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Niederlage zum Schluss

Die Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ist für die Itzehoe Eagles beendet. Zum Abschluss gab es mit dem 79:95 bei den Iserlohn Kangoroos eine Niederlage, die aber keine Bedeutung hatte – den Klassenerhalt hatten die Itzehoer sich bereits am Wochenende zuvor gesichert.

Ohne die erkrankten Filmore Beck und Ibrahim Jabby erwischten die Gäste einen langsamen Start. Auch Coach Timo Völkerink war nach Krankheit nicht fit, ließ es sich aber nicht nehmen, im letzten Spiel an der Seitenlinie zu stehen. Er verteilte schon früh die Spielzeit und schickte die jungen Akteure auf das Feld, sodass in der ersten Halbzeit sämtliche Spieler im Kader zum Einsatz kamen und auch punkteten. Es entwickelte sich eine lebhafte und unterhaltsame Partie, in der sich bei beiden Teams gelungene Aktionen und Fehler abwechselten. Etwas mehr Fehler machten die Itzehoer, deswegen lagen sie nach dem ersten Viertel mit 20:25 zurück.

Im zweiten Viertel übernahmen die Eagles die Kontrolle. Punkte wurden schön herausgespielt, die Defensive verzeichnete einige Ballgewinne. Nach einem davon vollendete Dominick Oliveri per Dunk zum 34:34, die folgende Auszeit der Iserlohner zeigte wenig Wirkung: Eagles-Kapitän Erik Nyberg brachte sein Team mit zwei schnellen Dreiern nach vorn. Der Vorsprung wuchs bis auf neun Punkte, auch weil die Gastgeber von außen überhaupt nichts mehr trafen. Als sich das direkt vor dem Wechsel änderte, schrumpfte die Führung rasant. In der Schlusssekunde konnten die Kangaroos mit einem Dreier von der Mittellinie tatsächlich noch zum 51:51 ausgleichen.

In der zweiten Hälfte klappte dann nicht mehr viel bei den Itzehoern. Beim 56:56 stellte Jack Fritsche noch einmal den Gleichstand her, doch das flüssige Angriffsspiel war verschwunden, in der Verteidigung gab es zu viele Löcher. So setzte sich Iserlohn mit einem 25:11 in diesem Abschnitt ab, die Gäste hatten keine Mittel mehr, um dagegen etwas zu tun.

Wenn eine Mannschaft wie Iserlohn einen Gang hochschalte, fehle dem dezimierten Team am Ende auch etwas die Qualität, die Sicherheit auf dem Feld gebe, stellte Völkerink fest. „Man hat auch gemerkt, dass die Jungs mental müde sind, ein paar Wege wurden nicht mehr gegangen.“ Zudem habe sich die Mannschaft viel zu viele Ballverluste erlaubt, um auswärts ein Spiel zu gewinnen. Insofern gehe die Niederlage in Ordnung, sagte der Coach. Für die letzten Minuten der Zweitliga-Saison schickte er neben Robert Heise vier junge Spieler aufs Feld, die alle auch in der zweiten Herrenmannschaft der Eagles aktiv waren.

Eagles: Mason Vires (13), Dominick Oliveri (12, 13 Rebounds, 5 Assists), Robert Heise (12), Erik Nyberg (11, 3 Dreier), Jack Fritsche (10, 2 Dreier), Tim Schlegel (7), Jerrik Hennig (5), Iván Catani (2), Matthias Biermann-Ratjen (2), Henrik Adler (2), Tobias Möller (2), Tjelle Dietz (1).

Foto: Reiner Stöter

 

 

 

Entspannt nach Iserlohn

Es ist der letzte Akt einer schwierigen Saison: Bei den Iserlohn Kangaroos beenden die Itzehoe Eagles die Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Partie beginnt am Sonnabend um 19.30 Uhr und wird im Livestream übertragen im Youtube-Kanal der Iserlohn Kangaroos.

Es hätte ein Nervenspiel werden können für die Eagles, doch das haben sie sich erspart mit dem großen Sieg gegen Leverkusen vor einer Woche. Weil Konkurrent Herford gleichzeitig verlor, ist der Klassenerhalt geschafft. Die Itzehoer können also ohne Druck nach Iserlohn fahren, und das ist auch gut so, denn der Kader ist dezimiert. Filmore Beck und Ibrahim Jabby sind krank, es werde eng bis zum Spiel, sagt der ebenfalls angeschlagene Coach Timo Völkerink. Ole Friedrichs fällt definitiv aus, Mason Vires (Knie) voraussichtlich auch, Robert Heise konnte erst spät in der Woche wieder einsteigen.

