Zum Schluss nicht belohnt

Sie waren eindeutig besser und führten klar. Doch am Ende standen sie erneut mit leeren Händen da: Die Itzehoe Eagles bleiben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga vom Pech verfolgt. Die PS Karlsruhe Lions gewannen gegen den Vorletzten mit 89:85 (23:22, 19:30, 26:21, 21:12).

Die Anfangsphase brachte eine gute Nachricht für die Gäste: Nach nur 38 Sekunden musste Lions-Center Tom Alte mit seinem zweiten Foul vorsichtshalber auf die Bank. Dennoch missriet der Auftakt für die Eagles: Sie verloren einen Ball nach dem anderen und lagen schnell mit 9:0 hinten. Dann aber fingen sie sich, passten besser auf den Ball auf und arbeiteten sich ins Spiel, vor allem gestützt auf Punkte von Chris Hooper und Petar Aranitovic.

Marko Boksic glich zum 15:15 erstmals aus, danach wechselte die Führung bis ins zweite Viertel ständig. Die Itzehoer spielten eine Zonenverteidigung, die zusehends Wirkung zeigte, weil die Karlsruher ihre Würfe nicht trafen. Die Gäste zunächst auch nicht, dann versenkte Yasin Kolo (Foto) seine beiden ersten Dreier. Filmore Beck legte gegen seinen früheren Club nach, seine beiden erfolgreichen Distanzwürfe brachten die 52:42-Halbzeitführung für die Eagles.

Nach dem Wechsel ging es weiter: Dreier Kolo, Dreier Lucien Schmikale, der Vorsprung wuchs. Es folgten allerdings Fehler, dennoch blieben die Gäste mit etwa zehn Punkten vorn. Zum 71:62 traf Neuzugang Myles Charvis per Dreier in seinem ersten Einsatz für die Itzehoer, die aber den Gastgebern noch gestatteten, bis zum Viertelende auf 73:68 aufzuschließen.

Umkämpft ging es weiter, nach einigen Fahrkarten von der Freiwurflinie schmolz der Vorsprung der Eagles langsam dahin, bis die Lions knapp drei Minuten vor Schluss zum 79:78 in Führung gingen. Beide Teams vergaben hektisch Chancen, dann war wieder Kolo zur Stelle: Staubtrocken traf er seine Dreier Nummer vier und fünf und brachte damit jeweils sein Team in Front.

Doch als es 84:84 stand, ging der Gäste-Angriff gründlich schief, Kolo kassierte sein fünftes Foul und musste auf die Bank. Die entscheidenden Aktionen gelangen – wieder einmal – dem Gegner: Zur Halbzeit hatten die Eagles den herausragenden Karlsruher Stanley Whittaker noch bei vier Punkten gehalten, am Ende hatte er 24. Dazu gehörte der entscheidende Dreier zum 87:84. Beck hätte ausgleichen können, nachdem er beim Distanzwurf gefoult worden war – doch nur einer der drei Freiwürfe saß, bei insgesamt neun Versuchen von der Linie im letzten Viertel waren die Itzehoer nur zwei Mal erfolgreich. Karlsruhe hingegen traf die beiden Freiwürfe, um den Sieg zu sichern.

Am kommenden Wochenende sind die Eagles erneut auswärts gefordert. Es geht zum Spitzenteam aus Jena.

Eagles: Yasin Kolo (23, 5 Dreier, 11 Rebounds), Chris Hooper (21, 1 Dreier, 9 Rebounds), Petar Aranitovic (16), Marko Boksic (8), Myles Charvis (7, 1 Dreier), Filmore Beck (7, 2 Dreier), Lucien Schmikale (3, 1 Dreier), Tobias Möller, Erik Nyberg, Alieu Ceesay, Leon Fertig.

Foto: Reiner Stöter, Norddeutsche Rundschau

 

 


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