Training im Online-Camp

Nur die Füße sind zu sehen. Aber auf sie kommt es auch an: Paul Kaiser, FSJler bei den Itzehoe Eagles, läuft und hüpft über Socken, die auf dem Fußboden liegen – eine improvisierte Koordinationsleiter, denn wer hat schon eine richtige zu Hause zum Trainieren? Diverse Kinder laufen und hüpfen mit. Zu sehen ist das auf dem Bildschirm, denn das Stadtwerke-Ostercamp der Itzehoe Eagles findet wegen der Pandemie nur online statt.

35 Teilnehmer haben sich angemeldet, das heißt: „Wir haben 35 Stadtwerke-Pakete verteilt“, sagt Eagles-Nachwuchskoordinatorin Kim Lebowski. Darin unter anderem: Eagles-Magazine, Autogrammkarten des Zweitliga-Teams – und ein Basketball für jeden Teilnehmer, gesponsert von den Stadtwerken Itzehoe. Die Überraschung war groß, als die Pakete verteilt wurden, wie eine Mutter berichtet: „Tolle Aktion!“

Die Videos mit den Challenges für die Sportler wurden auf Instagram im Kanal des Eagles-Nachwuchsprogramms Assist veröffentlicht. Der erste Auftritt gehörte den Eagles-Spielern Alieu Ceesay und Erik Nyberg mit Übungen zum Ballgefühl: Um den Kopf kreisen lassen, dann um die Hüfte, später hochwerfen und drei Mal klatschen, durch die Beine dribbeln, schließlich den Ball hochwerfen, hinsetzen und fangen. Nyberg machte vor, Ceesay erläuterte: „Die Herausforderung für euch ist, diese acht Übungen zu schaffen, ohne den Ball zu verlieren.“

Die zweite Challenge übernahmen die Jugendspielerinnen und Trainerinnen Enna Dilschmann und Solvej Hansen. Klare Ansage: „Schnappt euch euren Ball und ab nach draußen!“ Es ging ums Werfen – und auch von dieser Challenge konnten die Teilnehmer eigene Videos schicken, um zu zeigen, dass sie mitgemacht hatten.

Hinzu kam Online-Training per Videokonferenz mit Übungen, aber auch Quiz. Neben den Coaches waren auch Zweitliga-Spieler dabei, alle hätten sich sehr gut engagiert, sagt Kim Lebowski. Auch für die Trainer sei es schön gewesen, etwas zusammen machen zu können, wenn auch nur digital. Alles funktionierte gut, aber: „Es ist natürlich nichts im Vergleich zu einem richtigen Basketball-Camp.“

Letztlich gilt, was Eagles-Cheftrainer Patrick Elzie im zweiten Online-Training sagte: Alle freuten sich darauf, hoffentlich bald wieder in der Halle sein zu können. Und so lange das nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich ist, heißt es für die jungen Sportler: Rausgehen und aktiv sein, es müsse nicht unbedingt Basketball sein. Oder noch kürzer: „Bewegt euch!“


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