Der vierte Sieg nacheinander in der BARMER 2. Basketball Bundesliga – das ist das Ziel der Itzehoe Eagles. Aber die Aufgabe ist schwer: Samstag, 25. Januar, um 19 Uhr beginnt die Partie bei den Berlin Braves 2000. Sie ist im Livestream auf dem Youtube-Kanal der Gastgeber zu sehen.
Diese haben am vergangenen Wochenende eine Niederlagenserie beendet: „Überraschend“ nennt Eagles-Coach Timo Völkerink den Erfolg der Braves bei den BSW Sixers, der sie an den Eagles vorbei wieder auf Platz 10 brachte. Nach dem Verlust zweier Leistungsträger hätten die Berliner erst Probleme gehabt, mittlerweile hätten sie ihre Neuzugänge Julius Stahl und den US-Amerikaner Jordan Mello-Klein integriert und durch den Sieg sicher Selbstvertrauen getankt. „Unabhängig davon sind sie ohnehin sehr heimstark“, sagt Völkerink. Das zeigten der Sieg gegen Paderborn und eine hauchdünne Niederlage gegen Spitzenreiter Leverkusen.
Ein Erfolg bei den Braves würde den Eagles im Abstiegskampf ordentlich Luft verschaffen, stellt der Trainer fest. „Wir wissen um unsere Chance und wollen 2025 weiter ungeschlagen bleiben. Dafür müssen wir länger an unserem defensiven Matchplan festhalten als zuletzt. Es wird ein spannendes Spiel, in dem wir unsere Vorteile am Brett nutzen müssen.“
Drittes Spiel des Jahres in der BARMER 2. Basketball Bundesliga und der dritte Sieg für die Itzehoe Eagles: Gegen die TKS 49ers war es am Pohl-Heimspieltag ein harter Kampf bis zum 79:75, obwohl die Gastgeber in der ersten Halbzeit mit 20 Punkten geführt hatten. „Wir sind dieses Mal nur mit dem ersten Viertel und dem Ergebnis zufrieden“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink.
Für ihn ist klar: „In ein paar Wochen fragt keiner mehr, wie wir dieses Spiel gewonnen haben.“ Dennoch gibt es einiges aufzuarbeiten: Im ersten Viertel sei zu sehen gewesen, was für die Eagles möglich gewesen wäre, wenn sie über 40 Minuten mit derselben Einstellung und Herangehensweise agiert hätten. Im zweiten Viertel habe das Team leider schon früh den offensiven Rhythmus verloren und aufgehört, Extrapässe zu suchen. Das sei auch klar an der Statistik der Assists abzulesen, so Völkerink: Beim klaren Heimsieg gegen Wedel seien es rekordverdächtige 27 Vorlagen gewesen, jetzt nur 16. „Wir haben einfach nicht lange und akribisch genug nach dem besseren Wurf gesucht.“
So wurde aus einem zwischenzeitlichen 40:20 in den letzten fünf Minuten bis zur Halbzeit ein 41:36. Und was dann passierte, sei eben Sport, stellt der Eagles-Coach fest: „Der Gegner hat gekämpft, der Gegner hat gebissen.“ Bei den Itzehoern sei nicht alles glatt gelaufen, aber die Mannschaft habe zu jeder Zeit in Sachen Intensität dagegen gehalten. Zur guten Ballbewegung habe sie nicht mehr zurückgefunden, was aber auch einer besseren Teamverteidigung der 49ers geschuldet sei, die an ihre Chance geglaubt hätten. Letztlich hätten die Eagles ihre Gäste stark gemacht: „Das ist natürlich etwas, das uns nicht passieren darf.“
Trotzdem sei es Meckern auf hohem Niveau, betont Völkerink. Es sei eine vor den Eagles platzierte Mannschaft geschlagen und in der Tabelle überholt worden. Mit dem letzten Korb von Adam Paige nach dem 97:99 im Hinspiel haben die Itzehoer zudem den direkten Vergleich gewonnen: „Das ist ein Riesenvorteil, den wir die ganze Woche im Blick hatten.“ Denn bei Punktgleichheit am Ende der Saison werden die Itzehoer vor den 49ers stehen – in der Vorsaison brachte genau das im Rennen mit Herford den Klassenerhalt.
