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Crew sucht Verstärkung

Wenn es nach vorne geht: „Let's fly, Eagles!“ Und sind die Gastgeber in der Verteidigung gefordert, heißt es: „Defense!“ Je lauter, desto besser. Die Lehmwohldhalle ist bekannt für die herausragende Stimmung bei Spielen der Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Und immer vorneweg: der Fanclub Eagles Crew.

Dieser allerdings braucht neue Mitglieder. Die einst große und ebenso aktive wie kreative Gruppe schrumpfte durch den Wegzug einiger Akteure, hinzu kamen die Folgen der Corona-Pandemie. So gibt es aktuell zwar noch Trommler, die im Zusammenspiel mit Hallensprecher Peter Poppe beim Anfeuern vorangehen, aber sie brauchen dringend Unterstützung. „Wir wollen unseren Fanclub unbedingt wieder aufbauen, gern noch größer als vorher“, sagt Eagles-Vorsitzender Volker Hambrock. Denn: „Es gibt unserer Mannschaft immer wieder einen Schub, wenn es richtig laut wird in der Halle.“

Jugendliche ab 14 Jahren können bei der Crew mitmachen, und die Eagles halten für alle Mitglieder des Fanclubs besondere Anreize bereit: Bei den ProB-Heimspielen zahlen sie einen ermäßigten Eintritt, zudem sind sie während der Saison bei mindestens einem Event mit der Zweitliga-Mannschaft dabei. Und: Als Willkommensgeschenk gibt es einen Eagles-Fanschal.

Interessenten können sich melden per Mail an marketing@eagles-basketball.de oder auf den Instagram-Kanälen der Eagles.

Lange mitgehalten

Kein Tekorian Smith. Kein Filmore Beck. Kein Jack Fritsche. Und als Tabellenvorletzter zu Gast bei einem Team aus der Spitzengruppe: Die Itzehoe Eagles waren klarer Außenseiter im Spiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga bei den BSW Sixers. Doch sie machten dem Favoriten das Leben lange schwer, um dann doch deutlich zu verlieren: 58:77 (19:19, 15:16, 8:16, 16:26).

Nur neun Spieler hatte Eagles-Coach Timo Völkerink im Kader und es war klar, dass die verbliebenen Leistungsträger viele Minuten auf dem Feld stehen würden. Dennoch machten die Eagles von Beginn an deutlich, dass die lange Fahrt nach Sachsen-Anhalt nicht auf sich genommen hatten, um einfach die Punkte abzuliefern. Der Start in die Partie gelang, vergebene Chancen verhinderten eine Führung nach dem ersten Viertel.

Besonders die Zonenverteidigung der Gäste gab den Sixers Rätsel auf. Die Itzehoer störten bei fast jedem Wurf, der Gegner traf schlecht. Vor allem verloren die Gastgeber immer wieder den Ball bei dem Versuch, die Defensive der Itzehoer auszuspielen. Zwölf Ballverluste in der ersten Hälfte standen in der Statistik – bei den Eagles allerdings auch. Im punktearmen zweiten Viertel verpassten sie die Halbzeitführung, nicht zuletzt wegen einer schwachen Freiwurfquote, die sie durch das Spiel begleiten sollte.

Dennoch war beim 34:35 zur Pause noch alles möglich. Die Sixers eröffneten die zweite Hälfte mit einem Dreier, während den Gästen die ersten Aktionen misslangen. Die Verteidigung war nicht mehr so wirkungsvoll wie in der ersten Halbzeit, der Rückstand wuchs. Aber nicht lang: Mit starkem Kampf robbten sich die Eagles wieder an ihren Gegner heran, trafen jedoch in diesem Abschnitt einfach den Korb zu selten. Mit Freiwürfen konnten sich die Gastgeber bis zum Viertelende wieder auf 51:42 absetzen und gerieten nicht mehr in Gefahr, zumal im letzten Abschnitt die Trefferquote aus der Distanz deutlich besser wurde.

Insgesamt war Völkerink „nicht unzufrieden“ mit der Leistung, allerdings gelte es aufzupassen: Erneut sei es nicht gelungen, die Stabilität der ersten 30 Minuten mit in das Schlussviertel zu nehmen. Dabei habe sicher der Kraftverschleiß eine Rolle gespielt, „aber wir müssen noch Wege finden, gerade auch in diesen Phasen zu einfachen Punkten zu kommen“. Nyberg habe das Spiel sehr gut organisiert und dazu gepunktet, leider seien dem Team zum Ende hin zu viele Ballverluste unterlaufen.

