Selbstbewusst zu den Löwen

Spiel eins nach der Verletzung des Kapitäns für die Itzehoe Eagles. In der 2. Basketball-Bundesliga ProB treten sie Sonnabend um 19.30 Uhr bei den Hertener Löwen an. Angesichts des Ellbogenbruchs von Kosta Karamatskos sagt Coach Pat Elzie: „Die Mannschaft muss näher zusammenrücken. Das haben wir auch getan.“

Die Hauptlast im Spielaufbau wird Courtney Belger tragen, der in den bisherigen Partien sehr überzeugend agiert hat. Andere Spieler müssten Karamatskos' Ausfall kompensieren, sagt Elzie, der dabei an Adrian Breitlauch und Curtis Allen denkt. Und an einen 18-Jährigen aus der eigenen Jugend: Arved Schmidt soll ebenfalls die Rolle des Point Guards ausfüllen. „Ich freue mich, dass er jetzt seine Chance hat“, sagt Elzie. „Ich bin gespannt, wie er das macht.“

Der Gegner steht bereits unter Zugzwang, die ersten drei Saisonspiele haben die Löwen verloren. Dennoch – oder gerade deswegen – sei Herten eine gefährliche Mannschaft, sagt der Eagles-Coach. Personell haben die Westdeutschen Einiges umgestellt: Der Kanadier Eric Kibi, vergangene Saison für Rendsburg in der 1. Regionalliga aktiv, gehört nicht mehr zum Team. Neu ist der griechische Flügelspieler Paulos Toppali. Auch auf den „Schwachpunkt unter dem Korb“, wie Elzie es nennt, haben die Hertener reagiert und den bundesligaerfahrenen Center Brandon Griffin unter Vertrag genommen.

An der Marschroute für die Eagles ändert das nichts: „Ich erwarte, dass wir dort hinfahren und gewinnen“, sagt Elzie. Sein Team, das bislang die besten Effizienzwerte der Liga aufweist, müsse von Beginn an hellwach sein und viel Druck machen, um den Löwen von vornherein den Zahn zu ziehen. Denn: „Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir solche Mannschaften auswärts schlagen.“

Kapitän Karamatskos fällt monatelang aus

Das Spiel war gelaufen, da nahm das Unglück für Kosta Karamatskos seinen Lauf. Eine Minute vor Schluss der Partie gegen die Iserlohn Kangaroos in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (84:68) hat sich der Kapitän der Itzehoe Eagles schwer verletzt. Noch in der Nacht wurde der Ellbogenbruch notoperiert, jetzt muss der 29-Jährige mehrere Monate pausieren.

So richtig weiß Karamatskos auch nach mehreren Tagen noch nicht, was ihm passiert ist: „Es ging alles ziemlich schnell.“ Iserlohn war im Angriff, nach dem Wurf der Gäste sprang der Eagles-Guard hoch zum Rebound. Durch ein Foul, das als unsportlich geahndet wurde, verlor er in der Luft die Balance. „Ich habe nur noch dran gedacht, sanft aufzukommen“, schildert Karamatskos. Es klappte nicht, dann der Schmerz und ein Blick auf den Ellbogen: „Der liegt komisch.“ Die Physiotherapeuten entschieden, dass der Kapitän ins Klinikum Itzehoe musste, vorher legten ihm die Helfer vom Roten Kreuz eine Schiene an.

Günter Wolf, Praxis Physiotrain, begleitete Karamatskos ins Krankenhaus. Nach dem ersten Röntgenbild bestand noch Hoffnung, dass das Gelenk nur ausgekugelt war, nach dem zweiten nicht mehr: Ein Bruch des Ellbogens, und der Unterarmknochen so verrutscht, dass er in der Notoperation „mit zwei großen Schrauben“ fixiert wurde. Mit einer großen Schiene verließ Karamatskos am Montag das Krankenhaus, froh darüber, dass seine Frau noch am Sonntag von einem Besuch in Stuttgart zurückgekehrt war.

