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Staunen über Vishay-Bau

Treffen vor der Baustelle der Chipfabrik (v. l.): Leif Henningsen, Iván Catani, Dominick Oliveri, Mason Vires und Otto Graf.

Es ist die aktuell größte Baustelle in Itzehoe, und verantwortlich dafür ist ein Partner der Itzehoe Eagles. Grund genug für Dominick Oliveri, Mason Vires und Iván Catani aus dem Zweitliga-Team der Eagles, sich das Geschehen neben dem Sitz von Vishay Siliconix genauer anzusehen: Dort entsteht eine neue Fabrik für die Fertigung von Mikrochips, die insbesondere in der Autoindustrie verwendet werden.

400 Millionen Dollar – die Investitionssumme ließ die Basketballer staunen. Der Itzehoer Vishay-Geschäftsführer Leif Henningsen und Projektleiter Otto Graf begrüßten sie vor der Baustelle, auf der mehrere Kräne und viele Betonsäulen in die Höhe ragen. Ab Anfang 2026 sollen dort Mikrochips produziert werden, 150 zusätzliche Mitarbeiter werden eingestellt – und das hat längst begonnen. „Um die benötigten Fachkräfte zu gewinnen, müssen wir ihnen gute Bedingungen bieten am Arbeitsplatz und darüber hinaus“, betonte Leif Henningsen. Die gesamte Region müsse attraktiv sein für Arbeitnehmer und ihre Familien: „Die Eagles sind dabei ein wichtiger Baustein.“ Der Geschäftsführer weiß, wovon er redet – und er versprach den drei Spielern, auch künftig möglichst jedes Heimspiel zu besuchen.

Deutliche Niederlage

Defensiv die nächste Steigerung zeigen und offensiv einen guten Tag erwischen – so wollten die Itzehoe Eagles die RheinStars Köln vor Probleme stellen. Aus den guten Vorsätzen wurde nichts, in der BARMER 2. Basketball Bundesliga kassierten die Eagles eine herbe Pleite am Rhein und verloren 70:110 (21:29, 21:26, 13:24, 15:31).

Die Erklärung ist einfach: Die Gastgeber waren in allen Belangen deutlich besser. Trotzdem konnten die Eagles im ersten Viertel, gestützt auf die Dreier von Filmore Beck, noch mithalten. Erst fielen sie zurück, doch im Angriff lief der Ball immer wieder gut. In der Verteidigung zeigten sich allerdings die Probleme, die die Itzehoer durch das ganze Spiel begleiteten: Köln dominierte den Rebound und auch sonst das Geschehen unter dem Korb, wo sich die Eagles kaum einmal durchsetzen konnten. Zudem begingen sie sehr viele Fouls und liefen oft in die Fallen, die ihnen die Verteidigung des Gegners stellte, Ballverluste waren die Folge. So wurde aus einem 17:19 noch ein Acht-Punkte-Rückstand nach den ersten zehn Minuten.

Das zweite Viertel verlief ähnlich, und als die Gäste den Kölner Center Björn Rohwer (20 Punkte) nicht mehr halten konnten, lagen sie zweistellig zurück. Die eigene gute Trefferquote hielt die Eagles noch halbwegs im Spiel beim Pausenstand von 55:42 für die RheinStars.

Danach ging es nur noch bergab. Auch offensiv funktionierte nun bei den Itzehoern nicht mehr viel, bei denen die Foulprobleme weiter zunahmen. Letztlich hatten sie den Kölnern nichts entgegenzusetzen und häuften rekordverdächtige 30 Ballverluste an. Die Gastgeber ließen nicht locker, trafen gut und hatten ihren Spaß am Spiel auf dem Weg zum mehr als deutlichen Erfolg. Noch das Positivste an diesem Abend: Mit Jerrik Hennig und Matthias Biermann-Ratjen spielten zwei Nachwuchsakteure der Eagles ihre ersten Minuten in der ProB.

„Köln war eine Nummer zu groß für uns“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Gegen das Spitzenteam zu verlieren, sei keine Schande, in dieser Form aber ein herber Schlag: Defensiv kein Zugriff und viel zu viele Fehler, so seine Analyse. „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir nicht mehr Gegenwehr leisten konnten“, sagte Völkerink. Doch in der aktuellen Situation sei keine Zeit, um lange zu hadern – die Partie müsse aufgearbeitet und es müssten die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Mit den eigenen Fans im Rücken wolle das Team am kommenden Sonnabend ein anderes Gesicht zeigen: Dann kommt mit den EN Baskets Schwelm das nächste Spitzenteam, Karten gibt es im Ticketshop oder am Fanshop bei Behrens & Haltermann.

