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Mit Sorgen nach Bernau

Die Itzehoe Eagles kommen einfach nicht aus dem Keller der BARMER 2. Basketball Bundesliga heraus. Mit schlechter Trefferquote setzten sie am vergangenen Wochenende das Heimspiel gegen Schwelm in den Sand, nun geht es zu Lok Bernau. Und dort wartet am Sonnabend um 19 Uhr laut Eagles-Coach Timo Völkerink eine „Monsteraufgabe“ in Anbetracht der Umstände.

Denn wie gegen Schwelm werde Filmore Beck mit Knieproblemen aussetzen müssen, auch Iván Catani (Foto) ist angeschlagen. Ob seine Fußbeschwerden einen Einsatz zulassen, ist offen – „maximal ohne Training“, so Völkerink, der zudem auf Ole Friedrichs (Rücken) verzichten muss. Trotz der Probleme und der Enttäuschung über die jüngste Heimniederlage geht der Blick nach vorn: „Wir haben das Schwelm-Spiel aufgearbeitet und wollen offensiv ein anderes Gesicht zeigen.“

Der Gegner allerdings habe sich mit seinen Neuzugängen stabilisieren können. Lange standen die Bernauer am Tabellenende, mit mittlerweile sieben Siegen und zuletzt zwei Erfolgen nacheinander haben sie sich bereits auf Platz 10 nach oben gearbeitet. Völkerinks Marschroute: „Wir müssen defensiv flexibel verteidigen und selbst wieder einen besseren Tag erwischen.“

Die Partie wird kostenlos im Livestream gezeigt auf Sportdeutschland.tv.

 

Zu schlecht getroffen

18 Mal häufiger auf den Korb geworfen. Aber 18 Punkte weniger gemacht als der Gegner. So kurz lässt sich die Partie der Itzehoe Eagles gegen die EN Baskets Schwelm in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zusammenfassen. Der Tabellendritte aus Nordrhein-Westfalen gewann am Lehmwohld mit 75:57 (21:15, 20:14, 19:15, 15:13).

Mit dem Start des Spiels war das Itzehoer Problem sofort da: Die ersten Versuche gingen daneben, erst nach zweieinhalb Minuten gelang Dominick Oliveri (Foto) der erste Korb. Ebenfalls sofort zu sehen: Oliveri und sein amerikanisches Gegenüber Khalil Miller (20 Punkte, 17 Rebounds) sollten sich ein sehenswertes Duell unter den Körben liefern. Die Nummer 32 der Eagles kam gar auf 23 Rebounds, selten gesehene 14 davon in der Offensive.

In kämpferischer Hinsicht könne er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Wohl wahr: Sein Team verteidigte leidenschaftlich und stürzte die Baskets in viele Verlegenheiten. Aber die Gastgeber trafen den Korb nicht. 30 Prozent Trefferquote, aus dem Dreierbereich keine 20 Prozent – der mit Knieproblemen draußen sitzende Filmore Beck wurde schmerzlich vermisst. „Ohne ihn müssen andere den Schritt nach vorn machen“, sagte Völkerink. Sie hätten es probiert, doch der Erfolg blieb aus. Nur ein Beispiel: Beim sonst starken Schützen Jack Fritsche saß keiner der sieben Dreierversuche. Da spiegelten sich auch der Tabellenplatz und fehlendes Selbstvertrauen wider, so sein Coach.

Völkerink war „tief enttäuscht“, denn ein Sieg war allemal möglich. Trotz der Trefferquote kämpfte sich sein Team heran, kurz vor der Pause stand es 27:32. Doch eine kurze Konzentrationsschwäche und zwei Dreier der Gäste ließen den Rückstand zur Halbzeit auf 29:41 wachsen.

Danach blieb es bei den Offensivproblemen der Eagles, der Rückstand wuchs auf 31:48. Dann machten die Itzehoer acht Punkte in Folge – und Schwelm zeigte Erfahrung und Klasse. Wie eigentlich jedes Mal, wenn der Gegner im Spiel etwas Oberwasser bekam, hatten die Baskets eine Antwort parat, oft von der Dreierlinie. So blieb der Vorsprung immer zweistellig, und am Ende reichte ein Satz von Völkerink, um das Spiel zu beschreiben: „Wir haben einfach zu schlecht getroffen.“

Eagles: Dominick Oliveri (13, 23 Rebounds), Erik Nyberg (11, 3 Dreier, 5 Assists), Iván Catani (11, 2 Dreier), Tobias Möller (7), Mason Vires (7), Jack Fritsche (4), Ibrahim Jabby (2), Robert Heise (2), Tim Schlegel, Jerrik Hennig, Ole Friedrichs, Henrik Adler.