Hervorzuheben sei erneut der Kanadier Paige, der 20 Punkte erzielte, dabei vier von sechs Dreiern traf, elf Rebounds holte und im dritten Spiel nacheinander einen Effektivitätswert von mindestens 30 erreichte. Mit Sicherheit werde er verdient zum Spieler des Monats gewählt.
Insgesamt sei zu sehen gewesen, dass die Entwicklung noch weiter voranschreiten müsse, stellt der Coach fest. Ziel müsse sein, eine Leistung wie im ersten Quarter länger aufrechtzuerhalten, zumal es mit Spielen gegen direkte Konkurrenten weitergeht: „Wir wissen, was für uns möglich ist, und sind im Januar noch nicht gesättigt.“
Erst sieht es nach einem souveränen Sieg aus am Pohl-Heimspieltag. Dann tun sich die Itzehoe Eagles doch noch sehr schwer, doch am Ende dürfen sie jubeln: Die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen die TKS 49ers endet 79:75 (25:11, 16:25, 19:25, 19:14).
Allein diese letzten 20 Sekunden. Die Eagles führen 76:72 und haben Einwurf. Unter Druck kann Adam Paige nur einen Notpass spielen, der Ball ist weg – aber kurz darauf blockt er spektakulär den Korbleger eines Berliners. Foul der Gäste, Erik Nyberg erhöht an der Freiwurflinie auf 77:72. Doch 2,4 Sekunden vor dem Ende versenkt TKS-Lenker Andrii Kozhemiakin, den die Gastgeber sonst meist im Griff hatten, einen Dreier. Nur noch 77:75, es geht auch um den wichtigen direkten Vergleich: Das Hinspiel hatten die Eagles nach Verlängerung mit 97:99 verloren. Auszeit Itzehoe, dann der Einwurf: Quadre Lollis findet Adam Paige (Foto) unter dem Korb. Der vollendet mit der Schlusssirene – Spiel gewonnen, direkter Vergleich auch.
Nach diesem Drama sieht es zunächst nicht aus. Mit Punkten von Alan Kikwaki und vom im ersten Viertel herausragenden Kapitän Nyberg übernehmen die Gastgeber sofort das Kommando. Auch die Defensive funktioniert, nach drei Minuten im zweiten Viertel erhöht Anell Alexis per Dreier auf 33:13. Auch beim 40:20 durch einen Paige-Dreier ist noch alles in Ordnung, doch in den letzten fünf Minuten bis zur Halbzeit machen die Eagles nur noch einen Punkt dank Fehlwürfen und Ballverlusten. Die 49ers kämpfen sich heran bis zum 41:36 für die Gastgeber.
Wer nun erwartet hat, dass die Itzehoer nach der Kabinenansprache durch Coach Timo Völkerink wieder zur anfänglichen Überlegenheit zurückfinden, sieht sich im dritten Viertel getäuscht: Die Berliner haben längst Lunte gerochen und gehen nun sogar knapp in Führung. Die Eagles kontern, die Souveränität ist allerdings weg. Es entwickelt sich ein hartes, bisweilen zähes Ringen, das sich im letzten Abschnitt fortsetzt. Dann trifft Sven Cikara zwei wichtige Dreier für die Eagles und findet danach im Fastbreak Quadre Lollis – 74:67, noch zwei Minuten. Es geht hin und her bis zu den aufreibenden letzten 20 Sekunden, die mit Riesenjubel in der Halle enden. Wer es noch einmal sehen möchte: Die Partie ist im Relive zu sehen im Kanal der Eagles auf Twitch.
Eagles: Adam Paige (20, 4 Dreier, 11 Rebounds), Erik Nyberg (17, 2 Dreier, 5 Assists), Sven Cikara (14, 2 Dreier), Alan Kikwaki (9, 1 Dreier), Anell Alexis (7, 1 Dreier), Quadre Lollis (4), Tobias Möller (4), Jerrik Hennig (2), Tim Schlegel (2), Tino Wohltmann, Tjelle Dietz.
Die beiden Derby-Siege gegen Wedel kann den Itzehoe Eagles niemand mehr nehmen. Aber gewonnen ist noch nichts für den Tabellenzwölften, die Serie der wichtigen Duelle im Tabellenkeller der BARMER 2. Basketball Bundesliga geht weiter: Am Pohl-Heimspieltag treffen die Eagles auf die TKS 49ers. Die Partie beginnt am Samstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld.