Und nun? „Ich habe eigentlich mit Schlimmerem gerechnet“, sagt der Eagles-Kapitän. Zunächst war davon die Rede, dass es das Aus für diese Saison sei, zwischenzeitlich hieß es sogar, er könnte bis zu einem Jahr ausfallen. Jetzt klingt es freundlicher: Nach sechs bis acht Wochen könne er wohl den Arm wieder bewegen, vielleicht nach drei Monaten wieder Basketball spielen, so Karamatskos. Zum Glück seien nur die Knochen betroffen, keine Bänder oder Nerven. In 22 Jahren Basketball sei es sein erster Knochenbruch – und so ärgerlich die Situation sei, wie er zustande gekommen sei, jetzt setzt der Eagles-Guard darauf, dass der Heilungsprozess so schnell verläuft, wie er es von früheren Verletzungen kennt.

Das Wichtigste sei, dass das Team weiter so hart arbeite und gut zusammenspiele. Die anderen Spieler, gerade auch die Deutschen, „müssen alle einen Tick zulegen, damit wir weiter in der Erfolgsspur bleiben und das Ziel erreichen, in die Playoffs zu kommen“. Dann kann Karamatskos hoffentlich wieder mitmischen, bis dahin will er regelmäßig beim Training und natürlich bei den Spielen dabei sein. Denn er weiß, wie wichtig Unterstützung ist: Die vielen aufmunternden Nachrichten nach seiner Verletzung hätten ihn sehr gefreut und seien auch Motivation. „Ich bleibe am Ball und sehe zu, dass ich so schnell wie möglich wieder aufs Feld komme.“

Video zum Sieg gegen Iserlohn

Viele schöne Szenen vom 84:68 gegen die Iserlohn Kangaroos - und auf die Bilder von Kostas Verletzung haben wir verzichtet.

https://www.youtube.com/watch?t=4&v=v5yO69tUisA

Sieg - und ein Verletzungsschock

Zweites Heimspiel, zweiter Sieg: Die Itzehoe Eagles haben in der 2. Basketball-Bundesliga die Iserlohn Kangaroos mit 84:68 (21:13, 24:21, 11:17, 28:17) bezwungen. Der Sieg hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack: Eine Minute vor Schluss verletzte sich Kapitän Kosta Karamatskos schwer am Ellenbogen. Beim Rebound unter dem eigenen Korb wurde er unsportlich gefoult und krachte auf den Boden. Noch in der Nacht wurde der 29-Jährige operiert, wie lange er ausfällt, ist noch nicht klar.

Den Gegner hatte Eagles-Coach Pat Elzie gut ausgeguckt: Die Gastgeber begannen mit einer Zonenverteidigung, die dem Halbfinalisten der Vorsaison große Probleme bereitete. Entweder trafen die Kangaroos nicht oder sie verloren den Ball, mit zwei spektakulär geblockten Würfen sorgte zudem Curtis Allen für erste Begeisterungsstürme bei den Zuschauern. „Wir hatten gerade am Anfang nicht die nötige Energie, um hier in Itzehoe zu bestehen“, sagte Gästecoach Matthias Grothe in der Pressekonferenz. Die „hervorragend eingestellten“ Eagles hätten sein Team physisch dominiert.

Nach einem Dreier von Alexander Witte stand es 9:0, ein perfekter Start, auch wenn eine noch höhere Führung möglich gewesen wäre. Danach kam Iserlohn langsam ins Spiel, während sich die Gastgeber einige Ballverluste erlaubten bei dem Versuch, Center Charles Bronson ins Spiel zu bringen. Mit seinem zweiten Dreier hielt Witte den Gegner dennoch auf Abstand, für den Rest der Partie verließ ihn allerdings das Schussglück. Im zweiten Viertel zogen die Itzehoer bis auf 31:18 davon, kassierten dann aber acht Punkte in Serie. Elzie wechselte gleich vier Mann, das zeigte Wirkung: Der Vorsprung wuchs wieder auf elf Zähler, zur Halbzeit stand es 45:34.

Das dritte Viertel war schwierig: Fehler vorne, Unaufmerksamkeiten hinten, Iserlohn rückte heran. Aber ganz eng wurde es nicht, weil die Kangaroos weiter fehlerhaft spielten und bei den Gastgebern im richtigen Moment doch wieder eine Aktion gelang. Verlassen konnten sie sich in dieser Phase besonders auf den sehr solide spielenden Charles Bronson.

