Unterwegs ins Nationalteam

Wieder hat es ein Nachwuchstalent der Itzehoe Eagles in den erweiterten Kader der Basketball-Nationalmannschaft geschafft: Lenny Liedtke, geboren 2004, wurde beim Bundesjugendlager im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg für die folgenden Lehrgänge nominiert. Dafür reichte es bei Madita Prüß nicht ganz – doch auch die erneute Teilnahme in Heidelberg war eine große Auszeichnung für die 15-Jährige.

Ihr gelang mit der SG Nord auch ein Achtungserfolg gegen die SG Südwest beim Vorspielen der besten 200 Nachwuchsakteure Deutschlands. Dennoch belegte das Team aus dem Norden bei den Mädchen ebenso den letzten Platz unter acht Mannschaften wie die Jungen, die sieglos blieben. Doch Lenny Liedtke spielte sich in die Notizbücher der Bundestrainer mit Rekord-Nationalspieler Patrick Femerling an der Spitze. Für ihn war es das erste Bundesjugendlager als hauptamtlicher Bundestrainer, und früh stellte er fest: „Es sind schon einige Jungs hier, die richtig spielen können.“ Lenny Liedtke, der er auch in der Jugend-Basketball-Bundesliga JBBL für die Hittfeld Sharks aus Hamburg aktiv ist, gehört nun zum 40-köpfigen Kader für die Nominierung. Aus ihm wird schließlich die U15-Nationalmannschaft gebildet.

Zwei für Heidelberg

Die größten Basketball-Talente Deutschlands treffen sich an diesem Wochenende beim Bundesjugendlager in Heidelberg – und wieder sind zwei Akteure der Itzehoe Eagles dabei. Madita Prüß und Lenny Liedtke gehen jeweils mit der SG Nord an den Start.

Im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar treffen sich die Mädchen der Jahrgänge 2003 und jünger sowie die Jungen der Jahrgänge 2004 und jünger. Madita Prüß ist Jahrgang 2003, Lenny Liedtke Jahrgang 2004. Insgesamt wurden rund 200 Talente von den Landesverbänden nominiert, jeweils acht Teams spielen gegeneinander. Die Bundestrainer beobachten die Partien und nominieren am Ende die Auserwählten – gebildet werden die neue U15-Jungen-Nationalmannschaft sowie die neue U16-Mädchen-Nationalmannschaft.

Der zuständige DBB-Vizepräsident Stefan Raid sagt: „Die Erfolge dieses Sommers haben gezeigt, dass die Nachwuchsförderung im deutschen Basketball in den vergangenen Jahren gut funktioniert hat. Teil dieser erfolgreichen Entwicklung junger Talente ist auch die gezielte Sichtung beim Bundesjugendlager. Das BJL ist aus dem deutschen Basketball nicht wegzudenken und wird auch in diesem Jahr wieder viele großartige Spielerinnen und Spieler hervorbringen.“

 

Die SG Nord bei den Mädchen, hinten links Madita Prüß         

Das Jungs-Team mit Lenny Liedtke, hinten 3. von rechts

Fotos: DBB

Unser neuer Trainer

Er war gerade im Grundschulalter, als er zum Basketball kam. Jetzt kümmert er sich in Itzehoe um Grundschüler – und um noch viel mehr. Dennis Wesselkamp ist neu im Trainerstab der Itzehoe Eagles.

Der 34-Jährige kommt aus Bramsche, spielte dort, in Osnabrück und in Ibbenbüren, die höchste Klasse war die 2. Regionalliga. Mit 18 wurde er Coach, betreute Jugendteams ebenso wie Damen, zuletzt wurde er mit Bramsche Vizemeister in der 2. Regionalliga. Wesselkamp hat die C-Lizenz, will aber auf jeden Fall draufsatteln: „Ich muss weiter daran arbeiten.“ Denn im Basketball fühlt sich der gelernte Industriemechaniker, der zuletzt bei Honeywell arbeitete, zu Hause.