 

Gegen Schwelm gefordert

Nach einer herben Niederlage wieder aufstehen – diese Aufgabe hatten die Itzehoe Eagles in dieser Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga schon mehrfach. So auch jetzt: Die 40-Punkte-Schlappe in Köln tat weh, im Heimspiel gegen die EN Baskets Schwelm wollen die Itzehoer wieder in die Spur kommen. Die Partie beginnt am Sonnabend um 19.30 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld.

Die Hürde ist hoch, denn Schwelm spielt eine gute Saison und steht derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Für Eagles-Coach Timo Völkerink hat sich das Team aus der Nähe von Dortmund nach durchwachsenem Start zur Überraschungsmannschaft der Saison entwickelt. Es sei eine sehr homogene Truppe und spiele eine kleine Rotation mit Akteuren, die reichlich Erfahrung, auch höherklassig, mitbringen.

Der Schwerpunkt im Training dieser Woche war für Völkerink nach der „Katastrophe“ von Köln klar: „Für uns gilt es, wieder effektiver zu verteidigen.“ Das betreffe sowohl die Defensive im Spiel Eins gegen Eins als auch die Rotation. Personell gab es allerdings wieder einmal eine Hiobsbotschaft: Filmore Beck droht mit Kniebeschwerden auszufallen. Doch das empfinde die Mannschaft auch als Chance, so der Coach. „Es werden andere Spieler den Schritt nach vorn machen und Verantwortung übernehmen müssen.“

Am vorigen Spieltag sind die Eagles wieder auf einen Abstiegsrang gestürzt, die wichtige Partie gegen Schwelm gehen sie nun mit Optimismus an. Es sei ein 50/50-Spiel, sagt Völkerink. Dieses wolle das Team in eigener Halle für sich entscheiden mit guter Verteidigung und gutem Zusammenspiel in der Offensive.

Karten gibt es im Ticketshop sowie bei der Vorverkaufsstelle am Eagles-Fanshop in der Sportabteilung von Behrens & Haltermann in Itzehoe. Zudem ist das Spiel kostenlos im Grünwatt-Livestream zu sehen im Kanal der Eagles auf Twitch.

 

 

Staunen über Vishay-Bau

Treffen vor der Baustelle der Chipfabrik (v. l.): Leif Henningsen, Iván Catani, Dominick Oliveri, Mason Vires und Otto Graf.

Es ist die aktuell größte Baustelle in Itzehoe, und verantwortlich dafür ist ein Partner der Itzehoe Eagles. Grund genug für Dominick Oliveri, Mason Vires und Iván Catani aus dem Zweitliga-Team der Eagles, sich das Geschehen neben dem Sitz von Vishay Siliconix genauer anzusehen: Dort entsteht eine neue Fabrik für die Fertigung von Mikrochips, die insbesondere in der Autoindustrie verwendet werden.

400 Millionen Dollar – die Investitionssumme ließ die Basketballer staunen. Der Itzehoer Vishay-Geschäftsführer Leif Henningsen und Projektleiter Otto Graf begrüßten sie vor der Baustelle, auf der mehrere Kräne und viele Betonsäulen in die Höhe ragen. Ab Anfang 2026 sollen dort Mikrochips produziert werden, 150 zusätzliche Mitarbeiter werden eingestellt – und das hat längst begonnen. „Um die benötigten Fachkräfte zu gewinnen, müssen wir ihnen gute Bedingungen bieten am Arbeitsplatz und darüber hinaus“, betonte Leif Henningsen. Die gesamte Region müsse attraktiv sein für Arbeitnehmer und ihre Familien: „Die Eagles sind dabei ein wichtiger Baustein.“ Der Geschäftsführer weiß, wovon er redet – und er versprach den drei Spielern, auch künftig möglichst jedes Heimspiel zu besuchen.