Eagles: Filmore Beck (26, 5 Dreier), Erik Nyberg (10, 2 Dreier), Mason Vires (10, 1 Dreier), Tobias Möller (7), Jack Fritsche (5, 1 Dreier), Robert Heise (4), Dominick Oliveri (3), Ivan Catani (3, 1 Dreier), Ibrahim Jabby (2), Jerrik Hennig, Matthias Biermann-Ratjen, Tim Schlegel.

 

Hohe Hürde in Köln

Der Jahresauftakt ist gelungen für die Itzehoe Eagles: Zu Hause gegen Herford und auswärts in Ibbenbüren haben sie zwei Spiele gewonnen, die gewonnen werden mussten. Das reichte für das Aufrücken auf Platz 10 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, allerdings punktgleich mit dem Vorletzten Bernau. Nun folgen schwere Partien gegen Spitzenteams – zum Auftakt treten die Eagles am Sonnabend um 18 Uhr bei den RheinStars Köln an.

Der Gegner spiele eine tolle Saison, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink anerkennend. Angeführt von Rupert Hennen, habe das Team einen sehr tiefen Kader und „die perfekte Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten“. Sehr auffällig sei bei den RheinStars auch die spezielle Verteidigung. Lange rangierten die Kölner an der Tabellenspitze, doch der Ausfall des litauischen Power Forwards Grantas Vasiliauskas tat weh: Nach drei Niederlagen in Folge mussten sie den ersten Platz an die Bayer Giants Leverkusen abtreten. Völkerink warnt: „Das macht sie zu Hause noch gefährlicher.“
Um selbst einem Team wie Köln gefährlich zu werden, sieht der Eagles-Coach zwei Voraussetzungen: „Wir müssen defensiv den nächsten Schritt machen und brauchen offensiv einen besseren Tag.“ Das Spiel wird im Livestream übertragen auf Sportdeutschland.tv.

Endlich ein Auswärtssieg!

Das Schlusslicht gegen den Drittletzten – das ließ eine harte Auseinandersetzung erwarten. So kam es auch in der Partie zwischen den Ademax Ballers Ibbenbüren und den Itzehoe Eagles. Und die Gäste holten sich im Kellerduell der BARMER 2. Basketball Bundesliga wie erhofft die ersten Auswärtspunkte: Die Eagles gewannen mit 76:70 (20:13, 18:21, 21:17, 17:19).

Der Start gehörte mit einem schnellen 5:0 noch den Ballers, Filmore Beck glich für die Eagles aus, Robert Heise erzielte die Führung – die Itzehoer sollten sie nicht mehr hergeben. Zwei Minuten vor dem Viertelende machte Neuzugang Mason Vires per Dreier zum 18:9 seine ersten Punkte, nach zehn Minuten hatte die Defensive der Gäste bereits sechs Ballverluste des Tabellenletzten erwzungen.

Im zweiten Abschnitt erwischten die Gastgeber erneut den besseren Start, doch nach Ballgewinnen und einem Beck-Dreier aus großer Entfernung stand es 30:19. Allerdings waren die Ballers im Rebound deutlich überlegen, doch die Eagles-Verteidigung verhinderte, dass der Gegner größeren Schaden anrichten konnte. Besonders aufmerksam kümmerte sich die Defensive, allen voran Iván Catani, um den Amerikaner Denzel Livingston, der zur Halbzeit erst 2 seiner letztlich 16 Punkte auf dem Konto hatte. Dennoch war es zur Pause beim 38:34 wieder knapp.

Der offensive Rhythmus sei in der zweiten Hälfte verloren gegangen, stellte Eagles-Coach Timo Völkerink fest. Es gelang aber noch genug, um die Führung bei sieben bis zehn Punkten zu halten, sieben Minuten vor dem Ende markierte Dominick Oliveri das 66:54. Ibbenbüren kämpfte, nutzte kleine Fehler der Itzehoer und schaffte es immer wieder an die Freiwurflinie. Dort landeten in der spannenden Schlussphase auch die Eagles mehrfach, aber erst nach einem Fehlwurf Livingstons, der den Ausgleich bedeutet hätte, konnte Kapitän Erik Nyberg mit zwei verwandelten Freiwürfen den Sieg sichern.

