Krise geben.“

Zeit ist im Moment für die Eagles ein entscheidender Faktor, denn ihnen sitzt die Frist für den Lizenzantrag im Nacken. Hambrock setzt auf ein Entgegenkommen der Liga: „Es kann nur ein Light-Antrag werden, weil im Moment überhaupt keiner abschätzen kann, wie es weitergeht.“

 

 

"Sind ganz guter Dinge"

Wann wird die Corona-Krise überwunden sein? Wie geht es dann weiter? Diese Fragen beschäftigen alle – und natürlich auch die Itzehoe Eagles. Wirkliche Antworten kann es noch nicht geben, aber eines kann Vereinsvorsitzender Volker Hambrock feststellen: „Wir sind trotz allem ganz guter Dinge.“

Das bezieht sich ebenso auf die Situation rund um die erste Herrenmannschaft wie auf den Rest des Clubs. Die Entscheidung, die Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu beenden, sei alternativlos gewesen, sagt Hambrock. „Die Gesundheit hat absolute Priorität.“ Gleichzeitig helfe sie den Vereinen ein gutes Stück weiter: „Für viele ist es nicht weniger als die Chance zum Überleben.“ Denn während einer Spielpause in der Liga hätte es keine Einnahmen gegeben, die laufenden Kosten zum Beispiel durch Spielergehälter aber sehr wohl. Hambrock: „Eine untragbare Situation, die auch bei uns eine existenzielle Krise ausgelöst hätte. Glücklicherweise ist das vermieden worden.“

Mit dem Saisonende sind die Verträge der Spieler nun ausgelaufen. Abgereist ist bislang allerdings nur Marko Boksic, während Chris Hooper und Chaed Wellian zunächst einmal in Itzehoe geblieben sind. An einer Möglichkeit für deren Rückreise werde gearbeitet, sagt Teammanager Stefan Flocken. „Das ist der aktuellen Situation nicht ganz einfach – aber da sich beide wohl fühlen in Itzehoe, ist es auch kein Problem.“

Über die kommende Saison machen sich die Verantwortlichen bereits Gedanken. „Natürlich wollen wir unser erfolgreiches Team möglichst zusammenhalten“, sagt Flocken. „Wir werden Gespräche führen, aber vertraglich fixieren lässt sich noch nichts.“ Denn im Moment sei offen, wann es weitergehen könne, mit welchen finanziellen Voraussetzungen dies passieren werde – und in welcher Liga. Als Nordmeister sind die Eagles zum sportlichen Aufsteiger in die ProA erklärt worden, an den Rahmenbedingungen wird aktuell gearbeitet. Ein Bericht dazu folgt.

Ebenso unklar wie bei der ersten Herrenmannschaft ist die Lage für den Gesamtverein. Der Spielbetrieb im Basketball-Landesverband ist mittlerweile sowohl für die Senioren als auch für die Jugend beendet. Dasselbe gilt für die Saison der zweiten Herrenmannschaft in der 2. Basketball-Regionalliga. „Wir würden zu gern Sport anbieten, doch was nicht geht, geht nicht“, sagt die 2. Vorsitzende Martina Iversen. Da bleibe den Eagles nur derselbe Weg wie vielen anderen, die Angestellte beschäftigten: Kurzarbeit.

Wie lange die Situation andauern werde, könne niemand sagen, sagt Hambrock. Er kann nur dick unterstreichen, was Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes, gerade erst betonte: „Wir hoffen auf die Solidarität unserer Mitglieder. Wir brauchen sie, um nach der Krise wieder mit voller Kraft durchstarten zu können.“

Umso mehr freut sich der Vorstand, dass bisher keine einzige Kündigung bei den Eagles eingegangen ist. Und nicht nur das: Nach der Absage des Stadtwerke-Camps in den Osterferien habe der Vater eines angemeldeten Teilnehmers auf die Rückzahlung der Anmeldegebühr verzichtet und diese dem Verein gespendet, berichtet Martina Iversen. Ganz ähnlich verhielten sich Fans, die Tickets für das erste Playoffspiel gegen Speyer gekauft hatten: Auch sie wollten das Geld nicht zurückhaben. „Das sind tolle Gesten, die uns sehr freuen“, sagt Volker Hambrock und ergänzt im Namen des Vorstands und des gesamten Vereins: „Wir danken für jede Unterstützung – und wir wünschen allen, dass sie gesund bleiben.“

 

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