Am kommenden Wochenende sind die Eagles zum dritten Mal in Folge auswärts gefordert: Sonnabend um 18 Uhr in Rostock. Völkerink blickt voraus: „Unabhängig davon, wie sich der Kader in der Woche entwickelt, ist das ein Spiel, in dem wir da sein müssen.“

Eagles: Erik Nyberg (19, 3 Dreier), Dominick Oliveri (16, 14 Rebounds), Robert Heise (11), Tim Schlegel (7, 1 Dreier), Ole Friedrichs (3), Ibrahim Jabby (2), Henrik Adler, Tobias Möller, Tjelle Dietz.

 

Partnerschaft mit Butzkies Stahlbau

Deutlich sichtbare Partnerschaft (v. l.): Bernd Wittmaack, Tjelle Dietz, Dominick Oliveri, Tobias Möller und Stephan Lüthe.

Diese Firma liebt Heavy Metal. Das kann jeder lesen auf dem weißen Hoody der Zweitliga-Spieler der Itzehoe Eagles: Die Butzkies Stahlbau GmbH ist neuer Partner des Teams aus der Steinburger Kreisstadt.

„Wir sind die Itzehoe Eagles, aber wir sind ein sportliches Aushängeschild für die ganze Region“, sagt Volker Hambrock, Vereinsvorsitzender und Geschäftsführer der Eagles Management GmbH. „Deshalb freuen wir uns immer besonders, wenn wir Partner aus dem Kreisgebiet oder sogar darüber hinaus gewinnen können.“ Die Butzkies Stahlbau GmbH habe eine lange Tradition und deutschland- wie europaweit einen guten Ruf

Seit dem Jahr 1912 ist das Unternehmen in Krempe ansässig. Dort werden sämtliche Teile produziert für die Stahl- und Metallbauprojekte, die von großen Industriehallen für nahezu alle deutschen Premium-Autohersteller über das Stadion des Hamburger SV und das neue Kreuzfahrt-Terminal in Kiel bis zu Treppen und Balkongeländern reichen. Bei einem Rundgang mit Bernd Wittmaack und Stephan Lüthe aus der Butzkies-Geschäftsleitung lernten die Eagles-Spieler Tobias Möller, Tjelle Dietz und Dominick Oliveri die Abläufe vom Materialeingang bis zum Korrosionsschutz kennen. Das Unternehmen hat rund 180 Mitarbeitende und legt großen Wert auf die Ausbildung mit zwölf Azubis und drei dualen Studentinnen und Studenten.

Einer von ihnen, angehender Bauingenieur und früherer Eagles-Spieler, schlug die Partnerschaft vor. Butzkies fördert bereits regionale Vereine wie den TuS Krempe, aber auch die Feuerwehr im Ort, die Kremper Fahnenschwenker und den Kremper Kindergarten. „Für uns als Familien-Unternehmen im Kreis Steinburg ist es wichtig, unsere Region und vor allem auch die engagierten Player hier zu unterstützen“, sagt Stephan Lüthe. Die Eagles mit ihren vielen Erfolgen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga seien ein Top-Beispiel für junge, motivierte Sportler. Und: „Basketball ist ein toller Teamsport und fördert den Zusammenhalt“ – so passe die Kooperation mit den Eagles sehr gut zu den Werten, die bei Butzkies gelebt werden.

Probleme vor Sixers-Spiel

Vier Siege und eine Niederlage gab es bisher für die BSW Sixers. Die Bilanz der Itzehoe Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga lautet genau andersherum. So sind die Rollen klar verteilt vor dem Aufeinandertreffen: Am Sonntag um 16 Uhr treten die Eagles in Sachsen-Anhalt an.

Die halbwegs gute Nachricht zuerst: Tekorian Smith hat sich beim Spiel in Schwelm am vergangenen Wochenende nicht gravierend verletzt. Die Knochen und Bänder im Fuß sind heil geblieben, eine Prellung legt den Amerikaner allerdings zunächst lahm. Und er ist nicht der Einzige, weiteren Spielern machen Rückenprobleme zu schaffen: Filmore Beck (Foto) und Jack Fritsche konnten überhaupt nicht trainieren, zuletzt musste auch Erik Nyberg passen. „Die Woche war also sehr problematisch, die Jungs haben das Beste daraus gemacht“, sagt Eagles-Coach Timo Völkerink.