Völkerink hatte viel Positives gesehen: Das Team habe sich gut in die Partie gekämpft und sei gut eingestellt gewesen. Vor allem gefiel ihm die konstant stabile Defensive, die eine Wende verhinderte: In der Hinrunde wäre ein solches Spiel noch verloren gegangen, so der Trainer. Es sei zu sehen gewesen, wie gut Catani dem Team tue, und dass Vires noch nicht voll im Spiel gewesen sei, könne man ihm nach den wenigen Trainingseinheiten nicht verübeln. Eines sei klar erkennbar: „Da steht eine Mannschaft, die füreinander arbeitet.“ Es folgen zwei Spiele gegen die Top-Teams, erst auswärts in Köln, dann zu Hause gegen Schwelm. Danach, so Völkerink, werde der Integrationsprozess der neuen Spieler abgeschlossen sein.

Eagles: Filmore Beck (21, 5 Dreier, 3 Ballgewinne), Dominick Oliveri (19), Mason Vires (9, 1 Dreier, 4 Assists), Iván Catani (8), Jack Fritsche (6, 2 Dreier, 9 Rebounds), Erik Nyberg (6), Tobias Möller (5), Robert Heise (2), Tim Schlegel, Ibrahim Jabby, Ole Friedrichs.

 

Revanche in Ibbenbüren

Es war wohl die bisher bitterste Niederlage der Saison. Im letzten Heimspiel vor dem Fest verloren die Itzehoe Eagles nach hoher Führung gegen die als Tabellenletzter und nur zu acht angetretenen Ademax Ballers Ibbenbüren. Jetzt sehen sich die Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga wieder: Sonnabend um 19 Uhr ist Sprungball in Ibbenbüren.

„Das Hinspiel ist uns allen in Erinnerung geblieben“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink. „Wir haben unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt und wollen das beantworten.“ Das werde nicht einfach, denn beim Aufsteiger warte eine große Kulisse mit viel Energie.

Zwischenzeitlich hatten die Ballers die rote Laterne an die Eagles abgegeben. Doch nach dem fulminanten 116:85 der Itzehoer gegen Herford am vergangenen Wochenende ziert Ibbenbüren nun wieder das Tabellenende. Die Eagles wollen nachlegen und endlich den ersten Auswärtserfolg der Saison holen.

Ihr Coach ist optimistisch: „Wir haben uns zuletzt deutlich verstärkt präsentiert, nach einer weiteren Woche hat sich der Trend im Training bestätigt.“ Iván Catani hat bereits in seinem ersten Spiel überzeugt, nun steht der neue Amerikaner Mason Vires vor seiner Premiere im Eagles-Trikot. Bis auf dessen Kollegen im Spielaufbau, Kapitän Erik Nyberg, seien alle im Team gesund, so Völkerink. „Und wir werden mit viel Selbstvertrauen nach Ibbenbüren kommen.“

Die Partie wird im Livestream übertragen auf dem Youtube-Kanal der Ademax Ballers Ibbenbüren.

Foto: Tim Schlegel (Reiner Stöter, Norddeutsche Rundschau)

 

 

 

Hello Mason, thanks TK!

Noch eine Veränderung im Kader der Itzehoe Eagles: Der Vertrag mit dem Amerikaner Tekorian Smith ist aufgelöst worden. An seiner Stelle läuft künftig dessen Landsmann Mason Vires für die Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf.

„Diese Entscheidung passt eigentlich nicht zu unseren Prinzipien und ist uns entsprechend schwer gefallen“, sagt Teammanager Stefan Flocken über Tekorian Smith (Bild unten). Doch sie sei getroffen worden, weil nach dem Sturz ans Tabellenende das Minimalziel Klassenerhalt in ernsthafte Gefahr geraten sei. „Tekorian ist ein untadeliger Sportsmann, der großen Einsatz gezeigt hat, und dazu noch ein sehr angenehmer Mensch“, sagt Flocken. „Wir danken ihm für sein großes Engagement bei den Eagles und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste. TK ist ein starker Basketballer – aber um unsere Ziele zu erreichen, haben wir uns nach einem Spieler umgesehen, der mehr Erfahrung im europäischen Basketball mitbringt und die Mannschaft durch den Rest der Saison tragen kann.“

Mit Mason Vires (Bild oben) wurde er gefunden. Der 27-Jährige sei ein klassischer Aufbauspieler, der aber wegen seiner Reboundstärke auch zusammen mit Erik Nyberg auf dem Feld agieren könne, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink. Ebenfalls sehr wichtig: Der 1,82 Meter große Vires sei ein exzellenter Verteidiger, könne das Tempo kontrollieren und sei sehr smart – „er passt somit perfekt zu uns“.