Die stark besetzten Kängurus seien eigentlich weiter oben in der Tabelle zu erwarten gewesen, so Völkerink. Die Gastgeber wollten schnell spielen und setzten dafür oft auf eine kleine Aufstellung - deshalb müssten die Eagles mit dem gleichen Kampfgeist zu Werke gehen wie zuletzt gegen Leverkusen. Beide Teams könnten befreit aufspielen, es werde darum gehen, den Ball gut zu bewegen und ein letztes Mal als Team zu harmonieren.

 

 

 

Gigantisch! Gerettet!

Die letzten Sekunden: ein Jubelsturm. Das ausverkaufte Sportzentrum am Lehmwohld bebt, als die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu Ende geht. Die Itzehoe Eagles haben den Tabellenführer Bayer Giants Leverkusen am Pano-Spieltag mit 85:79 (17:22, 17:23, 23:16, 28:18) niedergerungen. Und das heißt: Der Klassenerhalt ist geschafft! Denn Konkurrent Herford hat parallel gegen die Seawolves Academy aus Rostock mit 95:104 verloren und kann die Eagles am letzten Spieltag nicht mehr überholen.

Manch einer kommt vor Staunen gar nicht zum Jubeln. Die Ausgangslage der Itzehoer war vor den beiden abschließenden Spielen nicht gut, aber sie werfen an diesem Abend alles auf das Spielfeld. Beim Kampfgeist habe sich die Mannschaft keinen Hänger geleistet, sagt Coach Timo Völkerink. „Wir sind zu jeder Zeit im Spiel geblieben und haben gesehen, was dann für uns möglich ist.“

Das gilt schon in den ersten Minuten. Ex-Eagle Trey McBride legt für die Giants sehr stark los, doch die Gastgeber halten dagegen und führen zunächst. Erst als Leverkusen gute Lösungen gegen die zwischenzeitliche Zonenverteidigung der Itzehoer findet und hochprozentig trifft, geht der Favorit in Führung. Im zweiten Viertel, das teils sehr zerfahren verläuft mit vielen Unterbrechungen, treffen die Eagles zu wenig. Da tut es gut, dass Filmore Beck mit der Schlusssirene noch einen Dreier zum 34:45 versenkt.

Im dritten Abschnitt pirschen sich die Itzehoer immer mehr heran an die Gäste, bei denen der frühere Eagles-Akteur Marko Boksic verletzt passen muss. Der Tabellenführer spielt keineswegs schlecht, verliert aber seine Sicherheit aus der ersten Hälfte. Nach einem spektakulären Block von Dominick Oliveri verkürzt Jack Fritsche (Foto), dem in der ersten Hälfte noch sehr wenig gelang, auf sechs Punkte und setzt wenig später noch einen drauf: Mit der Schlusssirene sitzt trotz enger Verteidigung sein Dreier zum 57:61.

Was dann folgt, ist eine faszinierende Show. Erik Nyberg und Fritsche mit Dreiern sorgen für das 63:63. Danach trifft Nyberg drei weitere Distanzwürfe und führt sein Team zum 72:68, muss dann aber mit dem fünften Foul auf die Bank. Doch die Eagles-Defensive macht es den Giants weiterhin sehr schwer, drei Minuten vor Schluss erhöht Fritsche per Dreier auf 77:70. Als noch 104 Sekunden zu spielen sind, stellt Mason Vires gar auf 82:71. Aber die Entscheidung ist das noch nicht: Aggressive Verteidigung der Gäste führt zu Ballverlusten der Eagles, insbesondere McBride (26 Punkte) gibt sich nicht geschlagen und verkürzt 36 Sekunden vor Schluss von der Linie auf 79:83. Direkt danach trifft Tobias Möller nervenstark von der Linie und krönt mit den letztlich vorentscheidenden Punkten seine Leistung. „Er hat uns sehr viel Stabilität gegeben“, lobt Völkerink seinen Center. Generell habe Möller sich im Abstiegskampf noch einmal sehr gesteigert.

Hallensprecher Peter Poppe hat schon Minuten vor dem Ende die Herforder Niederlage verkündet, so beginnt mit der Schlusssirene die Klassenerhalts-Party auf dem Feld und auf der Tribüne. Für die Unterstützung in der ganzen Saison könnten Spieler und Trainer sich nur bedanken, sagt Völkerink. „Wir sind froh, dass wir mit diesem Ergebnis ein bisschen zurückzahlen konnten.“ Nun können die Eagles entspannt zum letzten Saisonspiel in Iserlohn reisen.