Deutliche Niederlage

Defensiv die nächste Steigerung zeigen und offensiv einen guten Tag erwischen – so wollten die Itzehoe Eagles die RheinStars Köln vor Probleme stellen. Aus den guten Vorsätzen wurde nichts, in der BARMER 2. Basketball Bundesliga kassierten die Eagles eine herbe Pleite am Rhein und verloren 70:110 (21:29, 21:26, 13:24, 15:31).

Die Erklärung ist einfach: Die Gastgeber waren in allen Belangen deutlich besser. Trotzdem konnten die Eagles im ersten Viertel, gestützt auf die Dreier von Filmore Beck, noch mithalten. Erst fielen sie zurück, doch im Angriff lief der Ball immer wieder gut. In der Verteidigung zeigten sich allerdings die Probleme, die die Itzehoer durch das ganze Spiel begleiteten: Köln dominierte den Rebound und auch sonst das Geschehen unter dem Korb, wo sich die Eagles kaum einmal durchsetzen konnten. Zudem begingen sie sehr viele Fouls und liefen oft in die Fallen, die ihnen die Verteidigung des Gegners stellte, Ballverluste waren die Folge. So wurde aus einem 17:19 noch ein Acht-Punkte-Rückstand nach den ersten zehn Minuten.

Das zweite Viertel verlief ähnlich, und als die Gäste den Kölner Center Björn Rohwer (20 Punkte) nicht mehr halten konnten, lagen sie zweistellig zurück. Die eigene gute Trefferquote hielt die Eagles noch halbwegs im Spiel beim Pausenstand von 55:42 für die RheinStars.

Danach ging es nur noch bergab. Auch offensiv funktionierte nun bei den Itzehoern nicht mehr viel, bei denen die Foulprobleme weiter zunahmen. Letztlich hatten sie den Kölnern nichts entgegenzusetzen und häuften rekordverdächtige 30 Ballverluste an. Die Gastgeber ließen nicht locker, trafen gut und hatten ihren Spaß am Spiel auf dem Weg zum mehr als deutlichen Erfolg. Noch das Positivste an diesem Abend: Mit Jerrik Hennig und Matthias Biermann-Ratjen spielten zwei Nachwuchsakteure der Eagles ihre ersten Minuten in der ProB.

„Köln war eine Nummer zu groß für uns“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Gegen das Spitzenteam zu verlieren, sei keine Schande, in dieser Form aber ein herber Schlag: Defensiv kein Zugriff und viel zu viele Fehler, so seine Analyse. „Wir sind sehr enttäuscht, dass wir nicht mehr Gegenwehr leisten konnten“, sagte Völkerink. Doch in der aktuellen Situation sei keine Zeit, um lange zu hadern – die Partie müsse aufgearbeitet und es müssten die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Mit den eigenen Fans im Rücken wolle das Team am kommenden Sonnabend ein anderes Gesicht zeigen: Dann kommt mit den EN Baskets Schwelm das nächste Spitzenteam, Karten gibt es im Ticketshop oder am Fanshop bei Behrens & Haltermann.

Eagles: Filmore Beck (26, 5 Dreier), Erik Nyberg (10, 2 Dreier), Mason Vires (10, 1 Dreier), Tobias Möller (7), Jack Fritsche (5, 1 Dreier), Robert Heise (4), Dominick Oliveri (3), Ivan Catani (3, 1 Dreier), Ibrahim Jabby (2), Jerrik Hennig, Matthias Biermann-Ratjen, Tim Schlegel.

 

Hohe Hürde in Köln

Der Jahresauftakt ist gelungen für die Itzehoe Eagles: Zu Hause gegen Herford und auswärts in Ibbenbüren haben sie zwei Spiele gewonnen, die gewonnen werden mussten. Das reichte für das Aufrücken auf Platz 10 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, allerdings punktgleich mit dem Vorletzten Bernau. Nun folgen schwere Partien gegen Spitzenteams – zum Auftakt treten die Eagles am Sonnabend um 18 Uhr bei den RheinStars Köln an.

