Zweite nach starkem Turnier

Es war eine Premiere für die Itzehoe Eagles – und ein Beleg für die Entwicklung des Mädchen-Basketballs im Verein. Mit zwei Siegen im Vorrundenturnier hatte sich die weibliche U18 für die Norddeutschen Meisterschaften in Oldenburg qualifiziert. Die Bilanz: zwei Niederlagen und ein Sieg nach Verlängerung. Allerdings steht noch eine Entscheidung der Spielleitung aus: Den Oldenburgerinnen droht wegen einer nicht einsatzberechtigten Spielerin beim Erfolg gegen den Kieler TB eine Wertung. „Das würde bedeuten, dass wir Zweiter geworden sind“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink, der das Team mit Kim Lebowski betreute. Ansonsten wäre es der dritte Platz.

(Update: Die Spielleitung hat wie erwartet entschieden. Die Oldenburgerinnen kassierten eine Spielwertung, die Eagles-Mädchen sind Zweite geworden!)

Unabhängig davon sei es ein erfolgreiches Turnier gewesen. Zwei Spiele verliefen ausgeglichen, die Niederlage gegen Alba Berlin fiel deutlich aus. „Aber es ist gut zu sehen, was uns da ganz klar noch fehlt, um solche Teams zu erreichen. Der Lerneffekt wird groß sein – und wir hatten Riesenspaß.“ Umso höher ist die Motivation, in der kommenden Saison wieder dabei zu sein.

 

Alba Berlin vs. Itzehoe Eagles 109:38 (27:7, 39:4, 27:12, 16:15)

Vor dem Auftaktspiel waren die Rollen klar verteilt. Der namhafte Gegner aus der Hauptstadt kam zwar nicht in Bestbesetzung, dennoch spielt Alba in der Nachwuchs-Bundesliga der Mädchen (WNBL). Das bekamen die Eagles zu spüren, aber nicht gleich: „Wir haben super angefangen“, lobte Völkerink, die Eagles hätten angesichts des körperlichen Spiels der Gegnerinnen gut dagegen gehalten. „Dann hat Alba allerdings einen Gang hoch geschaltet.“ Die harte Verteidigung führte zu vielen schnellen Ballverlusten der Itzehoerinnen und leichten Punkten für den Favoriten.

Berlin habe den Druck so sehr erhöht, dass das Spiel schnell entschieden war. „Trotzdem haben wir uns sehr gut verkauft“, sagte Völkerink. Zwar kam sein Team wegen der Ballverluste nicht besonders oft zum Abschluss, aber diese Würfe seien hochprozentig verwandelt worden. Insgesamt hätten zu wenige Spielerinnen Korbgefahr ausgestrahlt, aber defensiv hätten alle über die gesamte Spieldauer gekämpft.

Eagles: Marie 13, Jordis 8, Luisa 3, Pauline 3, Enna 3, Charleen 2, Emma 2, Svea 2, Samira 2, Merissa, Lena, Fabienne.

 

Oldenburger TB vs. Itzehoe Eagles 62:48 (16:14, 16:14, 22:10, 8:12)

Die Gastgeberinnen vom Oldenburger TB hatten im ersten Spiel den Kieler TB mit 34 Punkten Differenz geschlagen – ähnliche Ergebnisse hatten die Eagles während der Saison mehrfach gegen den Landesrivalen geliefert. Deshalb erwartete Völkerink ein Spiel auf Augenhöhe, und so kam es auch. Insbesondere in der Verteidigung hätten die Eagles gut begonnen, offensiv aber keinen Rhythmus gefunden. So erzielten sie auch in dieser Partie nur relativ wenige Punkte.

Schnell musste der Coach auf Zonenverteidigung umstellen, da die Oldenburgerinnen auf einigen Positionen athletisch überlegen waren. „In der Zone haben wir das dann sehr gut gemacht.“ Auch taktische Änderungen im Verlauf des Spiels hätten die Spielerinnen gut umgesetzt und den Niedersachsen ein enges Spiel geliefert.

Am Ende hätten Kraft und Konzentration gefehlt, um das Spiel zu gewinnen. Schmerzlich vermisst wurde Samira, die mit Muskelproblemen schon im ersten Viertel für den Rest des Turniers passen musste. Insgesamt habe die Mannschaft viele Ballgewinne und Fastbreaks erreicht und erneut ordentlich gespielt. „An einem guten Tag hätten wir sicherlich etwas reißen können, es wäre mehr drin gewesen“, sagte Völkerink. So habe Oldenburg verdient gewonnen.

Eagles: Enna 14, Jordis 12, Luisa 11, Pauline 4, Marie 2, Fabienne 2, Lena 2, Svea 1, Samira, Merissa, Charleen, Emma.

 

Itzehoe Eagles vs. Kieler TB 52:45 n.V. (10:8, 17:13, 6:10, 10:12, 9:2)

In den bisherigen Aufeinandertreffen in der Saison hatten die Eagles gegen den Kieler TB dominiert. Dieses Mal taten sie sich schwer, da der KTB während der gesamten Partie eine Zonenverteidigung spielte. „Unsere Trefferquote von außen war sehr schwach“, schilderte Völkerink. Wenig hilfreich waren zudem zwei sehr schnelle Foulpfiffe gegen Pauline, die sich daraufhin zurückhalten musste.

Es entwickelte sich ein enges Spiel, in dem die Itzehoerinnen zwar viel führten, zum Ende aber nervös einige Fehler machten. Plötzlich führte der KTB, doch in entscheidenden Phasen habe das Team sich auch zuletzt schon bewährt, sagte der Trainer. Jordis übernahm die Verantwortung und suchte bei zwei Punkten Rückstand die entscheidende Aktion. Der Wurf war schwierig, aber er saß – Ausgleich, Verlängerung!

In dieser waren die Eagles wieder souverän und setzten sich ab. „Allerdings hätten wir uns bei dem Spielverlauf nicht beschweren können, wenn wir verloren hätten“, so Völkerink. Vieles sei zusammengekommen, die Mannschaft habe keinen guten Tag gehabt – „aber wir sind natürlich sehr stolz, dass wir auch unter solch schwierigen Umständen das Spiel noch drehen und gewinnen konnten“. Für die Kielerinnen, die extrem gekämpft und ein super Spiel abgeliefert hätten, tue es ihm leid. Aber die eigenen Mädchen waren Völkerink dann doch näher: „Es war ein schöner und verdienter Abschluss für die Mädels.“

Eagles: Jordis 15, Pauline 14, Enna 9, Marie 6, Luisa 4, Fabienne 2, Lena 2, Svea, Merissa, Charleen, Emma.

 


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