Eagles: Erik Nyberg (22, 6 Dreier), Jack Fritsche (19, 4 Dreier, 2 Blocks), Mason Vires (14), Filmore Beck (12, 2 Dreier), Tobias Möller (9, 10 Rebounds), Dominick Oliveri (7, 12 Rebounds, 7 Assists, 2 Blocks), Iván Catani (2), Robert Heise, Ibrahim Jabby, Tim Schlegel, Tjelle Dietz, Tino Wohltmann.

Fotos: Itzehoe Eagles/Reiner Stöter (Norddeutsche Rundschau)

 

 

 

Das letzte Heimspiel

Es ist das letzte Heimspiel der Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Itzehoe Eagles. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass es bis auf Weiteres das letzte Zweitliga-Heimspiel wird: Die Abstiegsgefahr ist vor den letzten beiden Partien akut. In dieser Situation kommt laut Coach Timo Völkerink ins Sportzentrum am Lehmwohld „das Beste, was die Liga zu bieten hat“. Sonnabend (30. März) um 19.30 Uhr geht es am Pano-Spieltag im Sportzentrum am Lehmwohld gegen die Bayer Giants Leverkusen.

Die Gäste stehen an der Tabellenspitze, das erklärte Ziel des Teams von Ex-Nationalspieler Hans-Jürgen (Hansi) Gnad ist der Wiederaufstieg in die ProA. „Sie sind tief besetzt und haben viele verschiedene Optionen“, sagt Völkerink. Zu den besten davon gehören die Ex-Eagles Trey McBride und Marko Boksic.

Die Wiedersehensfreude muss kurz ausfallen, denn die Gastgeber brauchen den Sieg. Die Itzehoer stehen als Drittletzter auf einem Nichtabstiegsplatz, doch direkt hinter ihnen lauern die punktgleichen Herforder, deren Restprogramm auf dem Papier deutlich leichter ist als das der Eagles, die zum Abschluss nach Iserlohn müssen. Ein Erfolg am vergangenen Wochenende bei den TKS 49ers wäre ein wichtiger Schritt gewesen, doch die Itzehoer gaben ihn nach hoher Führung aus der Hand. Dazu sagt der Trainer: „Wir haben die Enttäuschung der letzten Woche aufgearbeitet und sind bereit, alles auf dem Feld zu lassen.“

Er hat den kompletten Kader zur Verfügung und setzt auf viel Unterstützung von den Rängen: „Wir haben bereits sechs Heimspiele gewonnen und glauben daran, mit unseren Fans im Rücken die Sensation zu schaffen. Dafür müssen wir konstant punkten, das Spiel darf nicht zu schnell werden, und unser Rebounding muss wieder besser werden.“

Karten gibt es im Ticketshop sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop in der Sportabteilung von Behrens & Haltermann in Itzehoe. Zudem ist das Spiel kostenlos im Grünwatt-Livestream zu sehen im Kanal der Eagles auf Twitch.

Hohe Führung reicht nicht

Die Itzehoe Eagles haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga die nächste Chance verpasst. Bei den TKS 49ers führten sie hoch, brachen dann aber in der Offensive völlig ein und verloren die Partie mit 73:75 (16:32, 21:21, 15:21, 5:17).

Es war ein sehr wichtiges Spiel für die Eagles, und so begannen sie auch: Defensiv standen die Gäste stabil, im Angriff lief es. Das lag vor allem an Filmore Beck (Foto), der im ersten Viertel ein Feuerwerk abbrannte. Mit frühen Dreiern brachte er sein Team in Führung, insgesamt traf Beck fünf Drei-Punkte-Würfe und kam auf 20 Punkte in den ersten zehn Minuten.

So ging es allerdings nicht weiter. Beck musste foulbelastet auf die Bank und verlor seinen Rhythmus – wie sich herausstellen sollte für den Rest der Partie. Auch die Foulprobleme von Kapitän Erik Nyberg waren eine Hypothek für die Eagles. Doch andere sprangen zunächst in die Bresche, vor allem Mason Vires und Robert Heise, der wichtige Offensivrebounds holte und daraus punktete. Der Vorsprung wuchs bis auf 20 Zähler, beim Halbzeitstand von 53:37 sah es immer noch gut aus.