Der Neuzugang stammt aus Pontiac in Michigan und punktete während seiner College-Karriere durchgehend zweistellig. Die letzten beiden Jahre spielte er für das Culver-Stockton College und machte den Abschluss in Business Administration. Seine ersten Saisons als Profi beendete Vires mit starken Statistiken auf Malta und in Albanien. Jetzt, so sagt er, eröffne sich für ihn mit dem Vertrag bei den Eagles eine großartige Gelegenheit in Deutschland, um seine Karriere weiter voranzutreiben.

Besonders betont der 27-Jährige seine Arbeitseinstellung, seinen Charakter und seine Führungsqualitäten. Jeden Tag arbeite er mit vollem Einsatz für seine Ziele und wolle mit dieser Einstellung vorangehen. Mit anderen Clubs habe er schon Erfolg gehabt, diese Siegermentalität will Vires nun auch zu den Eagles bringen. Aus dem Tabellenkeller heraus möglichst noch Richtung Playoffs, das ist sein Ziel: „Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält.“

Fotos: Ole Kunzmann/Schichtwechsel Marketing - Itzehoe Eagles

Traumstart ins neue Jahr!

Ein Heimsieg – das sorgte für Erleichterung. Aber der erste Auftritt der Itzehoe Eagles im neuen Jahr war viel mehr als das: Die Fans in der fast vollen Lehmwohldhalle waren begeistert von ihrem Team. Und das zurecht: Die Eagles gewannen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die BBG Herford mit 116:85 (29:13, 33:20, 24:25, 30:27).

War das wirklich die Mannschaft, die mit zwei üblen Niederlagen vor Weihnachten ans Tabellenende abgestürzt war? Nicht ganz, Neuzugang Iván Catani gehörte sofort zur ersten Fünf und lieferte: „Man hat gemerkt, dass der Einsatz und das defensiv orientierte Spiel von Iván uns noch einmal einen richtigen Push geben“, sagte sein Coach Timo Völkerink. Doch die gesamte Mannschaft habe von der Einstellung her und kämpferisch eine Topleistung gezeigt.

Die 124 Punkte der Herforder im Hinspiel müsse man persönlich nehmen, hatte Völkerink vor dem Spiel gesagt. Das funktionierte: Die Itzehoer kamen mit großer Energie aufs Feld und ließen dem Gegner mit ihrer Verteidigung keine Luft – sie nötigten die Herforder zu 24 Ballverlusten und gestatteten ihnen erst nach mehr als fünf Minuten die ersten Punkte. Da führten die Eagles schon zweistellig, dabei blieb es für den Rest der Partie.

Auch die Disziplin in der Offensive habe gestimmt, stellte Völkerink fest, der Tobias Möller (Foto) heraushob: Der Center blieb aus dem Zwei-Punkt-Bereich ohne Fehlwurf und fuhr seine bisher beste Punktausbeute in der ProB ein. Im zweiten Viertel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst auf 20 Punkte aus, beim 62:33 zur Halbzeit waren es fast 30. Der Weg dahin war teilweise spektakulär, für das Highlight sorgte Tekorian Smith: Nach Ballgewinn war er allein durch und dunkte den Ball nach 360-Grad-Drehung in der Luft in den Korb.

Die zweite Hälfte verlief ausgeglichener, weil nun auch die BBG reichlich punktete. Am Sieg der Eagles bestand kein Zweifel, aber es ging noch um mehr: „Wir haben relativ früh im Spiel gemerkt, dass auch der direkte Vergleich nicht unmöglich ist“, sagte Völkerink. Dieser gibt bei Punktgleichheit den Ausschlag über die Platzierung, deshalb blieb die eigentlich klar entschiedene Partie bis in die Schlussphase intensiv und spannend. Am Ende gelang den Eagles auch das: Nach 26 Punkten Unterschied in Herford haben sie durch den Kantersieg mit 31 Punkten nun doch noch die Nase vorn.

Deshalb gelang der Sprung vom letzten Platz auf den ersten Nichtabstiegsrang. „Wir wollen probieren, das als Initialzündung zu nehmen für die nächsten Spiele“, sagte Völkerink. Fokussiert müsse weitergearbeitet werden, um das nächste Team im Keller zu schlagen: Kommenden Sonnabend geht es zum neuen Schlusslicht Ibbenbüren.

Eagles: Filmore Beck (25, 7 Dreier), Tekorian Smith (19, 3 Dreier, 6 Assists), Tobias Möller (16), Iván Catani (13, 6 Rebounds), Dominick Oliveri (12, 12 Rebounds, 8 Assists), Robert Heise (9), Erik Nyberg (9, 1 Dreier), Jack Fritsche (9, 1 Dreier), Tim Schlegel (4), Ibrahim Jabby, Jerrik Hennig, Ole Friedrichs.