Fast wäre er schon vor anderthalb Jahren bei der Gründung der Eagles Basketball Academy nach Itzehoe gekommen. Dann kam das Angebot des Regionalligisten Bramsche aus seiner Heimatstadt, dazu der gute Job. Doch er sei in gutem Kontakt mit den Eagles geblieben, und jetzt klappte es. Gemeinsam mit seinem Freund Timo Völkerink betreut Wesselkamp diverse Teams im Verein und war sofort voll integriert. Mit Flavios Stückemann Comeback in der ersten Herrenmannschaft ist das Freunde-Trio bei den Eagles wieder komplett.

Wesselkamp ist Völkerinks Cotrainer und Vertreter in der 2. Herrenmannschaft und in der NBBL. Dort müsse nach der überraschenden Qualifikation mit der Academy der Klassenerhalt das Ziel sein, bei der 2. Herren gehe es um die bestmögliche Platzierung, so der 34-Jährige. Den Nachwuchs will er an den professionellen Weg heranführen, aber auch den Breitensport hat er im Blick. Wichtig in beiden Bereichen: „Immer wieder die Basics.“ Es gelte, die Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln, ihnen aber auch mit dem Basketball eine soziale Basis zu geben. Eines hat Wesselkamp aber auch in 16 Jahren als Coach gelernt: „Bei den Senioren trainierst du große Kinder, in der Jugend kleine Kinder.“

Etwas anderes will er noch lernen: Der Neu-Eagle beschreibt sich als „sauehrgeizig“. Eine Folge davon: „Ich hasse es zu verlieren“ – da müsse er sich als Trainer im Bereich Gelassenheit noch weiterentwickeln. Von den Talenten, die er bei den Eagles vorgefunden hat, ist Wesselkamp schon jetzt beeindruckt, und auch die Anfänger will er schnell auf ein höheres Niveau bringen: „Die Begeisterung ist ja da.“

 

 

Die Saison kann kommen

Wer spielt da in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Eagles? Was gibt es sonst Neues im Verein? Das Interesse war groß – beim Vereinsabend war die Mensa der Kaiser-Karl-Schule gut gefüllt.

Vor dem Essen gab es Informationen. Eagles-Schatzmeister Stefan Flocken, gleichzeitig Teammanager der ProB-Mannschaft, lieferte einen Überblick über die Entwicklungen im Verein. Fazit: Es läuft sehr gut mit inzwischen mehr als 300 Mitgliedern. Ausdrücklich dankte er den Eltern dafür, dass sie dem Verein ihre Kinder anvertrauen. Natürlich sprach Flocken auch die aktuelle Sperrung der Lehmwohldhalle an: Für das erste Saison-Heimspiel am 29. September sei man guter Dinge, dort wieder spielen zu können. Die Saisoneröffnung für die Fans muss am Freitag, 14. September, allerdings in Wilster stattfinden. Um 19.30 Uhr beginnt dort in der Halle der Gemeinschaftsschule das Spiel gegen die Rostock Seawolves.

Danach war Headcoach Pat Elzie an der Reihe. Er dankte den vielen Ehrenamtlern im Verein, ohne die es nicht gehe, und stellte die Mannschaft für die neue Saison vor. Das erledigte er in gewohnt launiger Form – obwohl, welcher Spieler nun wirklich der bestaussehende ist, können die Zuschauer dann vielleicht doch lieber selbst entscheiden...

 

 

Premiere als Bufdi

„Eigentlich hatte ich gar kein Interesse am FSJ.“ Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist es für Leon Hutter auch nicht geworden. Dafür darf er von sich behaupten, bei den Itzehoe Eagles ein Vorreiter zu sein: Der 19-Jährige aus Itzehoe ist der Erste, der im Verein einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) absolviert.

Nach dem Abitur am Sophie-Scholl-Gymnasium wollte Leon Hutter ursprünglich ein Jahr pausieren und jobben. Und natürlich Basketball spielen in der 2. und auch der 1. Herrenmannschaft – so weit hat er es gebracht, seit er 2009 zu dem Sport kam. Doch als Bufdi könne er sich die Zeit noch freier einteilen und sich weiterentwickeln. Neue Erfahrungen wolle er sammeln und als Unterstützer im Bereich der Schul-AGs und Jugendteams auch lernen, mit Kindern noch besser umzugehen, sagt Leon Hutter. Zudem ist organisatorische Hilfe immer und überall im Verein willkommen, das kennt er schon: „Es ist auch ein Feuerwehrmann-Job.“

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