Nun brauchten die Itzehoer einen den guten Start in die zweite Hälfte, um beim Gegner vom Berliner Rand gar nicht erst Hoffnung aufkommen zu lassen. Das Gegenteil war der Fall: Die Eagles machten Fehler, die Gastgeber fanden Lücken in der Zonenverteidigung und verkürzten den Rückstand auf unter zehn Punkte. Erst nach knapp fünf Minuten begannen die Gäste zu punkten durch Dreier von Jack Fritsche und Erik Nyberg sowie Aktionen unter dem Korb. Überhastete Aktionen verhinderten, dass sie den ursprünglichen Vorsprung wieder herstellten, immerhin begrenzten sie den Schaden und führten vor dem letzten Viertel immer noch mit 68:58.

Was im Schlussabschnitt bei den Gästen noch funktionierte, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: nichts. Sie verloren unnötig mehrfach den Ball und trafen einfach nicht mehr, nur fünf Zähler in den letzten zehn Minuten waren das Resultat. Die Gastgeber spielten längst nicht überragend, aber gut genug, um drei Minuten vor Schluss das erste Mal in Führung zu gehen. Diese holte Vires 75 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen zum 73:72 noch einmal zurück, doch im folgenden Angriff machten die Berliner den entscheidenden Korb, während die Eagles keinen vernünftigen Wurf mehr zustande brachten. Nach dem Freiwurf zum 75:73 zwei Sekunden vor Schluss setzen die 49ers mit einem absichtlich vergebenen zweiten Freiwurf die Uhr in Gang, so blieb Nyberg nur noch ein erfolgloser Verzweiflungswurf aus der eigenen Hälfte.

„Wir haben uns durch eine sehr physische Spielweise des Gegners in der zweiten Halbzeit den Rhythmus klauen lassen“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. „Das darf uns in so einem Spiel nicht passieren. Schmerzhafter kann eine Niederlage nicht sein.“

Auf der Rückfahrt verfolgten die Itzehoer gespannt am Handy das direkte Duell der Kontrahenten im Keller, Iserlohn und Herford. Iserlohn gewann knapp, so blieben die Itzehoer auf einem Nichtabstiegsplatz vor den punktgleichen Herfordern. Allerdings haben diese auf dem Papier das leichtere Restprogramm, während die Eagles am letzten Spieltag nach Iserlohn müssen und zuvor am kommenden Sonnabend am Pano-Spieltag beim letzten Heimauftritt der Saison die Bayer Giants Leverkusen empfangen – den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten. Karten gibt es im Ticketshop sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop in der Sportabteilung von Behrens & Haltermann in Itzehoe.

Eagles: Filmore Beck (22, 5 Dreier), Mason Vires (16), Jack Fritsche (11, 3 Dreier), Robert Heise (8), Dominick Oliveri (6, 16 Rebounds, 3 Blocks), Erik Nyberg (6, 2 Dreier, 6 Assists), Tobias Möller (4), Tim Schlegel, Jerrik Hennig, Ibrahim Jabby, Henrik Adler, Matthias Biermann-Ratjen.

 

 

 

Schlüsselspiel in Berlin

Drei Partien noch in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Itzehoe Eagles sind als nächstes in Berlin bei den TKS 49ers gefordert – „für uns ein Schlüsselspiel“, sagt Coach Timo Völkerink. Die Partie beginnt am Sonnabend um 18 Uhr, sie wird kostenpflichtig (5 Euro) übertragen auf Sportdeutschland.tv.

Die Ausgangslage für die Eagles ist klar: Sie sind punktgleich mit dem Vorletzten Herford und brauchen den Sieg dringend. Allerdings gilt das auch für die 49ers, die nach fünf Niederlagen in Folge auf den zehnten Platz abgerutscht sind und sich bei einer weiteren Pleite endgültig im Abstiegskampf wiederfinden. Das Hinspiel gewannen die Eagles mit 74:67, und das trotz schwacher Leistung und schlechter Wurfquote, wie Völkerink sagt.

Die 49ers überzeugten mit ihrem Zusammenhalt, sie seien „ein unangenehmer Gegner, der für ein sehr physisches Spiel bekannt ist“. Erneut werde das Rebounden ein Schlüssel sein, außerdem gilt: „Wir müssen die Intensität annehmen und unseren Vorteil auf den kleinen Positionen ausnutzen.“

Die Trainingssituation habe sich nach vielen Ausfällen langsam verbessert, sagt der Trainer. Die ersten Spieler kehrten nach überstandener Krankheit zurück, es sei aber noch nicht klar, wie der Kader am Sonnabend aussehen werde. Sicher ist allerdings, dass Iván Catani nicht mitspielen wird: Nach seiner Disqualifikation beim Spiel in Wolmirstedt ist er für ein Spiel gesperrt worden.