Zu Beginn des Schlussabschnitts fiel die Entscheidung: Die starken Courtney Belger und Adrian Breitlauch bauten die Führung auf 65:51 aus. Erneut hielten die Kangaroos dagegen, wieder kamen sie aber nicht in Schlagdistanz, weil jetzt auch Johannes Konradt für die Eagles zwei wichtige Würfe versenkte. Der Sieg der Gastgeber sei verdient gewesen, aber am Ende etwas zu hoch, stellte der Iserlohner Coach fest. „Hart erkämpft“, bestätigte sein Itzehoer Kollege Elzie. „Wir wussten, dass das sehr schwierig wird.“ Während es bei der Trefferquote haperte, war die dieses Mal ebenso engagierte wie erfolgreiche Reboundarbeit (Bilanz: 53 zu 39 für die Eagles) ein wesentlicher Grund für den Erfolg. Und: „Unsere Zuschauer haben uns wieder zum Sieg gepusht.“

Die Freude über den Sieg aber war stark getrübt durch Karamatskos' Verletzung. Der Verlust des Kapitäns und seiner Präsenz auf dem Feld ist ein herber Schlag für die Eagles, wie Elzie feststellte: „Sein Wert kann nicht in Punkten gemessen werden.“

Eagles: Courtney Belger (20, 7 Rebounds, 5 Assists, 3 Ballgewinne), Charles Bronson (17, 9 Rebounds), Adrian Breitlauch (15, 1 Dreier, 11 Rebounds), Johannes Konradt (8, 2 Dreier), Curtis Allen (7, 8 Rebounds, 3 Blocks), Alexander Witte (6, 2 Dreier), Kosta Karamatskos (5), Patrick Wischnewski (2), Lars Kröger (2), Lester Ferguson (2), Jonas Böhm, Arved Schmidt.

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Die Kängurus kommen

Der erste Sieg ist eine Woche her – nun wollen die Itzehoe Eagles den zweiten Erfolg in der jungen Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB folgen lassen. Und das wieder in eigener Halle: Sonnabend um 19.30 Uhr beginnt die Partie gegen die Iserlohn Kangaroos um 19.30 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld.

Was besser werden muss als beim 93:84 vor einer Woche gegen Citybasket Recklinghausen? Eagles-Coach Pat Elzie muss nicht lange überlegen: die Reboundarbeit und die Freiwurfquote. „Wenn wir das so machen wie in den letzten beiden Spielen, werden wir Probleme bekommen.“ Erst recht gelte das gegen ein Team wie Iserlohn: „Ein sehr wichtiges Spiel für uns.“ Die Kangaroos spielen wie die Eagles ihre zweite Saison in der ProB, schafften es aber im Premierenjahr bereits ins Play-Off-Halbfinale. Elzie erwartet, dass sie wieder in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen, die Mannschaft sei zusammengeblieben und werde sehr gut gecoacht von Matthias Grothe, in der Vorsaison zum Trainer des Jahres gekürt.

Dieser erwartet in Itzehoe die „bisher größte Herausforderung“. Respekt hat er vor seinem Trainerkollegen ebenso wie vor der Mannschaft der Gastgeber: „Ein unheimlich gut aufgestelltes, erfahrenes und ausgeglichenes Team.“ Die Kangaroos müssen auf einige Spieler verzichten, besonderes Augenmerk wird auf Keith Thompson liegen. Der Amerikaner erzielte beim Sieg gegen Oldenburg am vergangenen Wochenende 25 Punkte in 20 Minuten und muss sich in Itzehoe noch einmal von seiner besten Seite zeigen – einen Tag nach dem Spiel endet seine Probezeit.

Mit zwei Erfolgen sind die Kangaroos perfekt gestartet, und die Eagles müssen sich laut Elzie auf die bisher beste Verteidigung gefasst machen: „Das ist ein Test, dem wir uns stellen müssen.“ Unter dem Korb hat das Heimteam Längenvorteile, auch wenn Center Charles Bronson im Training einen Schlag einsteckte, sodass das Auge schnell anschwoll. Jonas Böhm laboriert weiter an einer Fußverletzung. Ansonsten war Elzie zufrieden mit dem „fokussierten Training“ seines Teams und hofft, dass die Halle erneut voll hinter den Eagles steht: „Die lautstarke Unterstützung der Fans hat uns beim letzten Mal sehr geholfen.“

Tickets gibt es im Vorverkauf unter <a href="http://www.eagles-basketball.de/">www.eagles-basketball.de</a> sowie seit dieser Woche in zwei Vorverkaufsstellen: im Geschäft Vision in der oberen Feldschmiede sowie in Jens Köhlers Agentur der Itzehoer Versicherungen am Marienburger Platz (uur Montag bis Freitag).

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