Der Gegner spiele eine tolle Saison, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink anerkennend. Angeführt von Rupert Hennen, habe das Team einen sehr tiefen Kader und „die perfekte Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten“. Sehr auffällig sei bei den RheinStars auch die spezielle Verteidigung. Lange rangierten die Kölner an der Tabellenspitze, doch der Ausfall des litauischen Power Forwards Grantas Vasiliauskas tat weh: Nach drei Niederlagen in Folge mussten sie den ersten Platz an die Bayer Giants Leverkusen abtreten. Völkerink warnt: „Das macht sie zu Hause noch gefährlicher.“
Um selbst einem Team wie Köln gefährlich zu werden, sieht der Eagles-Coach zwei Voraussetzungen: „Wir müssen defensiv den nächsten Schritt machen und brauchen offensiv einen besseren Tag.“ Das Spiel wird im Livestream übertragen auf Sportdeutschland.tv.

Endlich ein Auswärtssieg!

Das Schlusslicht gegen den Drittletzten – das ließ eine harte Auseinandersetzung erwarten. So kam es auch in der Partie zwischen den Ademax Ballers Ibbenbüren und den Itzehoe Eagles. Und die Gäste holten sich im Kellerduell der BARMER 2. Basketball Bundesliga wie erhofft die ersten Auswärtspunkte: Die Eagles gewannen mit 76:70 (20:13, 18:21, 21:17, 17:19).

Der Start gehörte mit einem schnellen 5:0 noch den Ballers, Filmore Beck glich für die Eagles aus, Robert Heise erzielte die Führung – die Itzehoer sollten sie nicht mehr hergeben. Zwei Minuten vor dem Viertelende machte Neuzugang Mason Vires per Dreier zum 18:9 seine ersten Punkte, nach zehn Minuten hatte die Defensive der Gäste bereits sechs Ballverluste des Tabellenletzten erwzungen.

Im zweiten Abschnitt erwischten die Gastgeber erneut den besseren Start, doch nach Ballgewinnen und einem Beck-Dreier aus großer Entfernung stand es 30:19. Allerdings waren die Ballers im Rebound deutlich überlegen, doch die Eagles-Verteidigung verhinderte, dass der Gegner größeren Schaden anrichten konnte. Besonders aufmerksam kümmerte sich die Defensive, allen voran Iván Catani, um den Amerikaner Denzel Livingston, der zur Halbzeit erst 2 seiner letztlich 16 Punkte auf dem Konto hatte. Dennoch war es zur Pause beim 38:34 wieder knapp.

Der offensive Rhythmus sei in der zweiten Hälfte verloren gegangen, stellte Eagles-Coach Timo Völkerink fest. Es gelang aber noch genug, um die Führung bei sieben bis zehn Punkten zu halten, sieben Minuten vor dem Ende markierte Dominick Oliveri das 66:54. Ibbenbüren kämpfte, nutzte kleine Fehler der Itzehoer und schaffte es immer wieder an die Freiwurflinie. Dort landeten in der spannenden Schlussphase auch die Eagles mehrfach, aber erst nach einem Fehlwurf Livingstons, der den Ausgleich bedeutet hätte, konnte Kapitän Erik Nyberg mit zwei verwandelten Freiwürfen den Sieg sichern.

Völkerink hatte viel Positives gesehen: Das Team habe sich gut in die Partie gekämpft und sei gut eingestellt gewesen. Vor allem gefiel ihm die konstant stabile Defensive, die eine Wende verhinderte: In der Hinrunde wäre ein solches Spiel noch verloren gegangen, so der Trainer. Es sei zu sehen gewesen, wie gut Catani dem Team tue, und dass Vires noch nicht voll im Spiel gewesen sei, könne man ihm nach den wenigen Trainingseinheiten nicht verübeln. Eines sei klar erkennbar: „Da steht eine Mannschaft, die füreinander arbeitet.“ Es folgen zwei Spiele gegen die Top-Teams, erst auswärts in Köln, dann zu Hause gegen Schwelm. Danach, so Völkerink, werde der Integrationsprozess der neuen Spieler abgeschlossen sein.

Eagles: Filmore Beck (21, 5 Dreier, 3 Ballgewinne), Dominick Oliveri (19), Mason Vires (9, 1 Dreier, 4 Assists), Iván Catani (8), Jack Fritsche (6, 2 Dreier, 9 Rebounds), Erik Nyberg (6), Tobias Möller (5), Robert Heise (2), Tim Schlegel, Ibrahim Jabby, Ole Friedrichs.