Foto: Ole Kunzmann/Schichtwechsel Marketing

Dezimiert verloren

Zwischendurch nahmen sie Kurs auf eine Überraschung, dann reichte es doch nicht für die dezimierten Itzehoe Eagles. In der BARMER 2. Basketball Bundesliga haben sie beim Tabellensechsten SBB Baskets Wolmirstedt mit 70:88 (19:27, 23:20, 19:22, 9:19) verloren.

„Das Ergebnis spiegelt auf keinen Fall den Spielverlauf wider“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Verzichten mussten die Itzehoer auf die Dreier von Filmore Beck, der erkrankt fehlte. Das Team startete langsam und geriet gegen die physisch starken Gastgeber schnell mit 0:9 und 4:14 in Rückstand. Dann kamen die Eagles besser ins Spiel, angeführt von Kapitän Erik Nyberg und Mason Vires, die beide in der ersten Hälfte zweistellig punkteten.

Die Baskets trafen gut von außen und fanden auch immer wieder den Weg unter den Korb, die Folge waren viele Fouls der Gäste. Diesen fehlte plötzlich noch ein Spieler: Nach anderthalb Minuten im zweiten Viertel gerieten Iván Catani und der Wolmirstedter Bill Borekambi aneinander – die Schiedsrichter entschieden auf disqualifizierende Fouls gegen beide. Das verdauten die Gastgeber besser, die nun kaum einmal von der Verteidigung der Eagles gestoppt werden konnten. Der Vorsprung wuchs bis auf 15 Punkte an. Doch mit Dreiern brachten Nyberg und Vires ihr Team wieder heran, während die Quote beim Gegner nach unten ging. So stand es zur Halbzeit nur noch 47:42 für die Baskets.

In den ersten Minuten nach dem Wechsel war Jack Fritsche die Hauptfigur: Erst holte er sich sein viertes Foul ab, dann machte er mit zwei starken Aktionen fünf schnelle Punkte, direkt danach wurde er mit dem fünften Foul auf die Bank geschickt. Trotzdem blieb seine Mannschaft am Drücker, Vires glich aus, Tobias Möller traf zum 57:56 (26. Minute).

Diese erste Führung sollte auch die einzige bleiben für die Itzehoer. Ein Vires-Dreier brachte noch einmal das 60:60, doch der Schluss des Viertels verlief unglücklich. Beim Stand von 61:64 verschenkten die Gäste einen Einwurf, es folgte ein unsportliches Foul durch Möller, als er versuchte, den Schnellangriff zu stoppen. Wolmirstedt traf beide Freiwürfe und aus dem folgenden Ballbesitz auch noch einen Dreier. So stand es vor dem letzten Viertel auf einmal 69:61. Die Eagles kämpften weiter und hatten bei sieben Punkten Rückstand fünf Minuten vor dem Ende immer noch eine Chance. Dann gelang offensiv zu wenig, um noch einmal heranzukommen.

Gerade gegen Ende seien die Ausfälle von Beck, Catani und Fritsche nicht aufzufangen gewesen, sagte Völkerink. Es tue ihm leid für das Team, das drei Viertel lang sehr gut gespielt habe, bevor die Kräfte geschwunden seien. Dieses Lied sei aus der Saison bekannt, aber der Coach betonte: „Wenn wir mit so einer Leistung in die nächsten drei Spiele gehen, werden wir unser Ziel erreichen.“ Natürlich werde eine gesunde Mannschaft benötigt, aber erneut habe ein funktionierendes Team auf dem Feld gestanden, das über kleine Fehler gestolpert sei. Eine gute Nachricht gab es doch: Weil Wedel in letzter Sekunde bei der BBG Herford Schützenhilfe leistete (72:70), blieb den Eagles der Sturz auf einen Abstiegsrang erspart.

Eagles: Erik Nyberg (19, 3 Dreier), Mason Vires (18, 2 Dreier), Tobias Möller (9), Jack Fritsche (9, 1 Dreier), Dominick Oliveri (5, 9 Rebounds), Tim Schlegel (4), Robert Heise (4), Jerrik Hennig (2), Iván Catani, Matthias Biermann-Ratjen, Henrik Adler.