Die Gastgeber gewannen am vorigen Spieltag nach hoher Halbzeitführung sicher beim Aufsteiger Rostock, bislang spielten die Sixers eine ordentliche Saison, so Völkerink. Dabei können sie auf einige Spieler bauen, die mit einer Doppellizenz auch für den Kooperationspartner Syntainics MBC in der ersten Liga auflaufen. Hinzu komme mit Donte Nicholas ein ebenso starker wie vielseitiger Amerikaner.

„Wir müssen uns über gute Verteidigung ein offenes Spiel erarbeiten“, so der Eagles-Coach. Der Ausfall von Smith tue den Eagles sehr weh, allerdings hätten Spieler wie Tim Schlegel oder Ibrahim Jabby bereits in Schwelm gezeigt, dass sie ihre Chance nutzen wollen. „Die Situation ist schwierig, gehört aber zum Sport dazu“, sagt Völkerink. „Wir müssen weiter nachhaltig arbeiten und werden uns aus diesem sportlichen Tief herauskämpfen.“

Die Partie wird live übertragen auf dem Youtube-Kanal der BSW Sixers.

TK und Spiel verloren

58:58 vor dem letzten Viertel. Die Itzehoe Eagles haben den Rückstand aufgeholt, es ist alles drin bei den EN Baskets Schwelm. Doch es folgen zehn harte Minuten: Der letzte Abschnitt geht mit 25 Punkten verloren, die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga endet mit einem 68:93 (18:27, 20:19, 20:12, 10:35).

Es war ein Abend, an dem vieles gegen die Eagles lief, doch das Schlimmste passierte nach 11 Minuten und 22 Sekunden: Tekorian Smith knickte nach einem Rebound um, blieb zunächst auf dem Hallenboden liegen und wurde dann an der Bank versorgt. Mitwirken konnte der Amerikaner nicht mehr, die Schwere der Verletzung steht noch nicht fest.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Itzehoer mit 20:28 zurück, nachdem sie von Beginn an hinterher gelaufen waren. Schwelm traf in den ersten Minuten einige Dreier und führte schnell zweistellig, weil bei den Gästen offensiv wenig funktionierte. Doch sie fingen sich dank guter Defensivaktionen und pirschten sich heran. Ein Fehler kurz vor dem Viertelende wurde teuer, Schwelm traf noch einen Dreier.

Smiths Ausfall verdauten die Eagles zunächst besser als Schwelm. Angeführt von Kapitän Erik Nyberg verkürzten die Itzehoer und verpassten es in der Folge, die Verunsicherung der Gastgeber auszunutzen, um das Spiel zu drehen. Gute Gelegenheiten und Freiwürfe wurden liegen gelassen auf dem Weg zum 38:46 zur Pause.

Auch der dritte Abschnitt bot keinen Basketball-Leckerbissen, aber er lief im Sinne der Eagles. Die Verteidigung ließ kaum Schwelmer Aktionen zu, und trotz weiterhin mäßiger Trefferquote erzielten die Gäste genug Punkte, um schließlich durch Ibrahim Jabby kurz vor dem Viertelende auszugleichen.

Zum letzten Viertel nur eine Zahl: 13 Ballverluste, mehr als zuvor im gesamten Spiel. So machten die Eagles ihren Gegner stark, der sich bedankte und den viel zu hohen Sieg herauswarf. Bei einigen Spielern habe sich bemerkbar gemacht, dass sie vorher viele Minuten auf dem Feld stehen mussten, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Eigentlich sei der Plan gut aufgegangen, indem wichtigen Spielern der Gastgeber Fouls angehängt worden seien. Diese hätten dann mit kleinerer Aufstellung gespielt, die Eagles darauf reagiert, aber vor allem unter den eigenen Fehlern gelitten.

Viel investiert und am Ende eine Klatsche – „eine sehr bittere Niederlage“, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Mit besserer Trefferquote wäre eine Führung vor dem Schlussviertel möglich gewesen, „dann kann so ein Spiel anders laufen“. Daran gelte es weiter zu arbeiten: „Wir machen zu viele einfache Fehler, dann ist es schwer, Basketballspiele zu gewinnen.“ Immerhin gab es auch Positives wie eine erneut gute Leistung von Tim Schlegel und eine Steigerung von Dominick Oliveri. Doch um die Spiele zu gewinnen, müsse die Mannschaft als Kollektiv besser spielen. Nächste Chance: kommenden Sonntag um 16 Uhr bei den BSW Sixers.

Eagles: Erik Nyberg (13, 2 Dreier, 6 Assists), Tim Schlegel (12), Filmore Beck (11, 3 Dreier), Jack Fritsche (9, 1 Dreier), Dominick Oliveri (7, 15 Rebounds), Tekorian Smith (6), Robert Heise (5), Tobias Möller (3), Ibrahim Jabby (2), Ole Friedrichs, Henrik Adler.