„Nach den letzten beiden Spielen brennen die Jungs darauf, in eigener Halle antreten zu dürfen“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink. Allerdings gibt es Personalsorgen, Tobias Möller, Tim Schlegel und Raphael Efimojor (Foto) sind krank. Bei wem es reichen werde, sei aktuell nicht absehbar, so der Trainer.
Der derzeit zehntplatzierte Gegner aus Berlin arbeite sehr teamorientiert, bewege den Ball gut, sei gefährlich im Schnellangriff und gespickt mit vielen guten Schütze, stellt er fest. Der Ukrainer Andrii Kozhemiakin sei ein Top-Aufbauspieler, was die Itzehoer im Hinspiel zu spüren bekamen: Mit 29 Punkten, neun Rebounds und sechs Assists hatte der Guard großen Anteil am 99:97-Sieg der 49ers. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung, nachdem die Eagles die Partie eigentlich schon fast gewonnen hatten.
Eine ähnlich starke Leistung Kozhemiakins müsse unterbunden werden, ohne zu viele unnötige Freiwürfe abzugeben, sagt Völkerink und setzt auf das Spiel unter dem Korb: „Mit der richtigen Einstellung können wir uns Vorteile beim Rebound erarbeiten.“ Die Mannschaft wisse um die Chance, denn ein Erfolg bringt eine weitere Verbesserung in der Tabelle, sogar der Sprung von Rang 12 auf 9 ist möglich. Natürlich wäre das nur eine Momentaufnahme, sagt der Trainer. „Aber diese kleinen Ziele sind sehr wichtig für uns.“
Derbysieger, Derbysieger!! Wieder feierten die Fans der Itzehoe Eagles – dieses Mal womöglich noch lauter als nach dem Heimsieg gegen den SC Rist Wedel. Denn das Rückspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga war ein Drama. Die Eagles gewannen 82:80 (15:24, 27:15, 18:18, 22:23).
Danach sah es beim 71:76 zwei Minuten vor Schluss nicht aus. Doch Adam Paige (Foto) punktete, Erik Nyberg brachte sein Team mit Freiwürfen heran, und Anell Alexis traf 89 Sekunden vor dem Ende trocken einen Dreier: 78:76. Wedel glich von der Linie aus, Adam Paige sammelte einen Fehlwurf ein und brachte die Eagles wieder in Führung. Erneut kamen die Gastgeber an die Freiwurflinie – und vergaben zweimal. Paige holte den Rebound, wurde gefoult und traf nervenstark die fälligen Freiwürfe. 82:78, das reichte.
Es war das würdige Ende eines leidenschaftlichen und sehenswerten Derbys mit vielen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Wedel suchte die Revanche für die deutliche Schlappe in Itzehoe, der Kader war stark besetzt inklusive der Spieler, die auch zum Erstliga-Team der Hamburg Towers gehören. Und den besseren Start hatten die Gastgeber, während die Itzehoer schwer ins Spiel kamen. Ein 9:19 konnten die Eagles zwar fast wettmachen, doch als Wedel von außen traf, wuchs der Rückstand zum Viertelende wieder.
Dann übernahmen die Gäste das Kommando. Sie verteidigten stark, vorne traf immer wieder Paige und führte seine Mannschaft heran, die beim 26:25 durch Alexis erstmals die Führung übernahm. Es ging hin und her, zur Pause stand es 42:39 für die Eagles.
Nach dem Wechsel ließen sie allerdings gute Gelegenheiten liegen, während die Rister durch Offensivrebounds immer wieder zu zweiten Chancen kamen. In dieser Phase hatten es die Itzehoer vor allem ihrer Verteidigung zu verdanken, dass sie mit einem 60:57 in den Schlussabschnitt gingen. Allerdings kamen sie danach kaum zu Punkten und gerieten mit 62:69 ins Hintertreffen. Auch beim 71:76 zwei Minuten vor Schluss sah es nicht gut aus – der Rest ist jetzt Derby-Geschichte.
