Starkes Comeback

Es begann furchtbar. Ein Viertel lang funktionierte praktisch nichts bei der zweiten Herrenmannschaft der Itzehoe Eagles im Spiel gegen die zweite Mannschaft der Rostock Seawolves. Doch die Gastgeber schafften die Wende und gewannen 82:76 (7:21, 29:20, 20:19, 26:16). Damit übernahmen sie die Tabellenführung in der 2. Basketball-Regionalliga.

„Unheimlich zäh“ nannte Coach Timo Völkerink den Auftakt für sein Team. „Der Korb wirkte für uns wie vernagelt, auch einfachste Sachen haben nicht funktioniert.“ Defensiv habe sich die Mannschaft davon ebenfalls runterziehen lassen, sich zu wenig gewehrt und den Gegner mit „Riesenlücken“ zum Punkten eingeladen. Beim 1:9 nach gut drei Minuten nahm Völkerink die erste Auszeit.

Zunächst half es wenig. 1:18 stand es gut drei Minuten später, die nächste Auszeit. Nun wurde es langsam besser, angefangen mit der Verteidigung, die die Wege zum Korb dicht machte. Die Rostocker mussten es immer wieder von außen versuchen, trafen aber fast nichts: nur zwei Dreier im gesamten Spiel. Doch den ersten Feldkorb für die Eagles erzielte Tobias Möller (Foto) per Dunking erst kurz vor Ende des ersten Viertels. Schlechte Phasen im Spiel gebe es, sagte Völkerink. Aber die Folge dürfe nicht sein, fast uneinholbar in Rückstand zu geraten, „da müssen wir uns cleverer anstellen“.

Am fehlenden Einsatz habe es nicht gelegen, es sei viel Pech dabei gewesen. „Wir mussten uns das Glück ein Stück weit erarbeiten“, so der Eagles-Coach. Dazu gehörte, sich selbst an die Freiwurflinie zu bringen, allein Chris Meyer hatte dort 14 Versuche. Im zweiten Viertel war der offensive Rhythmus da, Punkt um Punkt kämpften sich die Gastgeber heran. Zur Halbzeit lagen sie nur noch mit 36:41 zurück – und das auch nur, weil dem Rostocker Center Daniel Lopez Dittert noch ein Dreier in der Schlusssekunde gelungen war.

Den erfahrenen Mann mit Profi-Erfahrung zu kontrollieren, war eine der wesentlichen Aufgaben. Dabei verdienten sich Joshua Adomat und Bennet Glimm in der zweiten Hälfte ein Sonderlob. Denn mit Tobias Möller und Ole Friedrichs waren zwei große Spieler der Eagles früh in Foulprobleme geraten, da seien Adomat und Glimm hervorragend eingesprungen, so Völkerink: „Diese beiden haben sicher einen entscheidenden Input gegeben, um das Spiel zu drehen.“ Zudem zahlte sich aus, dass Spieler wie Scotty Liedtke und Leon Hutter ab dem zweiten Viertel ihre Pausen bekommen konnten, „das ist uns nach hinten raus zugute gekommen“. Nur ein Beispiel: Liedtkes Dreier in der Schlussminute, mit dem er den Erfolg sicherte.

Insgesamt sei es ein „sehr inspirierender Sieg“ gewesen, sagte Völkerink. In der Art und Weise, wie er erspielt worden sei, tue er sehr gut – „aber es war auch ein Drama, das wir so nicht immer haben müssen“. Er habe sein Team stärker gesehen als die Rostocker, doch das hätte sich früher mit mehr Dominanz zeigen müssen.

Eagles: Christopher Meyer (21, 1 Dreier), Scotty Liedtke (20, 2 Dreier), Tobias Möller (18), Leon Hutter (17, 4 Dreier), Ole Friedrichs (5), Bennet Glimm (1), Jöran Krüger, Joshua Adomat, Tim Bielenberg.


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