Zu Gast in Schwelm

Es geht nach Nordrhein-Westfalen: Für das erste von drei Auswärtsspielen in Serie reisen die Itzehoe Eagles zu den EN Baskets Schwelm. Die Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnt am Sonnabend um 19.30 Uhr.

Eagles-Coach Timo Völkerink rechnet mit einem sehr intensiven Spiel, bei dem die Defensive über den Sieger entscheiden werde. „Wir müssen in der Verteidigung ein anderes Gesicht zeigen, das war unter der Woche unser großes Thema.“

98 Punkte hatten die Eagles am vergangenen Wochenende gegen die RheinStars Köln kassiert, die dritte Niederlage im vierten Spiel. Bei den EN Baskets ist die Bilanz mit Siegen und zwei Niederlagen ausgeglichen; ein Erfolg wäre wichtig für die Eagles, um den Kontakt zu oberen Tabellenregionen zu halten. Das Team der Gastgeber habe mit Chris Frazier einen sehr erfahrenen Scorer als Anführer, sagt Völkerink. Doch es sei eine Mannschaft, die über mehrere Positionen Begegnungen gewinnen könne. Von seinem Team erwarte er mehr Intensität und offensiv ein schnelles Spiel.

Die Partie wird live im Internet übertragen auf Sportdeutschland.tv. Kosten: 5 Euro.

Ohne Chance gegen Köln

Zwei Viertel liefen schlecht. Wirklich schlecht. Am Ende stand die dritte Saisonniederlage in der BARMER 2. Basketball Bundesliga: Die Itzehoe Eagles haben gegen die RheinStars Köln mit 77:98 (15:29, 18:19, 13:33, 31:17) verloren.

Der Start sah noch gut aus. Coach Timo Völkerink ließ sein Team eine Zonenverteidigung spielen, und das funktionierte: Köln war überrascht, vorn traf Filmore Beck zwei Dreier auf dem Weg zum 9:3. Danach drehte sich die Partie – und das schon endgültig. Mehrfach spielten die RheinStars die Itzehoer Verteidigung aus und schlossen per Dunk ab. So machten sie aus dem Rückstand ein 14:9, auch Völkerinks Auszeit half nicht. Sein Team kassierte Schnellangriffe und lag nach dem ersten Viertel bereits deutlich zurück. Der zweite Abschnitt blieb zäh, aber wenigstens ausgeglichen bis zum 33:48-Halbzeitstand.

Der Rest ist schnell erzählt. Schon der Start in die zweite Hälfte misslang den Gastgebern, die auf mehr als 20 Punkte zurückfielen. Die Kölner hätten sich in einen Rausch gespielt und überdurchschnitttlich ihre Dreier getroffen, stellte Völkerink fest. „Wir waren in allen Belangen unterlegen.“ Zwischendurch drohte eine herbe Klatsche, der Rückstand näherte sich der 40-Punkte-Marke. Doch im letzten Viertel konnten die Eagles das Ergebnis, gestützt auf eine starke Leistung von Tim Schlegel (Foto), noch freundlicher gestalten.

Wir haben es nie hingekriegt, als Team, als Einheit die Energie zu entwickeln wie im letzten Heimspiel“, sagte Völkerink. Es sei nicht gelungen, die Gäste für ihre teils überaggressive Verteidigung zu bestrafen. Angesichts einer Dreierquote von gut 30 Prozent seien die Itzehoer ihrem Stil zu lange treu geblieben und hätten den Korb nicht genug attackiert. Für die Zuschauer tue ihm die Leistung leid, sagte der Coach: Es sei bemerkenswert, wie sie bis zum Schluss angefeuert hätten.

Darauf müssen die Eagles in den nächsten Partien verzichten: Mehrfach sind sie jetzt auswärts gefordert, zuerst am kommenden Sonnabend in Schwelm.

Eagles: Tim Schlegel (17, 3 Dreier, 3 Ballgewinne), Tekorian Smith (12, 8 Assists), Erik Nyberg (9, 2 Dreier), Filmore Beck (9, 3 Dreier), Dominick Oliveri (6, 10 Rebounds, 3 Ballgewinne), Robert Heise (6), Jack Fritsche (5), Ole Friedrichs (5), Tobias Möller (4), Henrik Adler (4), Tjelle Dietz, Tino Wohltmann.

Foto: Reiner Stöter