Die Aufstellung des Gegners mit den Bundesliga-Spielern sei eine Überraschung gewesen, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Das habe gezeigt, dass der Druck auf Wedeler Seite gelegen habe, auf der anderen Seite rechnete er damit, dass die Mannschaft nicht so eingespielt sein würde. Diesen Vorteil wollte er nutzen, und das sei gelungen mit erneut starker Teamverteidigung. Ein Beispiel dafür: Wenn eine Mannschaft, die laut Statistik nicht gut von außen werfe, insgesamt 44 Dreier versuche, habe man in der Defensive einiges richtig gemacht. Und dann das Comeback in der Schlussphase: „Das ist Charakter, das ist aber auch Qualität“, betonte der Trainer. Die Gruppe habe zusammengehalten, darauf sei er sehr stolz. Denn der Zusammenhalt und die Disziplin hätten den Sieg gebracht gegen die Wedeler, die ein gutes Spiel gezeigt und sich durch ihre Aggressivität viele zweite Chancen erarbeitet hätten. Paige habe herausragend gespielt, aber es sei ein Erfolg der ganzen Mannschaft.
Dieser sei vorher vermittelt worden, wie wichtig den Fans - die ebenso zahlreich wie lautstark ihr Team unterstützten - das Derby sei, auch als Wiedergutmachung für die verkorkste Hinrunde, sagte Völkerink. Jeder Spieler habe das angenommen: „Es lag den Jungs am Herzen, den Fans das zurückzugeben.“ Und für ihn persönlich sei es ein absolutes Highlight gewesen, an seinem 41. Geburtstag den Sieg mitnehmen zu dürfen. Beim Abklatschen mit den Fans sangen diese ein Ständchen für den Coach: „Das ist etwas ganz Besonderes, was ich nicht vergessen werde.“
Zwei Siege wollte Völkerink aus den Januar-Spielen mindestens holen, das ist bereits geschafft. Der dritte soll am kommenden Samstag folgen gegen die TKS 49ers. Karten gibt es im Ticketshop sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop in der Sportabteilung von Behrens & Haltermann in Itzehoe.
Eagles: Adam Paige (24, 2 Dreier, 17 Rebounds), Alan Kikwaki (16, 2 Dreier, 3 Blocks), Erik Nyberg (10, 1 Dreier, 7 Assists), Anell Alexis (10, 1 Dreier), Tobias Möller (8), Jerrik Hennig (7), Sven Cicara (5, 1 Dreier), Quadre Lollis (2), Tim Schlegel, Tjelle Dietz, Tino Wohltmann.
Wohl nur die kühnsten Optimisten hatten nach dem bisherigen Saisonverlauf darauf gehofft – doch die Itzehoe Eagles haben beim 97:61 gegen den SC Rist Wedel eine Gala abgeliefert. Sechs Tage später sehen sich die Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga bereits wieder: Der zweite Teil des Landesderbys steigt am Samstag, 11. Januar, um 19 Uhr in der Wedeler Steinberghalle.
„Bei aller Freude über den kleinen Befreiungsschlag und den ersten Heimsieg ist uns allen klar, dass wir im Rückspiel ein anderes Team erwarten“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink. Wedel will natürlich Revanche, zudem ist eine andere personelle Aufstellung zumindest möglich, weil beispielsweise Shooting Guard Jared Grey am Lehmwohld fehlte – er war mit dem Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg in der ersten Liga unterwegs.
Doch für die Eagles gelte es, dort anzusetzen, wo sie aufgehört hätten, so Völkerink. „Wir wissen, dass wir den Gegner mit unserer Defensive überrascht haben“, auch für das zweite Aufeinandertreffen werde man „die eine oder andere neue Kleinigkeit mitbringen“. Der Schlüssel zum Sieg sei nicht in erster Linie taktischer Natur gewesen, sondern seine Mannschaft habe von Anfang an physischer gespielt, so der Eagles-Coach. Dabei seien alle Vorteile der jetzt tieferen Rotation mit mehr Möglichkeiten auf der Bank genutzt worden, ohne Sorgen wegen Foulproblemen haben zu müssen. „Das hat man gesehen, das hat die Mannschaft hervorragend umgesetzt und das wird auch im Rückspiel einer unserer Schlüssel werden.“
Alle Wedeler Topscorer seien im Heimspiel unter ihren Werten gehalten worden, jetzt rechnet Völkerink mit einem ebenso giftigen wie bissigen Team, das die richtige Antwort geben wolle. „Aber wir glauben an unsere Qualitäten und wollen beweisen, dass dieser Sieg keine Eintagsfliege war, sondern der erste Schritt, ein neues Gesicht zu zeigen.“
Es war ein lange nicht gesehenes Basketball-Fest am Lehmwohld: Die Itzehoe Eagles gewinnen das Landesderby in der BARMER 2. Basketball Bundesliga klar mit 97:61 gegen den SC Rist Wedel. Und das Highlight-Video findet ihr hier: