Seltsames Spiel für Dritte

Was für ein merkwürdiges Spiel für die dritte Herrenmannschaft der Itzehoe Eagles. Ein Sieg gegen die punktgleiche Lübecker TS wäre wichtig gewesen in der Landesliga. Die Partie ging mit 64:73 (9:20, 17:19, 23:19, 15:15) verloren – aber das war schon fast ein Randaspekt.

Spielort war die Halle der KKS. Eigentlich. Doch es tropfte durch das undichte Dach auf das Spielfeld, die Schiedsrichter erklärten, dass dort nicht gespielt werden könne. Mit Zustimmung der Lübecker ging es ins Sportzentrum am Lehmwohld. Und dort kamen die Eagles aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus: „Wenn sich die Schiedsrichter komplett in den Mittelpunkt drängen, ist etwas sehr schief gelaufen“, kommentierte Eagles-Coach Lars Peter Ehrich. Eine unverständliche Entscheidung jagte die andere, „im Nachhinein bin ich stolz auf die Mannschaft, wie ruhig sie geblieben ist“. Das erste Opfer der Schiedsrichter war Daniel Offergeld, der früh die Halle verlassen musste, in der zweiten Hälfte folgte mit Kay Totzek der nächste Leistungsträger. Die Eagles waren ohnehin mit angespannter Personallage ins Spiel gegangen, in dem sich auch noch Sascha Hoppe eine Fingerverletzung zuzog und nur deshalb aufs Feld zurückkehrte, weil er musste – den Gastgebern waren die Spieler ausgegangen.

Dennoch: Die Partie wäre zu gewinnen gewesen. Die Anfangsphase missriet völlig, Lübeck punktete gegen die schlechte Manndeckung der Itzehoer, die zudem im Angriff kaum zum Zug kamen. So stand es in der 7. Minute 6:20, im zweiten Viertel wurde es nur phasenweise etwas besser bis zum 26:39-Halbzeitstand. In der zweiten Hälfte stand die Defensive der Eagles, die auf Zonenverteidigung umgestellt hatten, besser und stürzte die Gäste in manche Probleme. Doch Unaufmerksamkeiten ließen Lübeck immer wieder zu Punkten kommen. In der Offensive schafften es die Itzehoer zu selten, mit einfachem Teamspiel die keineswegs sichere Verteidigung der Gäste auszuspielen, es wurde zu viel gedribbelt und zu wenig gepasst. Dennoch war die Wende drin, als einige Schnellangriffe gelangen und Dreier saßen. Bis auf 58:61 und 62:66 kamen die Eagles heran, doch das Angriffsspiel war nicht gut genug, um die Partie zu drehen. Trotzdem gab es Lob vom Trainer: „Bei diesen äußeren Umständen so viel Moral zu zeigen, ist aller Ehren wert.“

Eagles: Michel Krohn (17, 3 Dreier), Paul Schmidt (16), Ragnar Menzel (13), Daniel Janke (8), Bastian Möller (4, 1 Dreier), Daniel Offergeld (4), Kay Totzek (2), Sascha Hoppe.

 

 

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